Archiv des Autors: hansjoachimantweiler

Über hansjoachimantweiler

Wenn ich in mir bin Kann ich über mich keine Auskunft geben Also hier außer mir Was mich bewegt bezeugen die Texte Was ich fühle der Stil Was mein Wollen Vermittelt der Inhalt nein der Ton das Fluid der Klang hm Lieben Nur das Denn Es ist alles Über mich gesagt Und Dich

Revolution

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Die Französische Revolution freimauerisch
Idealistisch verbrämt von bestimmten Kreisen
Geplant und gesteuert das Brot bewusst verknappend

Um den Volkszorn aufzuheizen endetet in einem
Menschenverachtenden dämonischem Blutbad
Die Revolution urmenschlichen Liebens

Eines Joshua Isa Jesus wurde in Kirchenmacht
Befestigt und Ihrer freudigen Lebendigkeit beraubt
Was heute wie eh und je nachhaltig wirkt

Ist die individuelle und damit kollektive
Selbstrevolution aus der Angst befreiter Liebe
Denn viele Einzelne bilden das Ganze

 

 

 

 

 

 

 

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Der Baum des Lebens

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In den Mythen des Nordens
Wie auch in der Orientalischen Tradition
Kennen wir Ygdrasil die Weltenesche

Und im Garten Eden als auch dem Paradies
Stehen der Baum des Lebens und
Der Baum der Erkenntnis der Dualität

Was habe ich mit dem alten Kram zu schaffen
Märchen Legenden Mythen sind überholt
Spricht verachtend hochmütig der Intellekt

In Dir in mir sind jene Bäume
Als die zwei Nervensysteme
Ida und Pingala Ananias und Saphira

Das willkürliche und das unwillkürliche
Feinst verästelte sich verzweigende
Entlang der Wirbelsäule verlaufende Systeme

Und der Strom des Lebens Aderngewebe
Atemluft Sauerstoff  zum Herzen hin
Und das Verbrauchte hinwegführende Blut

Ja das Leben ist wissenschaftlich rational kalt
Und mythisch empfunden erkennend erschaut
Mit dem Herzen besehn einfach märchenhaft schön

 

 

 

 

 

 

 

Demut

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Ja ich nehme Dir die Angst hinweg
Jene Furcht derer die sich gedemütigt
Haben lassen denn siehe Du bist

Für Sie nur eine Quelle frischen Blutes
Ein Rohstofflieferant für parasitäre
Lebensenergie gewesen aus und vorbei

Ist denn der Akademiker mehr
Denn der handwerkende Arbeiter
Wie kann sich der Wagen über das Rad stellen

Ist denn die Treppe höher
Denn der Stufen eine die Sie erst bildet
Und höhnt die Tür des Hauses je die Treppe

Wer des Geringsten Eines verachtet
Verachtet alles Lebendige
Ja das Leben sich selbst

Denn das Leben ist Lieben
Und wer ein König eine Königin
Sein will ist der Diener Aller

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Fenster der Liebe

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Sicher ist ein grau verhangener Himmel
Dessen düsteres Gewölk aufreißt
Und der stahlenden Sonne Pracht ergießt

Ein Hoffnungsschimmer des Lichts
Und das Augenpaar eines Kindes
Selbst ein Himmlisches Versprechen

Sowie ein jedes Getier
Wenn Es Dir ansichtig wird
Ein Blick ist in die Ichlosigkeit

Doch allein so Du fühlst
Als wärest Du das Gesehene
Bist Du selbst der Liebe Fenster zur Welt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Tor der Freude

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Nur im leidvollen Erfahren als
Gefangener von Schmerz Kummer
Leid und Angst erwächst Dir

Die Sehnsucht jener Hunger
Unstillbar mit etwas Spaß
Und allerlei Liebhabereien

Dieser Durst so verzehrend
Wie je ein Wasserloser schmachtet
In der Wüste gewährt Dir erst

Das Tor der Freude zunächst
Im Traume nur zu erschauen
Magst Du erwachen und vergessen

So bist Du doch gezeichnet als
Ein Suchender nach dem Unbekannten
Mögen Deine Freunde spöttisch reden

Er ist verrückt Er spinntisiert
Ein realitätsfremder Träumer
Lass Ihn das hat eh keinen Sinn

Und doch wie Du erstaunst
Über der Blumen Schönheit Pracht
Gleich einem Kinde die Welt neu entdeckst

Dich wunderst über allerlei Getier
Die Sonne als goldenen Schatz
Und die Sterne als silbernes Geschmeide

Verschenkst an Alle und Jeden
Fühlst Du so inniglich
Als wärest Du der Andere selbst

Und dann urplötzlich irgendwann
Schreitest Du durch das Tor
Ja bist Es selbst geworden

 

 

 

 

 

 

 

Chatre

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Die Kathetrale Chatre in Frankreich
Ist einmalig da keine Gräber in Ihr sind
Und das Mosaiklabyrinth darin ganzjährig
Mit Stühlen verstellt nur an einem Tage frei

Ist die Realität ein Irrgarten
Und die Wirklichkeit ein Labyrinth
Wie die rethorische Frage was zuerst
Das Ei oder das Huhn

Eine Irreführung ist ohne Hahn
Denn vor einer Tat und Form
Steht die Idee als ein Gedankenblitz
Und ein Regenschauer liebenden Wollens

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Notre Dame

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Mutter wo warst Du
Wir hungern Du hast nicht Gekocht
Vater wo warst Du wir frieren
Du hast kein Holz für den Ofen gebracht

Kinder wir bestatteten einen Leichnam
Wir begleiteten einen Sterbenden
Wir trösteten einen Trauernden
Und ermutigten einen Verzagten

Jetzt heizen wir den Herd an
Und kochen uns ein Mahl
Was habt Ihr Kinder heute getan
Wir flochten Blumenkränze

Spielten Tanzten Sangen ein Lied
Pflückten Blumen und stellten Sie
In die Vase hier auf den Tisch
Dann freuten wir uns auf Euch

Kinder die Liebe ist nicht nur auf uns
Hier beschränkt auf dieses Haus Dorf
Stadt oder Land Sie wohnt immerda
Allzeit in eines Jeden Herzensgärtlein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verwandtschaft

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„Dichtung und Bild,
Farbe und Wort sind Geschwister,
wie Du weißt.“

Gedanke Geist und Sprache Seele
Gefühl liebend und Handlung Wille sind verwandt,
Wie Du tagtäglich erlebst

 

 

 

 

 

 

Das Zitat im ersten Abschnitt ist aus
„Rot ist mein Name“
Von Orhan Pamuk
Türkischer Schriftsteller dankbar entnommen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Denkattentate

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Du wirst schon sehen wo das noch hinführt
Warte das dicke Ende kommt erst noch
Freu Dich nicht zu früh

Da seh ich schwarz
Mit Liebe kommst Du nie zu etwas
Die Gefühlduselei vergeht Dir noch

Das Leben ist hart und kein Zuckerschlecken
Kind lerne lerne für den Ernst des Lebens
Das Leben ist kein Kinderspiel

Wir wollen keine Kinder
Die Welt ist eh schon überbevölkert
Glaube ist nur für alte Weiber

Wer nicht lernen will
Den bestraft das Leben
Wer fürchtet sich vorm schwarzen Mann

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Schar

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Wir setzten uns nieder
Nicht auf hölzernes Gestühl hochgestellt
Dafür auf der Erden Boden
Den Leib der Mutter alles Körperlichen

Kaffee und Tee heiß und dampfend
Wurde dargereicht
Das Blut und Denken belebend
Reihum ein tiefer Blick in die Augensterne
Und der Gastgeber eröffnete

Der Himmel ist unser Zeuge
Die Sterne Sein Ohr
Und das Licht der Sonne selbst
Das uns geschenkt diesen Raum erhellt
Sieht alles jeden Gedankenblitz Minenspiel und Geste

Wir haben Alles erlebt
Dem Tod bei der Arbeit zugesehen
Der Geburt schmezliche Lust
Und der Kinderschar lebendiges Erblühen

Was gibt Es da noch zu Besprechen
Welches sind Euere Fragen dahin
Ists nicht das doch Alles selbst
Tief innerst aus sich spricht und kündet

Wenn wir ja zum Leben sagen
Sagen wir auch ja zum Tode
Der für den Weisen nur Wandlung ist

Das die Menschen oft noch in Streit
Gegeneinander sind ist nur das Eingeständnis
Selbst in sich zerworfen zu sein
Wir haben alle Macht

Nicht über der Anderen Tun und Spiel
Du und ich wir hier
Sind die Diener des Heiligen Augenblicks
Denn nur Er ist wahr

Das Gestern nun Manche richten Es hin
Wie ein Ungetüm
So als sei der Herbst
Der Mörder des Sommers

Wieder Andere fürchten die Zukunft
So als sei der Frühling bereits
Durch den Winter erfroren ermordet
Wir hier sind der Schwestern und Brüder Schar

Jener im Einvernehmen dessen
Was ist und ein Wandel ist das Töpfern
Ton Wasser drehender Wirbel
Zupackendes Formen feuriger Hitze Brand

Und zuletzt der bunten Glasur Muster
Schöner Farbenbilder sind wir die Beschenkten
Und nennen Gott einen Töpfermeister
Und Seine Frau die Göttin kocht uns Tee
Und Kaffee serviert aus diesen zarten Schalen