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Der Engel

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Ich bin einer Derer die Ihr nicht seht
Manche spüren unsere Anwesenheit
Kleine Kinder und Tiere nehmen uns wahr

Ich sitze auf einem regentropfenbeperltem Stuhl
Vor einem leeren Cafe und betrachte Euch
Das alte gebeugte Mütterchen mit Einkaufstaschen

Und segne Ihre schwere Vergangenheit
Eine stolze junge Frau die glaubt Ihres
Körpers begehrliche Schönheit währt ewig

Und den hastenden Geschäftsmann
Der gewichtig Seine Laptoptasche an sich drückt
Dem die Zeit abhanden gekommen meinen Segen empfängt

Ich sehe das Kind an der Hand Seiner Mutter
Wohlbehütet und Seine Zukunft die ich verschweige
Denn Sie liegt allein in Deiner segnenden Hand

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Engel

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Ein Engel fiel herab
Nicht weil Er ungehorsam
Er fiel da Er geträumt

Der Menschen Welt und Leben
Zu kennen ja selbst zu erleben
Flugs fand Er sich auf Erden wieder

In einem nahen fernen Land
Gekleidet wie der Selben einer
Mit kurzen Haaren unerkannt

Da staunte wunderte der Engel sich
Denn als Er mich sah da lächelte ich
Denn heimlich war Sein Augenlicht

Ganz liebestrahlend unirdisch himmelig
Wir blieben stehn und fielen uns in die Arme
Er blieb ich stieg empor ward nimmer mehr gesehn

 

 

 

 

 

 

Der Engel

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Als ich drüben war
Auf der anderen Seite
Anderswelt Jenseits genannt

Dort wo Es keinen Schleier gibt
Traf ich auf einen Engel
Einen Cherub diamantklar

Was hast Du auf Erden getan
Ohne Vorwurf frei von Mitleid
Reiner Heiliger Ernst tiefstes Mitgefühl

Ich wollte lieb sein
Wesshalb Um zu überleben
Und Lieb haben meines Mangels wegen

Dann Ja dann begann ich zu hinterfragen
Und Alles stürzte in sich zusammen
Weiter Ich starb Mehrfach Immer wieder

Zuletzt Zuletzt durchschaute ich
Und erkannte benannte bannte
Dann liebte ich und bin seitdem bei Dir

 

 

 

 

 

 

Der Engel

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O ja ich war heute Gast
Auf Eurer Erde
Habe Euch unsichtbar
Gesehen und gehört
Auch gefühlt was Euch bewegt

Was soll ich zuerst sagen
Wunderschön Euer blauer Planet
Weise eingerichter Mutter Erdes Garten
Voll der Früchte Blumen Tiere reich und schwer
Sonnenüberfluteder Meere Wogen

Nächtens Mond getaucht und sternbefunkelt
Singen die Vögel Lebensfreude liebesverzückt
Blitz und Donner regenbogengeschmückt
Doch ach so manchen Menschenbruder
Den ein Engel inspiriert

Habt Ihr verstoßen verfolgt
Getötet gekreuzigt gar
Und heute seid Ihr
Gottverlassen aufgeklärt nennt Ihrs
Engel gibt Es nicht

Euch die Wissenschaft hochheilig verspricht
Kriege führt Ihr um
Verdient Euer Brot vergiftet mit Waffengeschäften
Und
Hier schweige ich der Engel Bote

Sende Euch den Segen
Aller Sternenbrüder Schwestern
Hinterlasse eine Spur von Licht
Und wenn je eines Menschenkindes Herz
Sich geöffnet findet ein Gedicht

 

 

 

 

 

Der Engel

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Heute ist Mond Tag
Regnerisch windig grau
Es sirrt die Klingel
Vor der Türe ein Mensch
Ganz wundersamer Art
Ob Mann ob Frau edel allemal
Und ich bitte ihn herein
Die Schuhe abzulegen
Führe Ihn in die wohnliche Küche
Wärmster Raum im Hause
Und schaue Ihn erwartungsvoll an

Alle erhalten derzeit Besuch
Sei es des Tages oder Nachts
Im träumenden Schlaf

Die Botschaft ist die nämliche
Das was Du an Lebensäußerungen
Im Denken Fühlen wollendem Handeln
In Deinem Leben freigesetzt
In die Welt gesandt hast

Wird jetzt in Gänze auf Dich zurückkommen
Sei dies ein Abgrund schwarzen Hasses
Vergiftenden Neides bleierner Angst

Oder jene Milde und Güte des Liebenden
Wie Du in Deinem Innersten
Dir je gewünscht geliebt zu sein

Danke keinen Kaffee keinen Tee
Er lächelt ich schmunzle
Was denn auch bei einem
Der Gedanken liest kein Wunder ist

Er erhob sich wie auch ich
Wir stehen uns zugewandt
Und umarmen uns fest und innig
Ob Er gut duftete oder einfach
Ein Wohlgeruch  der Raum
Ist immer noch damit erfüllt