Archiv der Kategorie: Allgemein

Heute

Standard

 

 

 

 

Was soll schon gewesen sein
Alles ist
Das Pferd in der Hand meines Hufschmiedes
Und der Hofhund des Stalles
Dann Hühner und Rinder

Schmetterlinge des Nachmittags
Raben des Abends
Und unten am Seeufer auf dem Weg
Eine Kröte erdig schön

Und ja auch das
Ein Igel vor unseren Füßen tippelnd
Auf der Bank zwei alte Freunde
Brüder eher Weggefährten
Wie all das Geschwistergetier
Heute allhier
Welch ein Segen

 

 

 

 

 

Advertisements

Die Wahl

Standard

 

 

 

Wer die Wahl hat hat die Qual
Zwischen Schwarz und Weiß
Fehlt die Dritte Kraft
Bunt

Zwischen Gut und Böse
Verkehrt sich das Gute
In Sein Gegenteil
Fehlt die Einende Kraft
Jenseits von Gut & Böse

Zwischen Arm und Reich
Sattsammer Ausgleich
Und der Katholischen Kirche
Und dem Protestantismus
Gibt Es immer noch das Christentum

Und Angst oder Lieben
Das ist hier die Frage
Du wählst ständig
In jedem Heiligen Augenblick
Setzt Dein Kreuzchen heute
Oder bringst Es auf den Punkt

Wer nicht für mich ist
Ist wider mich
Dazwischen jenes laue
Lieb haben und lieb sein
Schale Sympathie
Und bittere Antipathie

Empathie auch ein Konstrukt
Fremdwort einer toten Sprache
Des Latein der Herrschenden einst
Klerus und Natur Wiedernaturwissenschaft

Ich wähle Mitgefühl
Oder hattest Du heute schon empathiert
Nein mich wählte das Mitfühlen
Ich brauche nichts weiter zu tun
Nur lieben freudige Qual der Wahl

 

 

 

 

 

 

Am Abgrund

Standard

 

 

 

Die Verfolger hatten uns bald erreicht
Wir standen am Abgrund
Überleben würde keiner von Uns
Das war gewiss
Denn Wir waren für Sie das verkörperte Böse
Ihre Angst Ihr Hass grenzenlos

Einige der Unseren verharrten
Sollten Sie springen
Sich niederwerfen
Um Gnade flehend
Einander umschlingen
So im Tode wenigsten vereint

Andere erstarrten
Schon seelisch gestorben
Brachen schluchzend zusammen
Krümmten sich in Todesangst
Wimmernde Bündel des Mitleides

Einer zwei dann drei
Wandten sich um
Aufrecht blickten Sie den Häschern
Fest und klar in die Augen

Jene hielten inne
Zögerten überrascht
Etwas verwandelte sich in Ihnen
Sei Es eine fremde Macht
Ein unfassbar Größeres
Denn Ihr Vernichtungswille

Sie kehrten zögerlich um
Und entfernten sich aus der Zeit
Von der Unendlichkeit geführt
Über die Brücke des Leids
Gingen auf im Lichte der Ewigkeit

 

Für Antje Sofie Lachenmaier

Das Spiel

Standard

Liebende Julie
Die Spielregel lautet
„Mensch freue Dich“
So gebe ich weiter was Du mir geschenkt
dankend
Joaquimsherz

kein Filmleben

Wenn du erwachsen bist, wirst du alles verstehen….

Es ist nicht nur irgendein Spiel, es ist das Spiel. Ein Spiel dessen Entscheidungen alles verändern können. Ganz egal, wie es dir geht, wo du dich befindest oder was du gerade vorhast, du wirst es spielen, denn du hast keine Wahl. Dieses Spiel hat nur einen einzigen Anfang und ein einziges Ende, alles, was du entscheidest wird nicht nur den Verlauf und die Ereignisse, sondern auch dich grundlegend verändern und prägen.

Es ist das Spiel dessen Entscheidungen dich formen, und beeinflussen, das Spiel das nicht nur du alleine spielst. Du bist Spielfigur in einer großen, unsicheren Welt, fühlst dich verloren zwischen all den Mauern und Zäunen, die dich umzingeln, bist eingeengt von dir selbst und hast doch alle Freiheiten, dir zu nehmen und zu geben was du brauchst. Andere Figuren werden dich bedrängen, dich einschränken und beobachten, denn du bist nur ein…

Ursprünglichen Post anzeigen 246 weitere Wörter

Der Sailer

Standard

 

 

 

Zu einer Zeit
Da das Handwerk
Neben dem Adel und der Kirche
Der dritte Stand hohes Ansehen genoss
Trat in die Werkstatt eines Sailers
Der Scharfrichter der Stadt
Und erbat ein kräftiges Sail

Dem Manne wurde bang
Und so wollte er sich hinausreden
Ein solch dickes Sai gerade nicht zu haben
Der Henker gab zu bedenken
Den Rat der Stadt über den Vorfall zu berichten
Da wurde der Sailer kleinmütig
Ging nach hinten und legte das Geforderte vor

Alsbald fand unter den Augen der Bürger
Eine Hinrichtung statt und dem Sailer
Wurde das Herz gar schwer
Unfroh seitdem erlosch bald Seines Lebens Licht

Im nächsten Leben wurde Er denn derart
Von einem scheinbar grundlosem Schmerz heimgesucht
Einer Scham und Schuld geqäult
Das Er schon in jungen Jahren sich als Messner
Der Kirche antrug

Nun war eine Seiner Aufgaben
Das Geläut zu bedienen
Und der Anblick der Saile ließ
Ihn gar beklommen sein und Er wusste
Sich keinen Rat

Späterhin fand in ein Ministrant
Aufgehängt an dem Glockensail
Dessen Stärke Seine Schwäche wurde

Doch soll die Geschichte
Ein glückliches Ende nehmen
Wie das Leben selber unser aller
Glück nur will wenn Wir Es lieben

Und unser Schwerenöter fand sich
In einer Umgebung da ein Gefangener
Ob Er Es selber war oder Du gar ich selbst
Wer kann das wissen wer war dabei
Wer hats gesehn der also gefesselt
Mit einem dicken Sail vom Leben
Zum Tode befördert werden sollte

Rasch fasste Er sich ein Herz
Durchschnitt dem Bruder Mensch
Die Fessel und floh mit Ihm
In die weite Welt hinaus

Der Gefangene aber
Das war ein Engel
Denn ICH habe Euch nur Engel gesandt

 

 

 

 

 

 

Die Treppe

Standard

 

 

 

 

Da liegt die erste Stufe vor Dir
Dann setzt Du Deinen Fuß auf Sie
Wer Sie gelegt erbaut
Verliert sich in der Zeiten Lauf

Du betrittst die zweite Stufe
Und hast die Vergangenheit verlassen
Die dritte wartet schon auf Dich
Zukünftiges liegt vor Dir

Mit der Dritten bist Du
In der Gegenwärtigkeit angelangt
So gehst Du aufwärts stetig voran
Bis des Abends die Sonne
Sich hinter die letzte Stufe verhüllt

Dann brichst Du zusammen
Wirst selbst zur Stufe
Schreitest über Dich hinweg
Dir selber Weg und Steg
In die Unendlichkeit
Zeitlosen ewigen Währens

 

 

 

 

 

Das Fenster

Standard

 

 

 

 

Es gibt Menschen
Deren Zeitfenster bald geschlossen sein wird
Ihr Mantra Zeit ist Geld
Und
Keine Zeit
Lässt vor den geöffneten Fensterscheiben
Geldscheine wie Herbstlaub im Winde wirbeln
Und Sie beugen sich weit hinaus
Deren viele zu ergreifen
Stürzen mitunter hinunter und fallen
Der Zeit zum Opfer

Jene Zeitverarmte
Sehen das Fenster vergittert
Und ihre digitalen Chronometer
Ticken laut und fordernd wild
Pipsen und summen in einem fort
Jede Sekunde ein kleiner Tod

Dann hat Es da Die
Welche alle Zeit der Welt geschenkt
Deren Fenster ist rund nach oben hin
Und weder Glas noch Gardinen
Mindern die herrliche Aussicht
Sie lauschen den Vögeln
Vernehmen hingewehte Lieder
Baden in gleißendem Sonnenlicht

 

 

 

 

 

 

 

Das Portal

Standard

 

 

 

Für ein Tor zu groß
Majestätisch mächtig
Ja fantastisch überidisch anmutend
Stand Es allzeit offen

Nur
Ein Flügel nach innen
Der linke nach außen

Menschen und Wesen
Gingen darin ein und aus

Manchmal bewegten sich die Flügel
Wechselten die Richtung
Oder standen kurzweilig
Aneinander berührend
Wie verschlossen

Dann ragte ein Schlüssel
Aus dem Schloß hervor
Nur verkehrt herum
Der Schlüsselbart nach außen weisend

Und wer hindurch wollte
Führte den Schlüssel in sich selber ein
Da an jener Stelle sich das Herz anfühlt

Ich ging weder hinaus
Noch hinein
Mir oblag Es die Scharniere
Regelmäßig zu ölen
Und all die vielen Steine
Zu entfernen die so manchem
Vom Herzen gefallen waren

Denn unter der Türe zuliegen
Hätten die Kleineren Sie verklemmt
Nun waren Es sehr viele Geröll
Und Felsbrochken die ich
Durch mein Hinsehen einfach
In eine Blume dann einen
Schmetterling und zuletzt
In einen Vogel verwandelte

So war immer alles schön
Aufgeräumt und ungehindert
Strömten die Wesen und Kräfte hindurch

Selten bis gelegentlich
Blieb das Portal kurz verschlossen
Dann drohten die Menschen
An Ihren eigenen Seelischen
Ausdünstungen emotionaler Art
Zu ersticken bekamen Beklemmungen
Und die freigesetzte Angst auf Erden
Wurde zu Ihrer tötlichen Atemluft
Vergiftender Gedanken Brodem

Immer dann kam ein Kind
Oder eine Katze Hund auch Pferd
Sang ein Lied miaunzte winselte und wieherte
Bis sich das Portal wieder öffnete
So habe ich geträulich zu berichten
Den Schlafenden Träumenden
Und Erwachenden zu Gefallen

 

 

 

 

Der Ton

Standard

 

 

 

Da war ein Ton
Die Einen lauschten
Die Anderen verzogen das Gesicht

Dann war da ein Klang
Jene erhoben das Haupt
Zu sehen woher Er käme
Diese schüttelten nur unwillig den Kopf

Jetzt erscholl eine Melodie
Sie lächelten
Jene aber verzogen das Gesicht

Wie auch Gesang anhub
Sie stimmten ein
Und wurden selbst das Lied

 

 

Für Tümata

Besucher

Standard

 

 

 

 

Es klingelt
Jemand pocht an mein Küchenfenster
Vor der Türe
Ein Außerirdischer
Gott in Verkleidung eines Bettlers
Die Zeugen Jehovas
Ein Futterspendensammler eines Kleinzrkusses
Der Schornsteinfeger
Ein Packetlieferant für die Nachbarn
Der Staatssicherheitsdienst
Raubmörder
Wie im Nachbarort letztjährig geschehen
Ein Verehrerin die mich verführen will
Das Ehepaar mich auf einen Kaminbrand
Hinweisend der so funkensprühend prachtvoll war
Mein Sohn unangemeldet wie Seiner Natur Wesensart
Gevatter Tod
Nein und alles Zusammen
Ein junges Paar
Sie wollen mit mir über das Göttliche
Unsere und Ihre Welt sprechen
Das geschieht dann in lebendiger Freude
Irgendwann ist Es genug
Alles aus und angesprochen
Saaten gelegt
Unkraut äh Wildkräuter gejätet

Kommt gut heim
Danke für Euer Vertrauen
Adjeu