Göttliches

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Wenn Du Dir vorstellen kannst
Ein Stein auf den Wegen aller Menschen zu sein
Dich als eine Stufe auf der Himmelstreppe fühlst

Ja Dir zutraust
Die Schuhsohle des Göttlichen zu sein
Das natürlich Barfuß läuft dann bist Du Es

 

 

 

 

 

 

 

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Mutter Erde

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Gestern war ich bei unser Aller Mutter Erde
Zu Kaffee und leckerem selbstgebackenem Kuchen eingeladen
Wir saßen auf dem höchsten Berg der Welt

Und mit Ihrem gütigen Lächeln
Fragte Sie mich na mein Sohn
Was hast Du bisher so alles dargelebt

Ich nahm einen Schluck aus dem Wasserglas
Das ich still mit einem Dank segnete
Denn achzig Prozent des Körpers

Besteht wie das Verhältnis der Weltmeere
Zur Landmasse aus diesem Seelenelement
Und ebenfalls lächelnd sprach ich also

Ich habe so viel an Lebens und Todeserfahrungen
Gesucht erlebt und erfahren als möglich
Im Zivieldienst Sterbende auf der Pflegestation betreut

Psychisch Kranke in einem Bezirkskrankenhaus
Die Leichen im Schwabinger Krankenhaus aus den Totenkammern
Über Kellergänge in die Pathologie gefahren

Denn Es genügt nicht einfach den Tod anzuerkennnen
Sie wollen immer ein Organversagen eine Krankheit
Auf einer psychosomatischen Abteilung einer Privatklink

In einer Klinik für Multiple Sklerose Betroffene
Auf einer Intensivstation im Internen Krankentransport
Und in einer Urologischen Privatklinik geholfen

Zuletzt als Sozialbetreuer für Schwer und Mehrfachbehinderte
In einer privaten anthroposophischen Wohngemeinschaft mit elf
Zu Betreuenden dann Aktmodell Hausmeister Gärtner

Umzugshelfer Wändeanstreicher Taxifahrer
Hausmann Büchhändlergehilfe Schauspieler
Regiseur Sänger und Trommler Sterbebegleiter

Ehemann Adoptivater Scheidungsvater Arbeitsloser
Schriftsteller Lyriker Dienstleister und
Da nickte Mutter Erde und sprach nur    Und

Ich antwortete ich habe die Welt nicht verbessert
Ich habe nur die Angst eingeatmet und Lieben ausgeatmet
Da stand Sie auf umarmte mich und Weinte und Lachte zugleich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zeitverwehn

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Früher glitt das Leben
Sonnengleich sternenhaft ineinander hin
Dann mechanisch zeitgetaktet

Gefangen nun in metallner Uhr
Qarzgesteuert tausendelster Sekunde
Ist die Zeit am Ende aus der Spur

Sie verfließt verdunstet nun
Alle hetzten wie zum Sommerschlußverkauf
Wollen müssen schaffen tun

Doch warts ab die Zeit steht stille
Atmet aus was lange ward gestaut
Dann wenn die letzte Sekunde verwehter Wille

Beginnt was nur vergessen und verdrängt
Etwas das schon immer war
Was die Welt im innersten zusammenhält

 

 

 

 

 

 

Der Vergangenheitsforscher

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Weil was selten vorkam
Gäste bei Muttern alsbald verstummten
Wenn ich Knabe das Wohnzimmer betrat

Ihre Geschichten ersterben ließen
Wohl verbergend vor dem Jungen
Erwachte in mir der Herzenswunsch

Alles zu verstehen und der Geschichte
Ergebenster Diener und Bote zu sein
Also forschte ich im abgelassenen

Ludwigskanal nach weggeworfenen
Helmen Gewehren und Stabbrandbomben
Wurde Mitglied der Naturhistorischen

Gesellschaft Abteilung Vorgeschichte
Und sammelte allehand Zeugnisse
Menschlichen Wirkens berede in Ihrem Schweigen

Wer die Schatten der Vergangenheit
Nicht in der Gegenwart durchlichtet
Dem verdunkelt sich die Zukunft

So zündete ich denn gleich die Lampe
Meines Geistes an und das Unlicht
Heulte kläglich verlöschend auf mehr braucht Es nicht

Die Schatten der Vergangenheit
Im Jetzt erhellend erschließt
Die Zukunft golden strahlend schön

 

 

 

 

 

 

 

Niemandsland für Alle

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Das Niemandsland für Alle
Liegt ringsum eines jeden Landes
Königreiches Republik und wie Sie alle heißen

Natürlich auch darüber
Und untendrunter
Versteht sich

Dort gibt Es keine Regierung
Denn Alle reagieren und Alle
Agieren wenn Es um die Liebe geht

Jedes gibt was Es hat und kann
Keiner vorenthält irgendetwas wem
Oder verkünstelt verknappt

Den Reichtum des Lebens
Jede Seele tut was Sie talentiert kann
Jeder Geist liebt was Er tut

Da Alle mit sich selbst
Und dem Leben an sich in Friede ist
Gibt Es weder Militär noch Kriege

Das Wasser ist geehrt wie ein Gott
Die Luft verehrt gleich einer Göttin
Das Feuer bewundert wie ein Göttliches

Und alles erdige stofflich Materielle
Wie die Große Urmutter bedankt geschätzt
Kinder sind allen und Tiere aller Geschwister

Manche nennen dieses Land Fantasien
Utopia Nirvana Himmel oder einen Traum
Eine Fiktion oder Illusion

Ich der bescheidene Träumer
Irrealer Fantast und bekennender Utopist
Bezeuge Es selbst schon gesehen und betreten zu haben

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Türkei

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In den 70er Jahren als Anhalter
In einem Dörfchen an der Brücke über den Fluß stehend
Kam eine Küchenschürze tragende mütterliche Frau

Auf meine Freundin und mich zu
In der Hand eine Nudelsalatschüssel
Die Sie uns Fremden Reisenden schenkte

Attatürk verbot die traditionelle
Wollene rote quastengeschmückte Kopfbedeckung
Den Fez was dem gleich kommt

Wenn in Bayern der Trachtenhut verboten würde
Gel gör beni ask neyledi
Sieh was die Liebe aus mir gemacht hat

Der Titel eine Liedes der Sufitradition
Und Rumi der in Konia lebte und wirkte
Der Goethe der Türkei und Sein Freund Shams

Der Freigeist Schiller des Orients
Sind die verblüffende Spiegelung
Des welthistorischen Weisheitssatzes
Das Licht kommt aus dem Osten

 

 

 

 

 

 

Griechenland

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Still und ruhig verläuft mein Leben
Mit meinen Schafen in den Hügeln
Tälern Hängen und Bachesauen

Meine Flöte von Pan gestaltet
Spricht mit den Feen Sylphen
Undinen und Berggeistern

Manchmal trage ich die Lyra mit mir
So bin ich ein Lyriker obwohl des Lesens
Und Schreibens nicht mächtig

O ja die Götter
Ich höre Sie zürnen
Mit Donner und Blitz

Und wenn gelegentlich
Die Erde bebt streiten Sie
Das die Säulen der Tempel

Stürzen und wanken
Gleich ob die des Apoll
Zeus Aphrodites oder Heras

Einsam ist mir selten
Denn mein Tempel ist die Welt
Und die Göttin Liebe überspannt
Alles Leben mit Ihrem prächtgen Himmelszelt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jetzt

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Die alten Zeiten sind vorbei
Da Vergangenheit unabänderlich bedrückt
Alle  Zukunft grau verhangen scheint

Heute jetzt und hier verzückt
Entlässt Du was einst war vergebend
In den Ozean der Unermesslichkeit

Bist der Zukunft zart ergeben
Wie ein Same sehnend in der Erde Nacht
Bist im Heute Jetzt und hier
Liebend alles Leben freudig nun erwacht

 

 

 

 

 

 

 

 

Heilige Mathematik

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Ich gestehe in Rechnen eine 0 zu sein
Dennoch habe ich mir einen Lehrsatz verinnerlicht
Wo die Liebe rechnet ist Sie bettelarm

Und hier der Beweis
1 und 1 ist 3
Weil ein Einzelnes Blume Stern Auto Schockolade

Nichts ist als fast 0
Erst wenn ich Es geschenkt erhalte oder mir erwerbe
Sind wir 2 falsch drei

Denn weil ich Es mit Dir teile
Seis verschenkt oder geteilt vermehrt
Dir nur einfach erfreut darüber erzähle
Ist 1 und 1 alle guten Dinge sind 3