Archiv der Kategorie: Gedicht

Welten

Standard

 

 

 

Abends müde satt des Lebens
Zieht Es mich erschöpft ins Bett
Jener andren Welt des Schlafes
Gast und Reisender zu sein

Morgens oft beglückt beseelt
Manchesmal geschockt erwacht
Ach Du hier schon wieder war die Reise kurz
Alles fängt von vorne  hinten oder innen an

Sind die beiden einerlei
Tag und Nacht und Tod und Leben
Traum und Wirklichkeit
Sind die Welten eins geworden

 

 

 

 

 

Advertisements

Hingemalt

Standard

 

 

 

 

Ich stehe vor Dir
Mächtiger kräftiger Baum
Standhaft und Geduld
Verehrung Dir und Huld
Unruhiger Geist umtriebig
Der ich bin umarme Dich getröstet

Blume so himmlisch schön
Das Du mir Spiegel bist
Dir gleich ja anvermählt zu sein
Dich bete ich schüchtern an
Zeichen Schrift der Engel

Tier Du Bruder mir
Schon den Duft der Freiheit witternd
Auf und ab und hin und her
Wille Hingabe Angst und Freude
Paart sich lustvoll ach in Dir

Feuer Licht und Wärme
Geister Heimat flammender Idee
Brennt mir das Blut nach Dir
Verzehrt mich Sehnsucht
Götterfunke zu verglühn

 

 

 

 

 

Huldigung an den Italienischen Maler
Luciano Giacometti Museum St.Moritz
Sein Leben und Werk war heute auf 3sat

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vertrauenskonferenz

Standard

 

 

 

 

Derzeit hat sich 25 Kilometer von meinem Haus entfernt
Und doch so nahegehend
Eine von Angst zerfressene Verunsicherungsgruppe zusammen
Gegen jegliches Vertrauen konspirierend getroffen
Auf Deutschlandradio Kultur läuft gerade Chaostage in Berlin
Wird Politik wieder spannend
Eine Anrufersendung

Die geheimdienstlichen und örtlichen Polizeikräfte
Haben die Münchner Innenstadt um den Bayerischen Hof abgeriegelt
Denn die Teilehmer leiden allesamt an einer Krankheit Verfolgungswahn
Der Sucht nach Macht und Angst gründend in innerer Leere
Unter antidemokratischer Geheimhaltung werden militärpolitische
Beschlüsse gefasst sowohl der Rüstungsgeschäfte als auch der Szenarien

Ich habe daher eine Vertrauenskonferenz einberufen
Die Engel Jesus Krishna Buddha Gandhi Martin Luther King Graf von Stauffenberg
Sophie Scholl Till Eulenspiegel Hitlerattentäter Elser Mohamed
Kaspar Hauser Rudolf Steiner Jan Dark die Jungfrau von Orleon und ein Kind umfasst

Die Gespräche werden direkt im Rundfunk Fernsehen und
Dem Internet übertragen eine kostenlose Zeitung verteilt
Der Inhalt ist zusammengefasst ein einziges einigendes einiges
Wesenswort das der erlauchte Kreis an dem runden Tisch
Als Ergebnislösung verkündete
Lieben

 

 

 

 

 

 

 

Himmlisches

Standard

 

 

 

 

Heute sage ich Dir ein Geheimnis
Ich bin aus der Einheit
In die Vielheit gegangen
Habe mich vervielfältigt

Scheinbar verloren
Bin in Dir in Ihr in Ihm
Auf neue wiedergeboren
Was Du dem bist

Was Du da draußen
Glaubst getrennt zu sehen
All das bin ich
Wer Es erfühlt begreift
Wird Es erleben und verstehen

 

 

 

 

 

 

 

Sie

Standard

 

 

 

Manchmal ist Sie ein Scherbenhaufen
Ein Eimer rostiger Nägel
Erbochenes

Öfter eine Schale randvoll mit Tränen
Mythischer Kelch gefüllt mit Blut
Schatzkästlein überquellenden Geschmeides

Dabei ist Sie aller Wirkung Anfang
Sprache Göttin der Sinne allemal
Vibrierend pochend wie Dein Herz Dir Leben schenkt

 

 

 

 

 

ICH

Standard

 

 

Kein ja aber mehr
Weder Man sollte distanzierter Egoität
Schon gar nicht als Frau
Noch könnte unbestimmter Möglichkeitsform

Dieses vielleicht da
Verunsicherter Unverbundenheit
Ich ist in sich selber sicher und
Klar entschieden allzeit wahr

 

 

 

 

 

 

 

Die Liebeserklärung

Standard

 

 

 

 

 

Ich saß in der S-Bahn
Ob ich weg oder hinfuhr bedeutsam wie alles
Ein sehr intimer familiärer öffentlich sozialer
Antisozialer Selbsterkenntnistherapieraum

Da setzte sich ein Mensch zu mir
Entbot ungewöhnlich den Gruß
Augenkontakt weder Zeitung noch elektronisches Medium
Benutzend um vor sich zu fliehen mich zu vermeiden

Ich liebe Sie
Wie meinen Sie das
Ihr Augenlicht das was dahinter glimmt leuchten strahlen will
Ich kann Ihre Seele spüren weiß um Ihren Geist

Jetzt muß ich aussteigen
Auf Wiedersehen Adjö
Wir haben Lieben erfahren
Einfach weil Sie immer und alles ist

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir Kinder fragen klagend

Standard

 

 

 

 

Sag Mutter Erde gütige
Wesshalb machen sich die Menschen hier auf Dir
Das Leben ach so leidvoll schwer

Sprich Vater Sonne strahlender
Wie geht Es an das soviel Dunkelheit
In Deinem lichten Sein hernieden herrscht

Meine geliebten Kindlein
Seht die Geburt daselbst
Eng ist die Pforte und schmal der Kanal

Gepresst und blind von Schmerz begleitet
Entbindet sich das kleine Kind
Dem maltretierten Mutterschoß

Ihr Strahlen lichter Götterfunken
Das Nacht und Finsternis entscheide
Der Sonne gleißende Helligkeit beschneide

Habt Ihr die Qual dunkler lichter Wahl
Bis eines Tages ihr selber dessen überdrüssig
Jenes Wechselspiels der Freiheit Wahl getroffen habt

 

 

 

 

 

 

 

 

Größe

Standard

 

 

 

Ich bin ein Wurm
Welkes Laub herbstlicher Ernte
Wohlfeil verspeißend zu Erde verwandelnd wieder

Ich bin ein blinder Maulwurf
Erdhügel zeugen nur von meinem dunklen Sein
Insektengetier Larven Gewürm sind meine Nahrung

Ich bin eine geduldige Spinne
Erschaffe mein Netz strenger Geometrie
Nehme was mir hineinfliegt demütig an

Ich bin eine Mikrobe
Für Dich unsichtbar ja gar nicht da
Verarbeite Alles was verfallen und verwest

Ich bin ein Adler in den Lüften
Eine Taube über Deinem Dach
Und sehe auf alles nur dankbar liebend herab

 

 

 

 

 

 

 

Im Gefängnis

Standard

 

 

 

 

Das düstere Gefängnis war ausbruchsicher errichtet
Die Gefangenen alle lebenslänglich verurteilt
Einzel und Gemeinschafttszellen überfüllt
Je nach Gefährdung

Ein neuer Insasse zu Seinem Gefährten
Wesshalb sitzt Du ein
Wegen Freude unbändiger Freude
Ach schenke mir davon

Und Du Bruder
Ich ich bin des Vergehens der Wahrhaftigkeit angeklagt
O lass mich mehr darüber wissen
Mich hungert wahrlich danach

Sag an Du Genosse was werfen Sie dir vor
Tja das ich jeden und alles liebe
Das störe die öffentliche Ordnung das System
Verunsichere verwirre die Menschen

Mensch bah ich kann Es spüren echt stark
Da kamen die Wärter und sahen aufgeregt nach
Was hier geschehe spürig wie Wachhunde eben sind
Und fanden nichts als lächelnde frohe Menschen vor

Und am nächsten Tag liefen Sie verstört umher
Sie fänden da sei etwas komisch stimme nicht mehr
Irgendwie ist alles anders Sie wollen da nicht mehr Dienst tun
Und warfen die Schlüssel in die Zellen und verließen fluchtartig
Das Gefängnis das keines mehr war