Bedrängnisse

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Bedrängnisse sind ein Teppich voller Gnaden
Eine Weisheit des Orients
Und so entsteht der Diamant

In der Finternis und
Bedrückenden Dunkelheit
Der Erdentiefe

Zeigt sich im Konflikt
Des Pudels Kern
Ob Er beißt oder Freude wedelt

So wie auch der Wert
Eines Diamanten nur erkennbar wird
Wenn Er aus der Fassung gebracht

 

 

 

 

 

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Wiegen

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Ich sah einen Grashalm
Sich im Winde wiegen

Bienen verzückt
An den Blüten eines Baumes

Und einen Vogel hingegeben
Das Lied des Herzens singend

Ich sehe Dich und mich
Ja das Leben selbst in alledem

 

 

 

 

Von den letzten Dingen

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Indem Du zu den letzten Dingen vordringst
Gott und Götter erkennend benennst
Nein Göttliches und Werdendes

Eher Sie zuläßt
Tod und Teufel durchschaust
Nein Wandlung und Trotz

Religion und Tradition
Scham Schuld und Sünde fahren läßt
Sexualität mit Spiritualität verbindest

Erschließt sich Dir die Wirksamkeit
In und hinter den Dingen wesenshaft
Als Wirklichkeit des Liebens

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Apokalypse

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Die Welt wird nicht untergehen
Weder durch atomare Verstrahlung
Noch eine sogenannte Klimaerwärmung

Auch kein Meteorit zertrümmert Sie
Noch erfriert Sie eine mögliche Eiszeit
Denn nur Du allein

Mit Deinem Denken und Fühlen
Deinen Unterlassungen und Taten
Bewirkst gestaltend das Antlitz der Welt

 

 

 

 

 

Empfindsam

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Mit Deiner Sanftmut wirst Du Steine erweichen
Und Deine Zärtlichkeit Eis zum Schmelzen bringen

Deine stürmische Kraft hurtig wie der Wind
Fegt allen Staub überkommener Vergangenheit hinweg

Deine unbestechliche Wahrheitsliebe wird
Jegliche Angst entblößen und Lug und Trug erhellen

Dein eindeutiger Wille Lähmung und Trägheit
Gesunden und feurig beflügeln

 

 

 

 

Du bist

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Du bist ein Kind des Weltenalles
Eine Tochter Mutter Erdes
Ein Sohn der Sonne

Du bist das erste und letzte
Sandkorn am Strand
Qualität jenseits der Zahl

Du bist der Menschheit Gestalter
Denker Fühler Wirkender
Das Gesamtkunstwerk des Lebens

Du bist die Antwort
Der Frage nach sich selbst
Reines vollkommenes Selbstbewußtsein

Du bist Wille Weisheit und Kraft
Geist Seele und Körper
Inhalt und Form

Du bist mir
Und ich Dir
Liebende im Wir

 

 

 

Der  Wolkenbeobachterin gewidmet

 

 

 

 

Ich bin

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Ich bin ein Wohlhabender unter armen Reichen
Ein Prinz zwischen Lohnsklaven
Ich bin ein Sehnsüchtiger unter Gelangweilten

Freudetrunken unter Depressiven
Ein Verspielter unter Verernsteten
Ich bin ein Einsamer Alleiniger zwischen Vereinsamten

Ich bin ein Selbst zwischen Selbstverlorenen
Ein Träumer unter alpträumenden Traumatisierten
Ein Entwerdender Werdender bin ich den bloßen Existenzen

Würdig den Entwürdigten
Und achtsam den Verachteten
Inmitten aller Angst Liebender

 

 

 

 

 

 

Schnittstellen

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Schnittstellen der Liebe sind
Parkbänke auf denen schon ein Mensch sitzt
Und ich setze mich grüßend dazu

An der Kasse im Lebensmittelladen
Für die Schlange nach mir
Den Warenbegrenzungsstab zurechtlegen

Unerwartet auf meine rechtsverbürgte Vorfahrt
Verzichten und mit Handgeste und Augenkontakt
Den Verkehrsteinehmer einladen

Brücken des Liebens
Dein Lächeln Deine Achtsamkeit
Hier und jetzt

 

 

 

 

 

 

 

Fragwürdig

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Ein Rechthaber ein Zyniker und ein Spinner
Warteten an einer Bushaltestelle
Es regnete in dem Wartehäuschen

Der Bus hatte Verspätung
Und ein Straßenhund gesellte sich
Verdruxt Schutz suchend dazu

Da bekam Er einen Tritt
Und der Hund biß Ihm in die Hose
Rein der selbstschützenden Abwehr wegen

Der Spinner verließ das Häuschen
Ging hinaus in den Regen
Und der Hund folgte Ihm

 

 

 

 

Ich

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Als ich erlernte
Zu mir Selbst
Als von einem ICH
Zu sprechen erschuf Ich
Das Du getrennd von mir

Und verlor mich
Ehedem von mir als Selbst
In der dritten Person sprechend
In die Welt geteilten Seins
Das viele Iche enthält

Die Ge und Verschiedenheit
All jener fremden Iche
Bereitete großen Kummer
Darin ja Feindseeligkeit
Und Unverstand einhergingen

Bis ja bis Ich
In den innersten Tiefen
Den weitesten Höhen
All jener und mir
Das Urich freudig wieder fand