Archiv der Kategorie: Willkommen

Himmlisches

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Heute sage ich Dir ein Geheimnis
Ich bin aus der Einheit
In die Vielheit gegangen
Habe mich vervielfältigt

Scheinbar verloren
Bin in Dir in Ihr in Ihm
Auf neue wiedergeboren
Was Du dem bist

Was Du da draußen
Glaubst getrennt zu sehen
All das bin ich
Wer Es erfühlt begreift
Wird Es erleben und verstehen

 

 

 

 

 

 

 

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Sie

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Manchmal ist Sie ein Scherbenhaufen
Ein Eimer rostiger Nägel
Erbochenes

Öfter eine Schale randvoll mit Tränen
Mythischer Kelch gefüllt mit Blut
Schatzkästlein überquellenden Geschmeides

Dabei ist Sie aller Wirkung Anfang
Sprache Göttin der Sinne allemal
Vibrierend pochend wie Dein Herz Dir Leben schenkt

 

 

 

 

 

Wir Kinder fragen klagend

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Sag Mutter Erde gütige
Wesshalb machen sich die Menschen hier auf Dir
Das Leben ach so leidvoll schwer

Sprich Vater Sonne strahlender
Wie geht Es an das soviel Dunkelheit
In Deinem lichten Sein hernieden herrscht

Meine geliebten Kindlein
Seht die Geburt daselbst
Eng ist die Pforte und schmal der Kanal

Gepresst und blind von Schmerz begleitet
Entbindet sich das kleine Kind
Dem maltretierten Mutterschoß

Ihr Strahlen lichter Götterfunken
Das Nacht und Finsternis entscheide
Der Sonne gleißende Helligkeit beschneide

Habt Ihr die Qual dunkler lichter Wahl
Bis eines Tages ihr selber dessen überdrüssig
Jenes Wechselspiels der Freiheit Wahl getroffen habt

 

 

 

 

 

 

 

 

Hart

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Wenn Du Dich unfrei fühlst
Dann brich aus und lasse Deine eigenen Gefangenen frei

So Du die Welt als schlecht erlebst
Sei Ihr Ihr gut umfassender noch jenseits von gut und böse

Da Du Dich nach Liebe verzehrst liebe
Lass ab von nur lieb sein und lieb haben

Hast Du Angst vor einem Herrn Gott genannt
Wechsele die Seite hin des auch weiblich Göttlichem

So Du Lüge und Betrug verachtest
Du bist allzeit in allem wahrhaftig

Schnürt  Angst Dir die Kehle zu
Sprich schenke sei immerda Vertrauen

Wenn Du der Kriege leid bist
Stifte Frieden in und mit Dir

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Gefängnis

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Das Gefängnis
Darin eine Zelle
Organe bestehen aus vielen Zellen
Viele Zellen bilden einen Körper

Der Insasse hatte die Aufgabe
Ihm sich selbst gestellt
Täglich durch ein Loch in der Wand
Ein Kasiber hinaus in die Welt zu schieben

Was darin verschlüsselt steht
Wird niemand erfahren niemals öffntlich
Nur die Freien wissen darum
Sind befähigt die Geheimschrift zu entschlüsseln

Dann fühlt sich der Gefangene
Frei wie ein Vogel
Und die Freien da draußen
Fühlen sich wie eine gefangene Katze

Bereit den Käfig das Gefängnis
Nicht mehr zu sehen
Denn zwischen den Atomen des Gemäuers
Und den Gitterstäben ist nur reinste Luft

 

 

 

 

 

Musizieren

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Da ist die Stille
Grundloser alles gründender Klang
Frei von jeglicher Angst Hast und Getriebenheit
In Ihr schwingt der tonlose Ton
Und die Melodie jenes Liebesliedes
Aus dem alles Leben hervorquillt

Du bist ein einzig Ohr
Das Es vernimmt Dich dahin abstimmt
Stimmgabel die Du bist
Gelangst in Schwingung rückhaltlos
Ungehhalten gibst Du Dich hin
Beginnst zu tanzen seinsverzückt

Dein Körper ist der Konzertsaal
Deine Seele das Orchester
Dein Geist der Dirigent
Mit Deines Mundes Sprache
Sprichst singst Du nur von dem Einen

Die ganze Welt ist Dein Puplikum
Das hören will Dir hörig ist
Bebend in Ergriffenheit
Fließen Tränen sich lösenden Schmerzes
Erschallt Lachen heiterster Befreiung
Und der schallende Beifall erfreut die Engel noch

 

 

 

 

 

 

 

 

Malen

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Das Weiß der leeren Leinwand lichtvolles
Einladend jungfräuliches Ermöglichen
Alles ist offen freudig bereit

Dann ein Grün
Hoffend natürlich tragendes Leben
Wachstum atmendes Sein

Jetzt ein Rot
Reine Kraft des Wollens
Blut treibt handelnd Innerstes nach außen

Endlich Blau
Das kühlend geistige Klarheit
Ruhe und treue Stetigkeit verbreitet

Gold ja Gold
Die Sonne überstrahlt als Königin
Göttin alles Leben nährend reich

Und Schwarz
Wie das Vergessen nur des Neuen Tages
Und Schmerz und Tod liebender Heilung harrt

 

 

 

 

Für Pablo Picasso

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Geliebte

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Er ist wunderschön
Weil Seine Augen strahlen
Nicht muskelbepackt sind Seiner Hände wohlgeformt
Er ist groß ganz von innen her

Wenn Er spricht richtet Er auf
Was Er tut und wie ist Anmut
Wohlgesetzt achtsam würdevoll
Lächeln Sein Reichtum

Kein Rechthaber dafür klug und weise
Ist Seine Art von Adel unverbildet schlicht
Und wenn Er geht schreitet ein Herzenskönig
Ich liebe Ihn in mir und Dir

 

 

 

 

 

 

Ich weiß nicht

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Ich weiß nicht
Bin ich der Keim im Saft
Die Idee der Wille fühlender Kraft
Bin Saatkorn Ei Same und Licht

Ich weiß nicht
Bin ich Geschöpf oder Schöpfer
Trunk von Wasser oder Wein
Gefäß oder Töpfer allein

Ich weiß nicht
Bin ich Kind Mann Weib oder Greiß
Wütend ängstlich traurig oder voll der Freude
Bin ich Tier Mensch Engel nur Göttlich heute

Ich weiß nicht
Und fühle doch zutiefst
Ich ahne bin Der den Du riefst
Du bist in mir und ich in Dir Licht

 

 

 

 

 

 

Ist

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Da ist der Himmel
Und die Erde
Die Luft
Das Feuer
Und Wasser

Der Stein
Die Pflanze
Und das Tier
Menschen diesseits und jenseits

Naturgeister
Engel
Die Götter
Und das Göttliche

Da bist Du
Und Ich
Wir alle verbunden
Liebend vereint