Im Gefängnis

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Das düstere Gefängnis war ausbruchsicher errichtet
Die Gefangenen alle lebenslänglich verurteilt
Einzel und Gemeinschafttszellen überfüllt
Je nach Gefährdung

Ein neuer Insasse zu Seinem Gefährten
Wesshalb sitzt Du ein
Wegen Freude unbändiger Freude
Ach schenke mir davon

Und Du Bruder
Ich ich bin des Vergehens der Wahrhaftigkeit angeklagt
O lass mich mehr darüber wissen
Mich hungert wahrlich danach

Sag an Du Genosse was werfen Sie dir vor
Tja das ich jeden und alles liebe
Das störe die öffentliche Ordnung das System
Verunsichere verwirre die Menschen

Mensch bah ich kann Es spüren echt stark
Da kamen die Wärter und sahen aufgeregt nach
Was hier geschehe spürig wie Wachhunde eben sind
Und fanden nichts als lächelnde frohe Menschen vor

Und am nächsten Tag liefen Sie verstört umher
Sie fänden da sei etwas komisch stimme nicht mehr
Irgendwie ist alles anders Sie wollen da nicht mehr Dienst tun
Und warfen die Schlüssel in die Zellen und verließen fluchtartig
Das Gefängnis das keines mehr war

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Im Basar der Liebe

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Ihr Männer und Frauen kommt herbei
Hier gibt Es frisch vom Baume der Erkenntnis
Des Guten und des Bösen saftig süßer Äpfel Frucht

Du Bürger dieser gütigen Stadt
Heute im Angebot erstmalig und schon wieder
Lichte Freude blumig duftender Schönheit

O Ihr Kinder Mutter Erdes
Da seht selbst reinster Klarheit Weisheit
Frisches Wasser brunnnentief

Kommt herbei Ihr Töchter und Söhne des Himmels
Goldenes Vertrauen edel herangewachsen
Wohlfeil einem jeden Haus

Seht dieser Gewürze Pracht
Bunter spielerischer Freude
Schöpferischer Gestaltungskraft

Ach welch Segen jetzt und hier bezaubernder Zierde
In Fülle reinster Verbundenheit geschmückt
Silbriges diamantenes Mitgefühl

Ei was soll Es kosten
Nichts rein gar nichts
Nur Deine Angst

 

 

 

 

 

 

Im Laden

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Grüß Gott
Guten Tag
Was darfs denn heute sein

Nun etwas Ärger bitte
Am Stück oder in Scheiben
Im Ganzen

Dann Mißmut 250 Gramm
Und von den Lügen ein Pfund
Ach die Mißgunst drei Bündel davon

Ja gerne darfs noch etwas sein
Das Sonderangebot Angst das ganze Glas
Wenn Sie schon dabei sind etwas Pessimismus noch

Das wars nein zuletzt noch Fühllosigkeit und
Ja was war Es denn ja jetzt fällst mir wieder ein
Unbestimmtheit Unentschlossensein jeweils ein Stück

Was kostets dann zusammen
Moment etwas Betrug lege ich Ihnen noch gratis dazu
Liebe ganz genau auf den Cent

 

 

 

 

 

 

 

Weich

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Einen Stein Fels Berg
Mit der gleichen Zärtlichkeit
Umfangend wie ein Kätzchen Kaninchen einen Hund

Einer Blume vollendetete Verletztlichkeit
Empfindend läßt Dich unverletztlich sein
Schönheit vergeht nie steigt wieder nur gen Himmel auf

Einem Menschen anverwandt fest ins Auge blickend
Erschaust Du hinter Fleisch und Form tränenumflort
Nur Dich und mich einig Göttlichsein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hart

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Wenn Du Dich unfrei fühlst
Dann brich aus und lasse Deine eigenen Gefangenen frei

So Du die Welt als schlecht erlebst
Sei Ihr Ihr gut umfassender noch jenseits von gut und böse

Da Du Dich nach Liebe verzehrst liebe
Lass ab von nur lieb sein und lieb haben

Hast Du Angst vor einem Herrn Gott genannt
Wechsele die Seite hin des auch weiblich Göttlichem

So Du Lüge und Betrug verachtest
Du bist allzeit in allem wahrhaftig

Schnürt  Angst Dir die Kehle zu
Sprich schenke sei immerda Vertrauen

Wenn Du der Kriege leid bist
Stifte Frieden in und mit Dir

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Von den letzten Dingen

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Dinge sind geronnenes Licht
Sichtbar gewordene Gedanken
Manifestierter Wille
Gezeugter Ideen Kind

Sich schenkendes Licht
Sich opfernde Kraft
Der Freiheit
Zu lieben

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aus alt mach neu

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Sie aber sagten Dir
Und das war ein Befehl
Du sollst Gott Deinen Herrn lieben
Und Deinen Nächsten wie Dich selbst

Und Sie sagten Dir zugleich
Und das ist ein verurteilendes Strafgericht
Du seiest mit einer Erbsünde auf die Welt gekommen
Und Dein Vater habe Deiner Mutter die Unschuld genommen

Und Sie dabei befleckt
Ich jedoch lade Dich ein mit mir zu feiern
Liebe Dich selbst dann wirst Du Deinen Nächsten
Und das Göttliche lieben denn alle drei sind eins

 

 

 

 

 

 

 

Die Schafe

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In alten fernen Zeiten
Damals noch als Alles anders war
Wer kann Es wissen wer war dabei wer hats gesehn
Graste der Schafe Herde

Frei unter dem Himmelszelt
Auf hügeligem Steppenweideland
Behütet von Schäfern und deren Hund
Wölfe hielten Sie fern

Dann wurden die Schafe in Gatter gesperrt
In Stallungen gepfercht
Ab und an fehlte eines
Der Böcke Lämmer und  schwarzen Schafe

Die Mär ging um Sie werden getötet
Und von den Menschen verspeißt
Die Wolle geschoren das tat nicht weh
Und war im Sommer angenehm

Weide meine Lämmer weide meine Schafe
Sprach einst ein Hirte zu Dir
Heute sind die Schafe wieder frei
Ohne Hirten ohne Hund

 

 

 

 

 

 

 

Himmlisches

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Warum ist die Welt so geqäult
Die Menschen oft so böse
Bekämpfen sich Religionen
Gibt Es immer noch Kriege

Angst Lüge und Betrug
Mangelt Es an Gerechtigkeit
Klaffen Arm und Reich weiter auseinander
Vertragen sich die Völker und Ehepaare nicht

O warum läßt Du das alles zu
Weil ich Dir die absolute Freiheit schenkte
Was darf muß soll und kann ich dann dafür tun
Lieben nur lieben

 

 

 

 

 

Sich verschenken

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Wenn Du einem wüstenstaubbedeckten Beduinen schwärmst
Ach diese Vase jener Teppich ist wunderschön
Dann schenkt Er Es Dir unvermittelt
Dies abzulehnen wäre eine Kränkung der Gastfreundschaft

Nein das kann ich Dir nicht vermachen
Das habe ich zum Geburtstag bekommen
Nein tut mir leid oha Leid höre selbst zugefügt
Ein altes Erbstück meiner Großmutter bedauere

Das Leben selbst bekamst Du geschenkt
Die Luft zum atmen
Die Erde und all Ihre Wesen nähren Dich
Sonne Mond und Sterne schenkten Dir Ihr Licht