Archiv der Kategorie: Liebe

Schreiben

Standard

 

 

Ein Schriftsteller ist jede Seele
Die des Schreibens kundig schreibt
Und die Schrift wird nicht neu erstellt

Denn nur angewendet was uns einstens
Die Götter vermittelnd schenkten
Wie in den Mythen mancher Völker noch gewusst

Wenn ich in einer Mitteilung
Der elektronischen Welt lese
Lg sowieso dann ist dies

Die Verstümmelung jedweder Sprache
Denn wir sind allemal Magier
Indem die Schrift uns verändert

Dem Denken Wollen Fühlen und
Handeln nach hatten die Alten
Märchen und Mythen alle im Gedächtnis noch

So schwand mit der Schrift die Erinnerungskraft
Denn dies ist der Preis für das ICH
Das mitfühlend erkennt Du

Dem ich diese Zeilen widtme
Bist mir so lieb wie ich Es mir bin
Unterschrieben Hans Joachim Antweiler
Von Herzen

 

 

 

 

 

Werbeanzeigen

Erdiges

Standard

 

 

Kein Stein wird auf dem anderen bleiben
Von all jenen Behausungen dieser Villen
Die doch nur Bunker Gefängnisse

Irrenanstalten und Kasernen sind
So deren Bewohner obdachlos nicht
In Ihren Herzen wohnen und Deinem

Wir die Erde so sanft betreten
Mit zarten Kindleinsfüßchen nackt
Und späterhin schuhglänzend getreten

Im Hetzten der Zeit darüber hinweg eilen
Vergessend was uns trägt
Das dies der Leib ist

Eines Wesens welches sprach
Ich bin der Eckstein
Den die Bauleute dieser Welt verwarfen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Luftiges

Standard

 

 

 

Der Vorhang bläht sich
Von unmerklicher Hand gebauscht
Und flach liegt die Kerzenflamme

Im Zug luftigen Windes
Der die Gräser streichelt
Die Blumen zärtlich wiegt

Und ehedem die Flügel alter Windmühlen
So hurtig schwindelig werden ließ
Das das Getreide hinschmolz zu Mehl

Sanft streicht eine Böe
Die Haare aus der Stirne
Staub wirbelt freudig auf

Undinen Feen und Elfen
Heben zu staunen an
Im Zauber unsichtbarer Wirklichkeit

Die das einfältige Auge wohl wahrnimmt
Ein reines Herz verspürt
Und glänzende Kinderaugen erschauen

Als ein kleines letztes Paradies
Aus dem uns die Jünglings
Und Jungfrauenjahre vertrieben

Klammheimlich doch brennender Sehnsucht voll
Wie durch das Feuerschwert des Cherub
An der Pforte zum beginnenden Abenteuer Freiheit

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verschwiegen

Standard

 

 

Von den letzten Dingen sprechend
Drängen sich mir seltsame Bilder auf
Wie der Satz des namhaften Dichters

Nach Auschwitz kein Gedicht mehr
Und somit hat Er alle Poeten
Lyriker und Verseschmiede

In dieses Lager mundtot weggesperrt
Und dann noch der berühmte Wittgenstein
Worüber wir nichts wissen können darüber haben wir

Zu schweigen Wenn das Faß nicht zum Überlaufen kommt
Dann nur weil der Tropfen auf den heißen Stein gefallen ist
Siehe lausche eine jede Seele auf Ihre Sprachlosigkeit

 

 

 

 

 

 

Folgerichtigkeit

Standard

 

 

Heute ist Freitag der 13zehnte
Und morgen in Deutschlandradio Kultur
Um 9 Uhr 5 die Höreranrufsendung

00800 22542254 zu dem Thema
„Fridays for Future“ kann der
Protestfunke auf alle überspringen?

In der Schulklasse einer Grundschule
Fritz Du hast keine Hausaufgaben geschrieben
Was ist Deine Erklärung hierzu

Herr Lehrer die Politiker sollen erst
Einmal Ihre Hausaufgaben erledigen
Zudem ist der Schulzwang verfassungswidrig

Und keine Bundeswehr hat im Ausland
Etwas verloren denn sie ist eine dem Grundgesetzt
Nach reine Verteidigungsarmee

Der Lehrer äh die Klasse hält den Atem an
Die Zeit steht still „Donnerstag für immer“
Die Sonne scheint auf eine grüne leere Tafel

 

 

 

 

 

 

 

 

Für Dich

Standard

 

 

Ich bin ein Jäger und Sammler
Nomade Beduine und seßhafter Bauer
Allabendlich bringe ich Dir dar

Was ich tagsüber erbeutet geerntet
Das silbrige Gekräusel der Sonne
Auf den Wellen des Wörthsees sich spiegelnd

Ja die Sonne selbst
Diesen gleißenden Diamant
Und den verzückten Mückenschwarm

Der in Ihrem Abendschein zu einer
Wesenheit verschmolzen für Dich tanzt
Als Beigabe zuletzt die luftigen Schwalben

Deren Zeit hier im Norden bald gekommen
Zurück nach Sommersonnenland fliegend
Jagen Sie sammelnd für Dich durch die Lüfte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mein Freundeskreis

Standard

 

 

Die Atheisten sandten mir einen Engel
Und die Kirchen den Satan
Wie auch die Politik einen Anarchisten

All die lebend Toten das Ewige
Und die Schwarzweißseher das Bunt
Glück ertragen nur die Liebenden

Meine Kreise sind offene Spiralen
Und ihr Umfang ist stets der Mittelpunkt
Nur Liebende verbreiten Glück

 

 

 

 

 

 

 

Das Gastgeschenk

Standard

 

 

Im Orient und anderswo
Ist es Brauch ein Gastgeschenk
Anläßlich einer Einladung mitzubringen

Was für manche Geladene eine schwierige
Entscheidung darstellen kann
Pralinen eine Flasche Sekt gar ein Buch

Tankstellenblumen wenn fast vergessen
Ach aman O welch ein Duft
Deine Herzensblüte hinverschenkt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Portal der Wandlung

Standard

 

Ob Siegestore hindurchgehend
Wandlung bewirken ist fraglich
Denn Kampf wehrt den Frieden

Wir der Geliebte und die Geliebte
Sind unterwegs eng verbunden
Herzinnig in Sprache und Geste

Schreitend dem Tor der Wandlung hin
Heiter ob der anstehenden Trennung
Unverbrüchlicher ewiger Verbundenheit

Denn die Geliebte wird in die Zukunft
Und der Geliebte in das Vergangene
Eintreten dort wegbereitend Sie

Er Irrtümliches Lügenhaftes heilen
Angelangt erwarten uns ein Kleinkind
Harren unser ein weiser Greis

An der Pforte der Zeit wachend
Die Tore einen Spalt öffnend und
Ein letzter Kuß verbindet Untrennbares

 

 

 

 

 

 

Sehnsucht

Standard

 

 

Als mich mein pfadloser Weg
Einst in die Wüste führte
Auf der Suche nach der Blume

Fand ich nur flimmernde Hitze
Verdorrtes Gehölz und mumienhafte
Staubige Trockenheit

Dann irgendwann stand Sie vor mir
Klein und unscheinbar geduckt
Stachelbewehrt ein Blümchen

Später lenkte mich mein Schicksal
In den eisigen Norden Stein und Bein
Gefroren alles Lebendige

Selbst schon erkaltend Da keine
Sinnestäuschung flimmerte im Sonnenlicht
Eine zarte Eisblume mir auch hier

In dem Stahlbetonglasdschungel
Einer Großstadt nirgends Ihr Duft
Bis ja bis in den Augen eines Menschen

Sie erblüht lächelnd fragend
Und aller Sehnsucht Suche
Tragen Sie in weher Herzensbrust