Schlagwort-Archive: Brief an den Vater

Brief an den Vater

Standard

Von Franz Kafka gibt es ein Werk gesamtmenschheitlicher Bedeutung
Aus einer Jüdischen Familie stammend, war Ihm der „Vater“ zugleich stellvertretender
patriarchaler „Herr“ mit indirekt „Göttlicher“ Befehlsgewalt und furchteinflößender
Macht wie eben der Jahwe im Alten Testament…
Franz hatte so große Angst vor dem eigenen Vater das Er Seine Mutter bat diesen Befreiungsakt Seiner Selbständigkeit jener Loslösung der energetischen Nabelschnur
dem Vater zu übermitteln.
Die Mutter als Systemhörige entsprach Kafkas Bitte nicht..
So verlief Kafkas weiteres Leben in Seinen Beziehungen zu Frauen verunsichert
durch die Selbstzweifel der nicht erfolgten Ablösung.

Mit Genehmigung meiner Tochter setze Ich hier als ein Denkmal gelungener Individuation den Brief an mich Ihren Vater in die freie offene Welt mit Dankbarkeit
und Würdigung an Franz Kafka.

Berlin, den 9.2.2016

Lieber Joachim,

vielen Dank für den Füller.
Ich freue mich sehr.
Hier schwirren ja viele 1. Klässler Lernfüllfederhalter rum,aber es sollte ja ein Aufziehfüller sein!

Ich bin dann gleich los,mir ein Tintenfass kaufen.
Wanda hatte eine Schulfreundin zu Besuch, also nahm ich Richard und Artur zu einem
großen Spaziergang im Kiez mit.

Während ich hier allzu Menschliches am Laufen halte
und nie den Grad der Perfektion erreiche, den es geben könnte- nur eine gewisse Routine…-
sehe ich drohender Arbeitslosigkeit entgegen.
Ben spricht von der Harz4 Falle,wenn ich keine zündende Idee habe beruflich,sobald
Richard im Kindergarten ist.(er wird mich nicht einstellen)

Meine ketzerische Einstellung zur Arbeitswelt ist da wenig hilfreich.
Ein Leben als Müssiggänger wäre meins. Wobei ich jetzt viel mehr aktiv bin, du weißt es ja,als so mancher Büroangestellter.

Kurz, es stellt sich mir wieder mal die Sinnfrage !
Von Erleuchtung keine Spur.
Nur, das die Natur weiser ist als alle Wissenschaft und die Kinder ihre Botschafter.

Deine Camilla

Werbeanzeigen