Archiv der Kategorie: Poesie

Freiheit

Standard

 

In einer Versammlung einer Menschenmenge
Also versammelter Menschenwesen wie gerade
Verspürte ein Mann die Präsenz eines seltsamen

Beunruhigenden Nachbarn und sprach Ihn an
Wer bist Du Du gehörst nicht zu uns Fremder
Ich bin der Du dereinst auch warst immer bist

Himmlisch und irdisch vereint geeint zugleich
Was willst Du dann noch hier oder schon wieder
Laß uns in Ruhe Ihr habt uns vergessen

Nein Bruder seit Ihr die Freiheit gewollt
Und als Euer Größtes Geschenk des Lebens
Erhalten verrietet Ihr Sie verkauftet Sie

Fürchtet Sie noch heute zutiefst denn
Keiner ist der Dir sagt was Du zu tun
Zu lassen hast Verantwortung will nur

Fragen freien doch Deine Angst engt
Schnürt Dir die Kehle ab bis zum
Erstickungstot seelisch geistig epidemisch

Was anderes ist denn das was Du gerade
Erlebst Ich hasse Dich sprach der Mann
Behalte Deine Freiheit Sie verwirrt nur

Schafft Unruhe Zwietracht säet Trennung
Gut wie Du willst ich bete keine Angst an
Noch ist mein Gott ein Gefangener wisse

Die Liebe nur fürchtest Du Bruder
Das ist Deine Gottesverachtung mein Geliebter
Selbsthass Lebensverachtung Liebende lassen einander frei

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Geisterstunde

Standard

 

Der Zeitgeist der der Unendlichkeit
Und jener der Ewigen Freiheit
Saßen Kuchen naschend im Cafe

Nun denn wie hab ich das gemacht
Alle ducken sich gebeugt was für ein Spaß
Wie haben wir triumphierend hämisch gelacht

Wohlan die Geister scheiden sich
Bald ist Es vorbei zuende
Das wiederholte Weltgericht bringt Wende

Je nun in aller Wahrheit lichte Ewigkeit
Vergeht was Angstens Werk verdunkelt
Besteht alleinigend des Liebens Wirklichkeit

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Schöngeist

Standard

 

Ein Schöngeist sehnte sich nach Schönem
Drum suchte Er und fand nur wenig ehedem
Ei sprach Er hurtig und geschwind

Ich selber wie der Sausewind
Erschaffe wirke baue mir von Papier
Ein Pförtchen Tor ins Paradies

So nahm Er Feder Tintenfaß zur Hand
Und hielt die linke Wange lockend hin
Auf das die Muse unrasiert Ihn küsse

Doch ach die Holde war gerade anderweitig
Schon vergeben da trat an Ihrer statt der Dunkel Fürst
An Ihn heran mit eitlen Worten scharfer Rede Sinn

Ein Schauder ward dem feingesinntem Manne
Das Er sich schütze und den Dunklen banne
Ein Geisteskampf in Seiner Stube nun entfacht

Da halfen Kerzen viele auch nicht mehr
Was hülfen Fackeln oder Brüllen
Wenn die Leut net sehen wüllen

Er schrieb noch letzte Worte von zitternder Hand
Die Sinne schwinden mir ich steige falle
Bin nun hier bei Dir im Deutschen Vaterland

 

 

 

 

 

 

 

Jahreshoroskop

Standard

 

Die uralte Sternenkunde heute nur Astronomie
Wissenschaftlich als Spinnerei verachtet
Mit gebastelten NASA Bildchen geschmückt

Sieht Energielichter Brennpunkte von Kräften
Sendender Wellenenergie und das Horoskop
Ist nur eine Zusammenfassung der Wirkkräfte

Das heute destilliert komprimiert
Quintessenz Stein der Weisen besagt

Ansteckende Erkrankte in Quarantäne
Sind eine hygienische Schutzmaßnahme
Ein ganzes gesundes Volk ja die Menschheit

In Massenhaft isoliert zu zwingen ist faschistische
Terrordiktatur und immer scheint strahlt wahr
Die Sonne Licht Leben und Liebe sei Du wie Sie

 

 

 

 

 

 

 

 

Glaubenskrieg

Standard

 

Glauben findet im Kopf statt erfunden
Wissen Weisheit gründet im Herzen
Glaubst Du noch an Corona oder schon Covid 19

Ich weis das nicht der Pilz oder Parasit
Dafür das Milleu über Gesundheit entscheidet
Und der Intellekt sich vor dem Geiste entsetzlich

Fürchtet Ihn tötlich bekämpft so das ein Riß
Eine Spaltung durch die Welt gezogen wird
Wer ein Höriger der Angst oder Liebender ist

 

 

 

 

 

 

 

Das Allerneueste

Standard

 

Du ich muß Dir etwas Brandneues
Sagen wirklich Du wirst staunen
Kaum zu fassen so einfach wie Es ist

Was denn beruhig Dich mal
Mir altem Hasen neuen Wein
Einschenken ist nicht so leicht

Also das ist so ich habs erst heute
Ganz frisch erfahren Angst hat weniger
Macht als Lieben Kraft bewirkt gebiert

 

 

 

 

 

 

 

Käufliche Liebe

Standard

 

Im Naturrecht ist Lieben unverkäuflich
Doch die Warengesellschaft hat Sie verdinglicht
Welches ein Aberwitz ja nacktes Entsetzten ist

Als ich eben die örtliche Postfiliale betrat
Eine Briefmarke zu erwerben der Befehl
Maske Ausrufezeichen ich erklärte keine zu

Tragen und verließ die Stätte der Prostitution
Denn meine Seele zu verkaufen betrat ich den Laden nicht
Im Kaufladenmarkt dann Gesicht zeigend erhielt ich Sie

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Zuckerbäcker

Standard

 

Ja manche überfürsorgliche Eltern
Verbieten ihren Kindern Naschwerk
Wegen des fragwürdigen Zuckers

In meiner Bäckerei verwenden wir
Nur Zuckerrohr Dattelmelasse Liebe und
Honig geht doch wo ein Wille da ein Weg

Versüßen wir des Lebens gelegentliche
Ödnis zeitweiliger Bitterkeit und Langweile
Mit einem Pistazienstück Baklava und Halva

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Schlachthof

Standard

 

Eigentlich heist mein Beruf Schlachter
Doch ich nenne mich einen Schlächter
Jeden Tag das Brüllen der Todesangst

Der Fäkaliengeruch die angstzitternde
Athmosphäre der stumme Stumpfsinn
Lärmender Handlungen der Bolzenschuß

Ohne in die sterbenden Augen zu sehen
Aus Feigheit der Blut und Eingeweidegestank
Die zerstörten Körper das rohe Fleisch

Die Gewissheit zu morden töten vernichten
Zerstückeln Solange es Schlachthäuser gibt

Wird Es Schlachtfelder geben
Der Mensch ist was Er ißt
Ich habe heute gekündigt frißtlos

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verdichten

Standard

 

Ja die Zeiten verdichten sich
Wie mehrere ja Zeitlinien sind
Strahlenförmige mögliche Zukünfte

Und meine seelige Mutter raspelte
Rohe Kartoffeln  gab den Brei in ein
Tuch und verdichtete die Masse wringend

Bis der Kloßbrei trocken genug fürs Kochen war
Wenn ich täglich meine Zitrone auspresse
Freuen wir beide uns saftig im Gegensatz

Der hier ausgepressten Menschenwesen
Wird die verdichtete Zeit bald sehr bald
In sich zusammenfallen wie kalter Luftzug

Einem gehenden Hefeteig den Garaus macht
Und dann backen wir wieder Große Brötchen
Freuen uns aneinander feiern dicht an dicht