Archiv der Kategorie: brennen

Der weiße Ritter

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Ein Edelmann in einer Rüstung schwer
Weiß wie Schnee zog durch die Lande
Den dunklen Mächten auf der Spur

Und kämpfte manchen Strauß
Das Finstre nieder wohl auf Zeit
Doch selbst der Erde Krume Schwarz

Und auch das stille Sternenzelt
Ward Ihm unheimlich lichter Tag
Und raabenschwarze Nacht

Bis das ein verrußter Schornsteinfeger
Seines Schicksals Weges kreuzte
Da Er erwacht und ward erhellt

So ritt Er ein bei einem Schmied
Zog aus das Eisen hart und schwer
Auf das er schmiede Lanze Dolch und Schwert

Zu Eisen für der Bauern Pferde
Zur Axt für Ofenholz und auch in
Eines Gärtners Rosenschere licht

 

 

 

 

 

 

 

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Der schwarze Ritter

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Ein Mann in schwarzer Rüstung
Das er nicht leuchte in der Welt
Weil er das Licht so fürchtet

Verdunkelt alles was erhellt
Und selbst die Nacht ist grell
Von all dem Sternenblinken

So haust er unter Erden
In finsterem Gelaß versinken
Bis das der Tag gekommen

Das Ihn ein lieblich Mägdelein
Mit Sonnenblumen reich geschmückt
Auf seinem Weg begegnet herzbeglückt

Ach finstrer Herr sieh hier
Der Sonne blumge Kinder
Das ich schenke Dir

Farbenbunte Tracht
Wie habt Ihr Angst
Von zartem Licht belacht

Ist doch die Liebe
Selbst Hebamme noch
Zitternder Weltennacht

 

 

 

 

 

Lyrischer Alltag

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Seit drei Monaten erhalte ich Post
Keine Liebesbriefe dafür Landratsamtsnachfragen
Über meinen geringfügigen Komparsenzuverdienst

Als Kleindarsteller auf der Weltenbühne
Sehr geehrter Herr Antweiler
Es tut mir leid Sie müssen noch

Zum zweiten Mal die selbe Frage
Zuletzt Mit freundlichen Grüßen
Frau Herr so der Name der Dame

Meine hießige Gemeindebüromutter
Darüber befragt Herr Antweiler
Sie müssen einfach mit den Wölfen heulen

Das ist das Spiel
Ich achte weibliche Leitwölfe sehr
Doch bin ich ein blökendes Lamm

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Göttliches

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Gott ist neurotisch
Las ich in einem weisen Buch
Und die nachforschende Befragung

Ergab den Menschen als kränkenden Grund
Denn der Mensch wurde dahin abgerichtet
Gott für einen strengen ehelosen

Straflüsternen alten Herrn zu fürchten
Und die Heilung besteht in der Therapie
Das Göttliche als geeint vereint

Weiblich männliches Einssein
Überwundener Trennung erkennend
In Allem freudig darleben

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Reinigung

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Sie wehklagten schrien weinten
Denn ein Verdunkelter vergiftete
Den einzigen Brunnen im Dorf

Er hörte und handelte
Sprang in den Brunnen
Mit all seinem Feuer

Trocknete ihn aus
Und das Gift mit Ihm
Und die Menschen tanzten

Um den sich wieder mit frischen
Wassers füllenden
Lebensborn

Sie schrien und jammerten
Denn ein Unlichter zündete
Das Haus der Familie an

Er sah und handelte
Sprang in das Feuer
Und Seiner Trauer Tränen

Löschten den Brand
Bevor er gefressen
Was ihm nicht gebührt

Sie fühlte mit als ein
Seelisch Verletzter versuchte
Seinen Nachbarn zu verletzen

Trat hinzu und riß sich
Das Herz aus der Brust
Unterpfand Lösegeld der Welt

 

 

 

 

 

Himmlisches

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Vorab kenne den Irrweg
Den ach so viele Irre gehen
Verirrt verwirrt nach dunklem Plan

Angst Lüge und Betrug
Sind dessen Zeichen
Übler Brodem Ruch

Himmelwärts führt Dich
Dein Herzenskompass
Und liebend zeigt sich

Selbst in dunkler Nacht
Das Gestirn der Wahrhaftigkeit
Sieh die Zeichen am Wegesrand

Vertrauen Weisheit leuchten
Fackelgleich den Pfad Dir weisend
Und lausche den Vöglein der Hingabe

So wirst Du rasch und sicher
Geführt von unsichtbarer Engelschar
Erfreut beglückt der Liebe Seele sein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Tagtraum

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Ich habe eine intensives nächtliches Traumleben
Doch heute tagträumend erwacht
Ist hier nahebei eine Staßenallee

Flankiert mit Jahrhunderte alten Eichen
Dazwischen lichter Stellen freier Platz
Mit Setzlingen stammgestützt bepflanzt

Allesamt runder Alluminiumplaketten
Genagelt durchnummeriert erfasst
Wie mein Lebensbaum 121054A61515

Ich sah mich durch eine Allee schreiten
Papyrus Altägyptischer Götterwelt
Bodhibaum hindustischer Vielgötterei

Feigenbaum Jüdischer Gesetztesreligion
Trauerweide kirchlicher Inquisitation
Eine wedelnde Palme des Islam

Und den Stechapfel des atheistischen
Materialismus psychotroper Pharmazie
Rosenkreuzer Birke Anthroposophen Esche

Und Theosophischen Weltenbaumes
Luziferischen Baumes der Erkenntnis
Und die Eiche nordisch wedischer Weisheit

Ein Bäumchen viel mir betroffen auf
Zweiglein verdorrt Zweiglein knospend
Zweige grünend und Zweige blühend

Wenige gar mit Früchten schon
Alles zugleich und doch geschwächt
Begann ich mit bloßen Händen

Das Erdreich aufzugraben stinkend
Und ein gefräßiger Wurm flüchtete
Genau zu einem der genannten Bäume

Mit meinen Tränen reinigte sich Mutter Erde
Und so gelockert und befreit grub
Ich wieder zu was gewesen nun vergangen

Lehnte mich an das genesende Bäumchen
Schlief ein und verschmolz mit Ihm
Dann erschien ein Wanderer und legte

Sich in Seinen Schatten zur Rast
Und erzählte den herbeifliegenden
Vögeln Geschichten der Liebe

 

 

 

 

 

 

Der Sklave

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Eigentlich hasse ich mein Leben zutiefst
Weil ich ein Nichts bin des Todes Fraß zuletzt
Von Anfang an und der Stärkere frißt den Schwächeren

Und weil ich die Mächtigen nicht bekämpfen kann
Diene ich Ihnen zehre von Ihrer Aura
Die mich versorgt und schützt vor mir selbst

Insgeheim verachte ich Sie und bete Sie zugleich an
Ich bin zerrissen und hochmütig durch Ihre
Ermächtigung strafe und drohe ich Zweiflern

All jenen die aufbegehren rebellieren
Von Veränderung träumen Wahnsinnige
Staatsgefährdend und Schädlinge sind sie

Ich bin der verlängerte Arm
Und wo nicht der kleine Finger Fingernagel
Sklave der Macht nur den Himmel fürchtend

 

 

 

 

 

 

 

Der Diener

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Ein Diener ist wer Höherem verbunden
Keinem Adeligen weder Milliardär
Noch religiösem Machthaber

Sein Dienen ist athmosphärisch
Würde Achtsamkeit Wahrsein
Zu zelebrieren generieren

In der Aura des Höchsten atmend
Weiß Er um der Tiefe Abgründigkeit
Und mittelt Gegensätze einend