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Heute

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Dir wurde drohend und düster gesagt
Du habest nur dieses eine kurze Leben
Du hast diesen heutigen einzigartigen Tag

Was Du Ihm dankbar freudig gibst
Ihm bist und freihin schenkst
Ist der Ewigkeit liebende Wiege

Der Endlichkeit sanftes Grab
Du hast Tag für Tag
Und Leben für Leben

Alle Zeit der Welt
Darein die Unendlichkeit
Sind Dir auf ewig gegeben

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Heute

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Heute traf ich in der S-Bahn 8 Flughafenlinie Hölderlin
Er kam gerade von einem Letzteminutenflug
Aus Griechenland zurück
Bitter entäuscht denn Er fand die Alten Götter nicht
Die Er träumte und mit denen Er verwandt

Goethe jung an Jahren saß im Cafe
Er sei unsterblich verliebt
Doch nehme Er sich das Leben
Weil die Angebetet Ihn nicht erhöre
Vielleicht schreibe Er vorher über das Thema

Der junge Österreichische Kunstakademieanwärter Adolf
Schicklgruber wütend über den Turbokapitalismus
Die Globalisierung und manches mehr wolle den Umsturz
Er lief mir fast auf Münchens Hackerbrücke in die Arme
Der Arme einst mißhandelte Knabe bräuchte dringend einen Therapeuten

Rudolf Steiner Sein Landsmann wurde vom Bayerischen
Ministerium abgewiesen Er wollte an der
Münchner Freiheit Sein Gesamtkunstwerk den
Johannesbau späterhin Goetheanum errichten ich telefonierte mit Ihm
Deutsches Schicksal Weichenstellung der Weltgeschichte

 

 

 

 

 

 

Heute

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Was soll schon gewesen sein
Alles ist
Das Pferd in der Hand meines Hufschmiedes
Und der Hofhund des Stalles
Dann Hühner und Rinder

Schmetterlinge des Nachmittags
Raben des Abends
Und unten am Seeufer auf dem Weg
Eine Kröte erdig schön

Und ja auch das
Ein Igel vor unseren Füßen tippelnd
Auf der Bank zwei alte Freunde
Brüder eher Weggefährten
Wie all das Geschwistergetier
Heute allhier
Welch ein Segen

 

 

 

 

 

Heute

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Heute beim Erwachen
Wollte ich der Welt zeigen
Wer ich bin

Doch im Laufe des Tages
Zeigte mir die Welt
Wer ich noch nicht bin

Abends Ihrer und meiner müde
Erkannte ich was Sie mir ist

Spiegel meiner Selbst
So gab ich mich im Schlafe
Vertrauend dann den Engeln hin

 

 

 

 

 

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Heute ist die Schnittstelle
Zwischen Vegangenheit und Zukunft
Wie die Dämmerung dem Tage und der Nacht

Heute ist der Tag
Die Leichen aus dem Keller zu bestatten
Den Dreck unter dem Teppich hervorzuholen
Und Unrecht zu vergeben
Eigenes Scheitern zu verzeihen

Dann pocht die Zukunft an die Gegenwart
Und so Du keine Angst mehr vor Ihr hegst
Öffnest Du Ihr Tür und Tor
Und sie schreitet herein
Als Deine Herzenskönigin
Dein Geistesfürst

Jetzt bist Du da
Ganz und gar
Gegenwärtig
Seiender