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Welten

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Die Katze schleicht über das Dach
Und der Hund schnüffelt an einem Baum

Ein Vogel singt verzückt sein Lied
Stumm steht die Forelle im Bach

Eine Schnecke verzehrt ein welkes Blatt
Und ich der blinde Maulwurf suche die Sonne

 

 

 

 

 

 

Welten

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Meine erste Welt
War der Schoß
Meiner Mutter Leib

Dann geboren
Von Mutter Erde selber
Kindheitsparadies im Hinterhof

Entrückt wie einer Zwiebel Schale
Schicht um Schicht der Jugend
Flammend Kraft und Ungestüm

Die Welt zu ändern umzubauen
Die alte welke Zwiebel die sie war
Mit Ihrem Neuen Keim zuinnerst

Dann Sucher Schale
Haut und Häutchen
Schicht um Schicht

Wo ist das Zentrum
Jener tiefste Quell
Des Herzens Wesenskern

Ob Schule Kaserne Kaufhaus Basar
Friedhof Schlachthof Krankenhaus
Alter still gelegter Ludwigskanal

Die Kindheit ging verloren
Auf das erstirbt wodurch
Der Mann geboren

Der ich wer bin ich
Soll darf
Und kann ICH sein

Viele Welten wirr allumher
Und jede will die Eine sein
Zeitgleich am selben Ort

Geflohen gerettet aus Kirche
Synagoge Tempel und Moschee
Hier in Deinem Herzern
Geliebte Geliebter Du

 

 

 

Für Semra Polat dankend
Und Mevlana Celaleddin-i Rumi

 

 

 

 

 

 

 

Welten

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Abends müde satt des Lebens
Zieht Es mich erschöpft ins Bett
Jener andren Welt des Schlafes
Gast und Reisender zu sein

Morgens oft beglückt beseelt
Manchesmal geschockt erwacht
Ach Du hier schon wieder war die Reise kurz
Alles fängt von vorne  hinten oder innen an

Sind die beiden einerlei
Tag und Nacht und Tod und Leben
Traum und Wirklichkeit
Sind die Welten eins geworden