Archiv der Kategorie: Willkommen

Der Brief

Standard

 

 

Du kennst mich nicht
Und doch bin ich ein Wesensteil von Dir
Auch ist das Briefeschreiben heute aus der Zeit
Ich bin Ihr eh verloren längst erstorben

Was dieser Tag mir war
Das magst Du selbst erspüren
Oft habe ich zu Dir hingesonnen
Wärmende Strahlen zu Dir hingesand

Ich bin der Welt verloren
Dir unsichtbar ja unbekannt
Doch soll Dein Auge sich erfreuen
Tanzen Dein Herz wie neugeboren

Es ist nur eine Spur
Die hier gelegt wohl zu Dir selber führt
Lass mich Dein Wegbegleiter sein
Nur jetzt in diesem heilgen Augenblick

Was ich auch denke
Sinne blinkenfühlend spüre
Nur eine Blume findet Worte hier
Der Abend mondendämmert
Ich bin in Dir mit Sternefunkeln

Und wenn das Lid der Augen
Sich wolkengleich vor die Gedanken schiebt
Der Schlaf uns süß vereinigend umfängt
Sind wir Getrennte einst
Eins am Himmelzelt als leuchtendes Gestirn

 

 

 

 

 

Advertisements

Spiegelung

Standard

 

 

 

Meine Wiege stand in einfachsten Verhältnissen
Ohne Bad Toilette in der Wohnung einer Nazistadt
Kein Kinderzimmer vaterlos butterlos margariniert
Ohne Kühlschrank Telefon Fernnahseher

Heute lebe ich herzensreich in einer Villengegend
In einem Wochenendhaus ebenfalls ohne Heizung
Mit Holzöfen bei akademisch Reichen auf dem Land
Seelisch geistig spricht mein Nachbar über den Zaun

Von Überbevölkerung und ich fragte Ihn
Ob Er sich denn auch dazunehme oder
Nur die Anderen Vater ist Er kürzlich geworden
Was ist da zuwenig was zuviel

 

 

 

 

 

Ich bin kein Mensch

Standard

 

 

 

Heute saß ich an einer Bushaltestelle
Neben einem mit sich Selbst
Gott und der Welt vor sich hin sprechendem
Aus einer Bierflasche nuckelndem Menschenbruder

Er schimpfte wütend über das Scheißdeutschland
Und das hier alle wahnsinnig und verrückt sind
Es sei nicht zum Aushalten
Er ertrage Es nicht mehr

Ich sah Ihn seitlich unverwand an
Wo willst Du denn dann hingehen
Er deutet auf den Boden
Hier drei Meter weiter unten

Doch Der da Oben
Nehme Ihn einfach nicht
Angerührt berührte ich Ihn
An der linken Schulter

Lass mich
Fass mich bloß nicht an
Drohend gekränkt wütend
Und ja hasserfüllt

Kriege werden geplant
Vorbereitet und durchgeführt
Von den Abgöttern Waffen
Den Menschen

Ich bin kein Mensch
Und halte Es mit Nitzsche
Der den Übermenschen kündet
Ich bin ein Sternenwesen Stein Pflanze Tier

 

 

 

 

Der Engel

Standard

 

 

 

Als ich drüben war
Auf der anderen Seite
Anderswelt Jenseits genannt

Dort wo Es keinen Schleier gibt
Traf ich auf einen Engel
Einen Cherub diamantklar

Was hast Du auf Erden getan
Ohne Vorwurf frei von Mitleid
Reiner Heiliger Ernst tiefstes Mitgefühl

Ich wollte lieb sein
Wesshalb Um zu überleben
Und Lieb haben meines Mangels wegen

Dann Ja dann begann ich zu hinterfragen
Und Alles stürzte in sich zusammen
Weiter Ich starb Mehrfach Immer wieder

Zuletzt Zuletzt durchschaute ich
Und erkannte benannte bannte
Dann liebte ich und bin seitdem bei Dir

 

 

 

 

 

 

Wiegen

Standard

 

 

 

Ich sah einen Grashalm
Sich im Winde wiegen

Bienen verzückt
An den Blüten eines Baumes

Und einen Vogel hingegeben
Das Lied des Herzens singend

Ich sehe Dich und mich
Ja das Leben selbst in alledem

 

 

 

 

Du bist

Standard

 

 

Du bist ein Kind des Weltenalles
Eine Tochter Mutter Erdes
Ein Sohn der Sonne

Du bist das erste und letzte
Sandkorn am Strand
Qualität jenseits der Zahl

Du bist der Menschheit Gestalter
Denker Fühler Wirkender
Das Gesamtkunstwerk des Lebens

Du bist die Antwort
Der Frage nach sich selbst
Reines vollkommenes Selbstbewußtsein

Du bist Wille Weisheit und Kraft
Geist Seele und Körper
Inhalt und Form

Du bist mir
Und ich Dir
Liebende im Wir

 

 

 

Der  Wolkenbeobachterin gewidmet

 

 

 

 

Ich bin

Standard

 

 

 

Ich bin ein Wohlhabender unter armen Reichen
Ein Prinz zwischen Lohnsklaven
Ich bin ein Sehnsüchtiger unter Gelangweilten

Freudetrunken unter Depressiven
Ein Verspielter unter Verernsteten
Ich bin ein Einsamer Alleiniger zwischen Vereinsamten

Ich bin ein Selbst zwischen Selbstverlorenen
Ein Träumer unter alpträumenden Traumatisierten
Ein Entwerdender Werdender bin ich den bloßen Existenzen

Würdig den Entwürdigten
Und achtsam den Verachteten
Inmitten aller Angst Liebender

 

 

 

 

 

 

Handle

Standard

 

 

 

Was soll ich tun
Was Du willst
Weißt und fühlst

Was soll Es sein
Was Du willst das sei
Sei Du Es selbst

Wie kann Es geschehn
Sieh die Sonne lehrt Es Dich
Die Sterne weisen Dir den Weg

Und der Mond regelt und begrenzt
Den Rythmus und der Zeiten Lauf
Wie alles Leben Weisheit birgt und wirkt

 

 

 

 

 

 

Hymne an VaterSonne

Standard

 

 

 

 

 

Wir sind Dir unsäglich dankbar
Du Lebenslichtspender
Wir Deine Töchter und Söhne
Geschöpfe des Tages und der Nacht

Denen Du das Augenlicht geschenkt
Uns an Deinem Glanz erfreuend
Deiner Glorie erhebend
Jenseits der Nacht angstvoller Verlassenheit

Erlernen wir Deine Flamme auf dem Altar
Des Herzens zu entzünden selbst Priester des Lichts
Zu jener Morgenröte die unendlich badet in Deinem Gold
Nein selbst den Reisenden in der Wüste

Läßt Du nicht verdursten nur je nahm Er
Zuwenig Wasserschläuche mit Vorrat an Liebe
Für Mensch und Tier
Mangel ist Deiner Güte fremd

Wärmen uns Deine Strahlen
Gleich der Umarmung der Geliebten
Und zwischen zwei Menschen
Nur Licht

Das geronnen zu Stoff sich opfernd
Uns allerlei Spielzeug
Auf Mutter Erdes Körper schenkt zur Kurzweil
Übend steigt der Lehrling auf zum Gesellen

Meister des Lichts ist das Ziel
Welches immer ungeteilt strahlt
Für die angeblich Bösen und die vorgeblich Guten
Jenseits der Gegensätze vollendetes Lieben Du

 

 

 

 

 

 

Zwiesprache

Standard

 

 

 

Du meinst
Wenn ich einen Tag schweige
Sei ich verstummt
Ach immerda
Spreche ich mit Dir

Nie schweigt mein Geist
Der Sonne sendet Er Botschaften
Den Sternen Liebesbriefe
Und meine Seele fliegt zu Dir

Nur so ich schweige
Ist Es zuviel
Und ich warte demütig
Bis sich mir Worte bilden
Dir das Unaussprechliche

In Bilder zu kleiden
Denn nur wenn ich nackt bin
Erhalte ich ein Gefühl dafür
Dir den blauen Sternenmantel zu schenken