Archiv der Kategorie: Poesie

In der Hölle

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Ja ich war in der Hölle
Freiwillig auf eigenen Wunsch
Drei Türen führen zu Ihr

Die der Angst
Jene der Lüge
Und die der Unwahrhaftigkeit

Was war mein Beweggrund hierfür
Ach ich erlebe so viel Höllisches
Alltäglich um mich her dies zu erforschen

So betrat ich den Pfuhl
Durch eine Seitentür
Die des Verrates

Ätzender beißender Brodem umfing mich
Giftige Miasmen Schemen Geister
Gespenster und Phantome huschten umher

Da trat der Fürst der Finsternis
Sich mir verstellend  in den Weg
Du Tollkühner was entweihst Du mir diesen Ort

Ich der Fürst der Angst Herrscher der Lügen
König der Herzlosigkeit verbiete Dir
Weiter in mein Reich vorzudringen

O Shaitan Diabolos Widersacher
Teufel auch genannt Ahriman und Luzifer
Fühlst Du Dich wahrlich wohl

Wie was soll der Frage Fallstrick
Qäulender Sinn Nun ich bin gekommen
Dich zu befreien so Du Es denn willst

Treibst Du Schindluder mit mir Geplagtem
Erschwerst mir meine harte Arbeit noch
Mitnichten Urlaub Ferien biete Ich Euch an

Nun ähem also wie So soll der Packt
Mit Deinem Blut beschlossen sein
Du regierst die Hölle bis Ich mich erholt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Bei den Göttern

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Heute endlich
Nach langem Ringen
Drang ich zu den Göttern vor

Den Himmlischen den Vergessenen
Verleugnet und verfehmt
Von Wissenschaft und Religion

Gefastet Schlafentzug Drogen
Extatischer Tanz und verzückender Gesang
Nichts fruchtete doch dann öffnete sich das Portal

Der Dienerengel Einer
Was ist Dein Begehr Erdling
Und ich trug Es vor

Da führte Er mich in einen Saal
Der wändelos reiner Sphärenraum
Leuchtend schwingend Licht

Verklärt so unsichtbar
Eine Stimme machtvoll sprach
Sei mir willkommen Todesmutiger

Lange schon sahen Wir Dein Tun
Nun da Alles endet
Auf das Neues werde sprich

Seid mir gegrüßt
Ich bitte nicht für mich
Doch das der Menschen Herz erwache

Da erwachte ich
Und eine tiefe Traurigkeit
Und eine hohe Freude erfüllten mich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schweigen

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An meinem Geburtstag
Schenkte mir ein Freund versteckt
Zwischen selbst eingemachter Marmelade
Und seltenen Getreidemehlen

Das Büchlein
Die Heilkraft des Schweigens
Von H.Kazemzader-Iranschär
Einem Persischen Mystiker

Sogleich wollte ich eine Woche schweigen
Doch schon am dritten Tag
Lächelnd willenschwach
Spricht bricht Es aus mir hervor

Ich lasse Felsen krachen
Und schweige danach

Ich lasse Es Donnern
Und schweigend ruht das Erdenrund

Ich lasse die Meere tosen
Und Schweigsamkeit umfängt die Welt

Ich lasse die Winde brausen
Schweigend steht zitternd die Luft

Wie soll ich schweigen
Spricht doch unentwegt
Mein pochend Herz zu mir

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Macht

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Damals im Jahre 325 vor Christus
Eroberte ich König das nachbarliche Reich
Dann 1817 eine betörende Frau
Und wurde im Duell mit einem Nebenbuhler getötet

1997 eroberte ich die leitende Stelle
In einem Großkonzern für Karriereleitern
Und stürzte ausgebrannt querschnittsgelämt alsbald ab
Heute bin ich der Knappe des Königs der Schönheit
Und Seiner Gemahlin der Königin der Wahrheit

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Meister

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Schüler ich gebe Dich frei
Aber Meister
Sei still

Du hast Alles vernommen
Gehört und gelesen
Bist also ein Wissender

Aber Meister
Schweige längst saugtest
Du an den Brüsten Milch

Jetzt esse feste Speiße
Säe pflanze ernte
Aber Meister

Ruhe Du bist jetzt ein Meister
Gehe in die Welt hinaus
Und erweise mir die Ehre

Über mich hinauszuwachsen
Das sei Dein Geschenk an mich
Dank und Segen Dir

 

 

 

 

 

 

 

Danksagung

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Heute ist Venustag
Freitag frei freu Tag
Und ich habe Veranlassung
Dir meine Dankbarkeit auszusprechen

Still und stumm hier geschrieben
Für die Treue und mutvolle Leserschaft
Du Ihr in Europa Hongkong und den USA
Ihr das bist Du jeder Einzelne Mensch

Zusammen derzeit 152 Verrückte Künstler
Spinner Narren und lautere Tore
Die mich begleiten in die Abgründe
Und hehren Himmelshöhen des Herzens

Danke für Dein Sein
Denn der Mensch wird durch den Menschen erst
Geburtshelfer Hebammen sind wir einander
Geburtstag ist denn heute auch und ich feiere mit Dir

 

Hans Joachim Antweiler
Joaquim von Herzen

 

 

 

 

 

 

 

 

Stimmung

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Das Herbstlaub leuchtet
Die abendliche Sonne verglüht
Krähen krächzen im Fluge

Zart schimmert die Mondsichel
Nachtschwarz blinken die Sterne
Und mein Herz pocht zum Zerrspringen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als ich war

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Als ich ein Ritter war
Fand ich Es abstoßend ständig
Körper zerstechen und zerrhauen zu müssen

Als ich ein König war
Fand ich Es belastend ständig
Intrigiert und bedroht zu werden

Als ich ein Mensch war stimmte mich
All das Unmenschliche traurig
Und ich beschoß nur noch Liebender zu sein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Klima

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Über jedem Land so auch dem Deutschen
Liegt eine Aura des jeweiligen seelisch
Geistigen Klimas ausgebreitet

Das Seine Qualität einzig und allein
Aus der Summe all Seiner Bewohner
Und des Genius des Landes selbst bewirkt

Die Erfindung des unbegreiflichen
Klimaerwärmungsbegriffes fällt auf
Deren Erfinder zurück die die Athmosphäre

Mit geschürter medialer Angst
Schuldgefühlen offener und unterdrückter Wut
Nebst Trauer bis zu Depressionen vergiften

Dein Denken Fühlen und Handeln
Jene Gesinnung mitfühlenden Liebens ist allzeit
Athmosphärische Reinigung und Bereicherung zugleich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Religio Spiritualität

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Religion bedeutet Rückbindung
Und ich frage mich
Ob ich zurückgebunden sein will

Drei Säulen tragen den Lebensbogen
Kunst ehedem Wissenschaft nun Weisheit
Und einst Religion  Spiritualität heute

Verbundensein in Freiheit
Gebundenheit unter das rächende Gesetzt
Liebende sind Anarchisten des Herzens