Archiv der Kategorie: Allgemein

Friedrich Nietzsche

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Wie alle wahrlich Großen Liebende
tragische Gestalten sind ist Er ein Volks
und Menschheitsschicksal ertragender

Seine Umkehrung aller Werte ist denn
doppelbödig So saß ich spätherbstlich
auf meiner Bank der abendlichen

Novembersonnenenreise Begleiter
Eine Amsel im nahen Gesträuch
sinnend wie ich wir beide eins

Da begann ich Ihr ein Lied zu pfeifen
wie Sie Es mir im Frühling ach so
prächtig selber oft geschenkt

Sie lauschte wie ich ergriffen still
Die Welt ist Klang und alles liebend
Leben denn dankbarer Gesang

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Gast

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Natürlich ist Gastfreundschaft
das höchste Gut auf dieser
abenteuerlichen Erde

Wessen ich bedarf ja ich
lebe noch ist mir gegeben
Geist Seele Körper alles Leben

Wie denn der Tod nur Schlafes
Bruder ist ich achte schätze
bewundere all Ihre Schätze

Stein Pflanze und Getier
Bald geh ich wieder bin schon
lange hier hab wohl betrachtet

Der Elemente vier das fünfte
Äther alters her gelehrt bekannt
im Duft der Rose mythisch strömend

Ihm vernannt das Gastgeschenk
das ich also beschenkt gegeben
ist lieben nur mit meinem ganzen Leben

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Glück

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Von Lottoglück ist hier die Rede nicht
wiewohl von jenem zeitlosen Augenblick
da uns geschenkt und wir verschenken

Was ewig gültig sich magisch mehrt
wie denn ein jeder Augenblick heilige
Freiheit der Entscheidung ist

Was uns die Liebe gibt alsogleich zu geben
so wächst denn freudig alles Leben
gegründet fest genährt in Ihr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Äugen

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Die Welt das Leben was wir
dafür halten der Tod tritt durch
das Auge in unser Seeleninnerstes

Jetzt sind wir gefragt von Ihr
ob wir nur glotzen gaffen stieren
staunen wundern wahrnehmen

So das eine Verwandlung geschieht
dahin all die Angst Lüge Betrug und
Irrtum richterlich zu verurteilen

Oder die versprengten Schäfchen
wohl behütet wieder der Liebe
des Schäfers beäugt zuzuführen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Siehe eine Tür aus Licht

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Wie denn das Auge Licht
sonnenhaft ist so haben wir
eine lebendige Tür ein Tor
 
Einen Einlaß erschaffen
aus Licht das Du bist geöffnet
entweicht das Dunkel der Angst
 
Befreit strömt Lieben alsogleich
herein wie sich beide in der Begegnung
vermählen Vertrauen ist Ihr Kind
 
Wasser und Feuer getauft
Göttlich Sein Name der Du
stehst an der Tür beider Welten

Der Schönling

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Nein kein eingebildeter Geck
Stanz oder Spieljunge nein
Einer der in Allem

Das Schöne stets sieht
Was ist schön Alles in Harmonie
im Gleichgewicht jener

Ästhetik der Wahrhaftigkeit
die die Angst weltenweit als
das gefährdenste Gift

Und Lügen als das Heilige
Vertrauen des Lebens schändend
entlarvte Siehe der Schönling

Strahlt Seinen Segen
über Alles und alle jederzeit
deren Er ansichtig wird

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Niemand will etwas von Dir

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Niemand will irgendetwas
von Dir doch das Leben
selbst will Dich ganz und gar

Lebendig freudig spielerisch
verantwortlich würdig heiter
und in heiligem Ernst wahr

Du bist das von Dir Gewollte
da du Alles bist sei Alles reich
an Ideen wohlbegütert keck

Mit gefährlichen Fragen und
in Allem stets und alleinig
antwortendes Lieben

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Einfach

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Du kaufst Gewürze
weil Du Geschmack hast
Du trägst bunte Kleidung

Weil Du empfindest das Farben
Gefühle verkörperen Du besitzt
einen Tisch weil Du Gastfreundschaft

Als höchste Tugend schätzt
Trinken und Speiße sind wohl
bevorratet weil Du des Leibes

Wohl fürsorglich verspürst
Deine Sprache ist bewußt
denn Du erlebst sie als magische

Schöpfungskraft und Dein Denken
ist wahr da Du des Geistes Macht
erkennst Dein Lassen und Tun

Ist getragen vom Kleinsten
bis zum Größten wie Du selbst
von reinstem freigiebigem Lieben

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit bebender Hand

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Alles in mir streubt sich
will kann nicht
zu Groß zu stark übermächtig

Soll darf kann ich Es
Ich muß sonst vergehe ich
Es geht um mein Leben

Das Deine aller so denn gewirkt
in Demut erwächst auch der Mut
Ich schreibe Es gebe Ihm Form

Und Gestalt meisele Es aus
dem verhärteten Leben
erstarrten Liebens befreit

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weltenwunder

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Ja ja die Gotik Pyramiden ach
die Sonnenwonne das Meer
mehr bedarf Es nicht vollendet

Blumen schön und Vogelsang
Wunder über Wunder Edelgestein
und Granit Kohle schwarz und

Lotos weiß buntfarbig ist alles
Leben Dankbarkeit die Würze
Bewunderung das Salz

Ich sitze am See im Cafe
trinke Freude nach getaner
Arbeit feiere den Abend

Enten gleiten auf dem
Himmelsspiegel sphärich
badend in der Liebe Aura eins