Archiv für den Monat August 2020

Magisch

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Zikaden zirpen betörend
Doch wer vernimmt die Götter
Düfte schwelgen wonniglich

Musiker riechen Farben
Maler schmecken Klänge
Doch wer vernimmt die Sterne

Kinder lachen kichern fröhlich
Eine Katze schläft hellwach
Nur Angst fürchtet sich vor Liebe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Versammlung

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Es kam in der Zeit der Tag
Da die Menschen unzufrieden
Sich des Friedens gefährdet

Sahen nicht alle doch viele
Und so beschlossen Sie eine
Kundgebung vor Gott abzuhalten

Erst verbat Sich der Engel das
Unterfangen doch dann klagten
Die Menschenkinder und

Der Engel der Gerichtsbarkeit
Hob den Erlaß gnädiglich auf
So sprach ein Fürsprecher

Wir wollen dies nicht mehr
Und jenes wieder zurück
Gott hörte mitfühlend und sprach

Ich habe Es Euch nie genommen
Ihr habt Es Euch berauben lassen
Von jener Kraft die das Böse will

Doch stets das Gute schafft
Gehet hin Ihr habt all dessen
Es bedarf Mut Einsicht Wahrheit

Willen zur Tat Zeugenschaft
Bekennerschaft abzulegen
Immerda allzeit Liebende seiend

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Reise

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Weil mir das nötige Kleingeld
Die Zeit wer pflegt meinen Garten
Und die Bewegungsfreiheit fehlen

Reiste ich einfach nach Immerda
Ein ach so fernes nahes Land
Den Kindern denn auch wohlbekannt

Kein Herrscher König niemand ist
Jeder sich selbst beherrschend
Königin und König sind

Kein Amtmann der das Geld verwaltet
Weder Militär noch ärztliche Wissenschaft
Die alles durcheinander nur gebracht

Dafür hat jeder Zeit und Muse
Tut was Er liebt und freudig kann
Niemand steht unter lähmender Angst in Bann

Jede Seele ist der Anderen Geschwister
Eine Familie das ganze Volk Ihr Sinn
Jeder gibt was denn gebraucht leichthin

Reichtum ist ein volles Herz wie
Schenken denn der Sonne Vorbildschaft
Alles fruchtet blüht wie von ganz selbst herbei gelacht

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tastend

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Im klebrigen Nebel waschküchendicht
Taste ich mich auf meinem Weg vorsichtig
Voran dessen Ziel so klar immer nur

In rabenschwarzer sternenverhangener
Nacht mondenlos taste ich mich sachte
Durch den dichten Wald

Auf der Suche nach dem Weg
Dabei ist das Ziel schon immer in mir
Jeder Wanderer hinterläßt Spuren von Licht

 

 

 

 

 

 

 

 

Öffentlich

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Wenn Gremien im Geheimen konferieren
Ausschüsse unter Ausschluß der Öffentlichkeit
Tagen ist der Verrat längst öffentlich

Sich aus der Öffentlichkeit zurückziehen
Ist gleich das Atmen einzustellen wahrheitsduftend
Offen wie ein Blumenkelch sind Kinder wir

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verkündigen

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Bedrückt zerstückt argwöhnend
Getrennt geteilt und überwacht
Liegt ein schwarzes schweres

Leichentuch über den Landen
Tote haben wir denn nicht gesehn
Und wo Angst das Zepter schwingt

Bald ein Neues Lied erklingt
Wenn die Prinzessin und
Der Prinz im Herzenschloß

Den goldenen Schlüssel
Wieder finden wird all der
Dunkle Spuk verschwinden

Lachen durch die Gassen schallen
Freude sitzt in den Cafes
Und ein Lächeln zieret allen

Den unbedeckten Mund
Augen leuchtend spricht
Die Wahrheit Sonne atmend Licht

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Geschenke

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Kaskaden perlender Lichttropfen
Sprudelnde Klänge singen ein Lied
Das Du bist vibrierend verkörperst

Quell unversiegbaren Lebens
Freudentrunken möge Dich auch
Hindernde Angst für verrückt

Erklären nur Du gibst Dir leichthin
Zeugenenschaft über die unendliche Fülle
Sich verschenkenden Reichtums an Liebe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kinder

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Mir ist langweilig
Mir auch stimmt
Was sollen wir spielen

Hm ich habe eine Idee
Au ja welche denn
Wir spielen Jesus

Aber Du mußt uns sagen wie
Also gut wer ist der Josheua Stille
Die Anderen sind dann die Menschen

Welche na eben die Handwerker Hirten
Kaufleute Omas Mütter und Väter
Onkels und Tanten Bauern eben alle

So Du da bist der Josheua Was ich
Ja gut und was macht Der äh ich
Der hält eine Ansprache wie immer

Redet mit den Menschen weil
Die was Neues richtig Wahres
Was ganz Liebes hören wollen

Schweigen Stille ruhende Kraft
Hört Ihr meine Geschwister
Lasst eitler Schriften Wissbegier

Seid fröhlich und frischen Mutes
Einfach aus dem Herzen heraus
Lebt so ja werdet wie die Kinder

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kreise am Himmel

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Im sommerlichen Himmelsblau zieht
Ein Adler seine Kreise weise äugt
Er herab auf diese unsere Welt

Erspäht der Friedenstauben Sein
In goldnen Käfigen die freien
In den Gassen verfolgt von Rattengift

Sieht die Angst der Menschenkinder
Von einer Pest gejagt die
In der Zentrale der Ohnmacht

Als Wappentier einen feisten
Adler mißbraucht denn nicht
Die Ratten brachten jene Pest

Sondern das achtlos wegggeworfene
Freie Leben faulend stinkend auf
Den Gassen miasmenschwer

Heilig kreist der Deutsche Adler
Geist der Denker und Dichter
Keine Maske schützt vor Seinem Licht