Archiv der Kategorie: Poesie

Schweigen

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Heute schenke ich Dir reinstes Gold
Denn dies erklärt der Volksmund sei Schweigen

Was möchtest Du hören
Lob Tadel Schmeichelei
Nur ehrlich Gesprochenes
Einiges weglassend
Unter den Tisch gefallen
Oder die nackte ganze Wahrheit

Verlangt Dir nach Anreizen
Nach in Ruhe gelassen werden

Vertraulichem
Geheimnisvollem
Gewöhnlichem
Oder spannend Abenteuerlichem

Nichts von alledem
Nur beredes Schweigen

Was vermag ein friedlicher Tag
Dich beunruhigen
Besänftigen
Du schenktest Ihm Deinen Frieden

Schweigend geht die Sonne unter
Still geht Sie des Morgens wieder auf

Gut eines will gesagt sein
Ich liebe Dich
Und alles was ist

Der Buddha schweigt und lächelt
Jesus lacht schallend frei heraus

 

 

 

 

 

Apokalypse

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Die Staudämme und Brücken
Sie brechen nicht
Und wenn doch

Was da zerbirst zerfällt
Ist nur die Mauer um Dein Herz
Und der hohe Turm deines Hochmutes

Wie auch die abgefahrenen Straßen
Der Gewinnsucht schaler Gewohnheit
Aufgelöst werden

Die Nebel des Wahnes zerfließen
Und die Geistige Umnachtung verglüht
Im nie gesehenen Licht der Morgenröte

Deine klägliche Angst dahinschmelzend
Wie grauen Schnee in der Frühlingssonne

 

 

Türkei Jalowa 3.Juli

 

 

 

 

 

Ich das Leben Dein Freund

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Sie haben Dir beigebracht
Das Leben sei verflucht
Seit damals im Paradies wegen jener Eva
Und Ihrem Komplitzen Adam
Die sich dem Herrn ungehorsam erwiesen

Mit dem Tode bestraft und aus dem Paradies
Vertrieben mit Schmerz und Leid gerächt
Selbst bei der Geburt noch

Ich das Leben versichere Dir
Das ist eine ungeuere Bosheit
Dunkle Erfindung
Ein Fremndimplantat von Rache Schuld und Scham
Dir die Freude am Leben raubend
Deine Selbstachtung stehlend
Deine Würde schändend

Wahr ist das der Apfel der Erkenntnis reif war
Du Ihn freiwillig pflücktest
Sonst wäre Er verfault
Und Du nun das Abenteuer Mensch
Auf Erden erlebst

Feiere das Leben als ein Kunstwerk
Und tagtägliche Neuschöpfung
Unberechenbar sprühend spontan
Wie ein Kind am ersten Tag

Staune wundere Dich
Sei verzückt ob all der bunten Vielfalt
Der Kunstsinnigkeit einer Blume
Der Anmut eines Schmetterlinges
Der Reinheit eines Kindes

Lügen sind jene Parolen
Das Leben sei ein Existenzkampf
Selbst der König der Tiere
Treibt nur ein wenig Sport bis sich
Ihm die Gazelle stellt
Seinen fürstlichen Hunger zu stillen

Und schwer am Leben ist nur das Blei der Lüge
Die Freiheit Deiner Unabsichtlichkeit
Verleiht Ihm Leichtigkeit
Und was Du säest wirst Du ernten
Also schenke ein Lächeln und Es kehrt zu Dir zurück
Wolle wohl und Es ergeht Dir wohl

Schenke die Angst dem Licht
Dem Es an Nichts gebricht
Und wisse das Leben ist Lieben
Fühle mit Haut und Haaren
Rotz Blut Schleim und Tränen
Das Du immer geliebt bist
Von Anfang an
Bis an das Ende aller Zeiten
Unendlich ewiglich

Dankend hierfür
Dein Leben

 

 

 

 

 

 

 

Feiern

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Wenn das Leben kein Fest ist
Dann verkommt Es zur Fron

Leben Lebendigsein feiern
Ist überall jederzeit lieben was ist

Wenn der Tod eine Heimsuchung ist
Dann sind wir hier nur zu Gast für kurze Zeit
Werden heimgeholt in jene Welt
Nächtlichen Verweilens vorgeburtlicher Sphäre

Wer Leben und Tod
Diesseits und Jenseits
Gleich zweier Waagschalen würdigt
Ist furchtlos frei von Angst
Wie das Sonnenlicht
Dem Es nie an Glanz und Glorie gebricht

 

 

Türkei
Jalowa 7.7.17

 

 

 

 

 

 

 

 

Schauen

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Ich schaue dem Schatten zu
Den die Blume wirft

Sehe die Blume sich im Winde wiegend
Den Wind sehe ich nicht
Ihn zeigt mir die Schattenblume

Und den Kinderfuß sehe ich
Der die Blume unbesehen tritt
Und Ihren Schmerz fühle ich mit
Wie auch das Sonnenlicht nie zerbricht

 

Türkei
Byzanz
Konstantinopel
Istanbul 3.Juli

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich der Tod Dein Freund

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Ich bin immer bei Dir
Von Anfang an
Selbst Deine Geburt hier auf Erden
War der Tod Deiner vorgeburtlichen Welt

Sieben Tode kannst Du sterben
Der erste ist Angst
Zweitens die Lüge als ihr Komplitze
Mißtrauen ist das dritte Sterben
Fehlendes Vertrauen bringt dies hervor
Viertens Verachtung
Achtsamkeit bewahrt davor
Haß ist der Fünfte
Sechstens mangelndes Mitgefühl
Und siebentens das Vergessen
Deiner Göttlichen Abkunft

Du bist unsterblich der Seele nach
Dem Geiste Kind der Ewigkeit
Dein Körper Dir verliehen
Ein Blatt am Baume des Lebens
Das im Herbste welkt
Und goldbraun eh vom Zweige fällt

Ich bin Dein Berater
In jedem Heiligen Augenblick
Vernichtung ist mir fremd
Wandlung allein mein Werk

Segne das Leben
So segnest Du Dich und mich
Ich diene Dir
Wie der Schlaf des Abends
Und jener Höhepunkt der Wollust
Der Entgrenzung und Auflösung verheißt
Mein kleiner Bruder ist

Danke meine Freundin mein Freund
Für das Geschenk Deiner Leselebenszeit
Ich weiß Es zu würdigen

 

 

 

 

 

 

 

Das Friedenswerk

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Da Deutschland
Das ehemalige Deutsche Reich seit dem ersten Weltkrieg
Sich nur in einem Waffenstillstand befindet
Noch immer keinen Friedensvertrag zeichnete
Erkläre ich hiermit öffentlich vor aller Welt
Keine Feinde zu haben
Mit niemandem auf Kriegsfuß zu stehen

Sollte sich mir ein Mensch feindseelig erweisen
So suche ich das Wurzelbild Seiner Anfeindung
In Ihm zu erkennen
Denn der Mensch kann dem Menschen nur sein
Was Er Sie sich zuvor selber ist

Willenskonflikte sind zutiefst emotionalisierte
Verworrene Gefühle
Sie zu klären meine Aufgabe

Worauf ist Sie Er wütend
Wovor hat Er Sie Angst
Was hat Sie Ihn von Trauer überwältigt sein lassen
Freude löst und heilt
Immer alles

Mischt ein Menschenkind zwei oder drei Gefühle
Von Wut Angst oder Trauer
So wird Er depressiv oder aggressiv
Mitunter ist Er selbsttötungsgefährdet
Läuft Amok terrorisiert die Familie und Nachbarn

Nichts ist wert einander zu verachten
Alleine Dein Sein ist mir achtenswert
Denn Du bist so mutig gewesen
Vor Deiner Geburt
Zu beschließen das Abenteuer
Mensch auf Erden einzugehen
Dein vorgeburtliches Sein zu verlassen

Wir all sind hier aufeinander angewiesen
Bedingen uns sind verbunden eins
Sind Bäcker Schuster Künstler Heiler
Marktfrau Bauarbeiter Müllkutscher
Hebamme und Totengräber
Dafür danke ich Dir
Shukran
Amen

Namaste
Ich grüße Dein innerstes Selbst
Salem aleikum
Das Göttliche ist mit in Dir
Gezeichnet im Auftrag des Münchner und Berliner Friedensengels
Hans Joachim Antweiler
El Afibiey
Die Schuhsohle Gottes

Deutschland Wörthsee 14.Juli 2017

 

 

 

 

 

 

Die Reise

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Es ist ja ein Großes hier
Neben all der Kleinlichkeit

Und die Kleinlichkeit umfängt
Ja trägt jene Größe
Die gespeißte Unendlichkeit
Nährendes Ewiges ist

 

 

Türkei
Jalowa 2.Juli

 

 

 

 

 

Nacht

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Ein Lichtstrahl
Verirrt in der Nacht

Woher Er kam
Was Ihn bedacht
Ich spreche Ihn an
Wie ich Ihm hilfreich sei

Er leuchtet erfreut hell auf
Ja sei einfach mit mir dabei

Du bist ein Funke
Mir gleichend an Kraft
Die Sterne unsere Schwestern
Jetzt kenne ich Sonnenkind
Dich Menschenbruder und die Erdennacht

Dafür danke ich Dir
Leise entschwand die Pracht
Stille Friede allhier
Von einer Sternschnuppe bewacht

 

 

 

 

 

 

Die Türe

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Ich sah ein mächtiges Portal
Kein Wächter weit und breit
Das Ohr anlegend kein Laut
Ich wartete und ging
Eine Brechstange zu holen
Das Schloss erbrechend
Dann dahinter als Sie aufsprang
Ein höllisch heiß loderndes Feuer

Ich sah ein prächtiges Tor
Und niemand stand davor
Kein Laut drange durch Es hindurch
Ich ging einen Dietrich zu holen
Und entriegelte das Schloß
So sprang Sie auf
Dahinter tiefste schwarze Nacht

Ich träumte eine kleine Pforte
Menschenverlassen spähte ich
Durch das Schlüsselloch
Innwendig schien alles erhellt
Ich drückte die Klinke
Die Türe war offen und
Trat ein in stahlendes Licht