Archiv für den Monat November 2020

Der Weihnachtsengel

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Natürlich gibt es keine Weihnachtsengel
Denn Engel sind ganzjährig unterwegs
Jedoch beginnt gerade die Adventszeit

Und allerlei Gelichter hängen die Menschen
An ihre Behausungen Bäumchen und Balkone
Nur ein schriller Mißklang quält den Engel

Denn derzeit also heuer sind die Weihnachtmärkte
Nicht das er diese besonders hochheilig ansähe
Doch ist ihre Athmosphäre familiär und somit

Ganz in seiner Wesensart verboten und genichtet
Ach was für ein Elend sinnt der Engel
Und empfindet die Düsternis der Novemberzeit

Ja das verdunkelnde Finstere um so mehr
Als der größte Uhrenturm nein nicht Big Ben in London
Dafür in Mekka steht und der Unendlichkeit trotzt

Wie auch die ständige Verlängerung der Zombiseuche
Mit seiner himmlischen Botschaft so ganz im Widerspruch
Steht ja ja der Widersacher seufzt der Engel

Und steht vor einem geschlossenem Cafe
Gerne hätte er einen heißen Espresso getrunken
Doch das himmlische Getränk ist eben Nektar und Ambrosia

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Gelöbnis des Ritters

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Sei ohne Furcht im Angesicht deiner Feinde
sei tapfer und aufrecht auf das Gott dich lieben möge
sprich stets die Wahrheit auch wenn dies den eigenen Tod bedeutet
beschütze die Wehrlosen
tue kein Unrecht
dies ist dein Gelöbnis

 

aus dem Epos „Königreich der Himmel“
„Directors cut“ das Original in Gänze

Für meinen langjährigen Lyrikfreund Arno von Rosen

Der Knappe des Königs der Schönheit
Der Minnesänger der Königin der Wahrheit von Herzen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mein Glaubensbekenntnis

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Ich glaube an den Weltgeist
Die Ungläubigen und Heiden
Den Schamanismus und Naturreligionen

Die Römisch katholische allein seelig
Machende Kirche und das reformatorische
Protestantentum der Evangelischen Kirchen

Den allein seelig machenden Islam
Die Götterwelten der Hindus und
Den Taoismus den Tibetanischen und

Traditionellen Buddhismus sowie den
Atheismus die Gnostiker und Agnostiker
Als auch den Humanismus und Kommunismus

Den Kapitalismus und das alttestamentarische
Judentum die Trennung von Staat und Kirche
Die Scharia und die Zeugen Jehovas

Ich schwöre all diesen genannten Strömungen
Ab da ich keinen Schwur geleistet und erkläre
Mich erkennend fühlend wissend wollend

Handelnd alleinig und einschließlich
Zur Schönheit der Wahrhaftigkeit
Bedingungslosen Liebens

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Augenblick

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Warte bitte kurz
Nur einen Augenblick
Ach was ist Warten schon

Schon vorüber was denn war
Neues jetzt und das Alte längst vorbei
Gehen nur und vorwärtsschreitendes Verweilen

Bist immer schon gewesen da
Hier und jetzt ganz in bei mit dir
Ewig denn der heilge Augenblick

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Freu

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Das Freu ist weder käuflich
Wie der Spaß noch kann es
Gestohlen oder nachgeahmt werden

So traf das Freu des Nachts den Mond
Ei was bist denn du für ein fahler Geselle
Gar totenbleich und weißlich anzusehen

Ach laß mich in Ruhe entweder bin ich zu voll
Dann muß ich wieder abnehmen oder denn
Wieder zu dünn dann muß ich zunehmen

Sprachs und verschwand hinter einer Wolke
Da traf das Freu die goldene Sonne
Ei wie bist du doch so wonnig

Ja denn mein Kind  so du denn leuchtest
Vor lauter Freude glühe ich in dir
Und du Geliebtes bist eines meiner Strahlen

Der Maler

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Nun bedarf der Maler ja der Farben
Also fleißig wie er ist waren alle Tuben
Leer so das er neue kaufe im Künstlerbedarf

Grüß Gott bitte zwölf Tuben Achrylfarben
Bunt gemischt der Verkäufer kalt
Wir führen nurmehr Schwarz

Wie das denn so die Frage
Das ist eine Verordnung ab heute
Auch strafwürdiges Gesetzt

Und das nächste Mal betreten sie den
Laden nur noch in schwarzer Kleidung
Da schwieg der Maler tief betroffen

Kehrte auf den absatzlosen Schuhen um
Und weinte unsichtbare Tränen besah sich
Denn weil herzensfroh schritt in die Arme

Mutter Naturs und stellte sich aus allerlei
Und so manchem selbst die Farbigkeit her
Denn die Liebe ist bunt und das Leben froh

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Brennen

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Wer hier auf Erden
wenn nicht der Geliebte
und was bedarf der Liebe nicht

Siehe ich bin verkleidet als Stein
gleich ob du über mich stolperst
dich an mir stößt du bist der Geliebte

Keines von alledem um mich her
denn was ist ist wahr darf muß will sein
entzieht sich jenem Feuer Leben