Archiv für den Monat Juni 2020

Zeitweiliges

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Das Kleinkind ist paradiesisch
Noch in alle Zeit der Welt gebettet
Himmlisches Begrüßungsgeschenk

Der Jugendliche hat denn so viel
Zu tun das Zeit als knapp
Der Tag zu kurz erscheint

Erwachsene sind Verarmte
Sklaven der Zeitweiligkeit
Gekettet an Sekunden gefesselt

Von Minuten und dann das Ende
Sterben noch die Angst davor
Zeitvernichtend nun die Sanduhr rinnt

Der reine Tor und Altersweise hat alle Zeit
Der Welt ja die Unendlichkeit gepachtet
Und ewig ist Ihm nun der Liebe Wandel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der siebente Tag

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Von Alters her anempfohlen
Mögen wir ruhen von Arbeit
Um Behausung Kleidung und Brot

Ruhe denn Innehalten
Beschauliches Betrachten Müßiggang
Tut Not ist der Stunde alleiniges Gebot

Häuseln ordnen spielerisch
Leicht Ruhen nach Mahlzeiten
Lesen was die Seele erbaut erfreut

Bedenken was den Geist nährt
All dies fällt leicht ohne Du mußt
Gestalten frohe Schaffenskräfte

Den Sonntag den Musen gehuldigt
Dem Schönen Wahren geweiht
Lieben fällt absichtslos leicht

 

 

 

 

 

 

 

 

Leben und Tod

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Ein wundersamer Mensch
Wurde einst gefragt
Wie dies immer wieder

Auch heute jetzt gerade
Geschieht wer Er denn sei
Ich bin ein Toter zwischen Lebenden

Wie Er das denn genauer meine
So verstehe Er das doch nicht
Ich bin der einzig Lebendige unter Toten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sonne Mond und Sterne

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Wie Du ein Hemd wechselst
Das fadenscheinig verschwitzt
Denn Du bist nicht dies Hemd

So schreitest Du von Leben
Zu Leben im Tode erholend
Spielst die eine oder andere

Rolle Schatten im Licht
Verlorener Nacht Finsternisse
Sternenfunkeln und Morgenröte

Immer auf der Suche nach Licht
Lichtscheu denn auch aus Angst
Mondsüchtiges Sonnenkind

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Plan

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Wie lange soll das hier noch
So weitergehen das Ende
Ist doch schon jetzt vorhersehbar

Nun es war ihre Freiheit
Sich das ausdenken zu lassen
Und durch willfährige Gehorsame

Alles haarfein in Szene zu setzten
Deren Plan läuft ja schon längstens
Seit Menschengedenken Götterkrieg

Miniziös Religionen Länder übergreifend
Geschickt bemäntelt und verpackt
Ja der Packt ist offensichtlich

Dann gebieten Wir dem Einhalt
Nur wie ohne die Willenfreiheit
Zwanghaft anzutasten aufzuheben

Wir ziehen den Stecker
Löschen das Programm
Gehen zurück auf Anfang

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zuhause

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Die Weinbergschnecke frühmorgens
Angepaßt auf dem Wege fast zertreten
Gleitet mit Ihrem Haus auf dem Rücken

Sich vor der baldigen Sonne schützend
An einen bergenden Ort den Sie nicht kennt
Ohne Schild und Karte gelassen findend

Ist Sie überall und nirgends
Fremde in der Heimat
Ganz Zuhause in sich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Entdeckungen

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Der fernsten Küsten Länder
Millimetergenau vermessen die Welt
Völker klein verborgen vergessen

Fernrohre in fremde Sphären
Mikroskope kitzeklein erschließen
Universen Sternenmeere wundervoll

Jetzt zuletzt fühlst Du Dich klein
Ach dann siehe schaue blicke
In Dich selber tief hineien

Dabei allzeit ewig schon
Bist Du gewesen immerda
Der Vollender allen Seins

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das System

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Da Poesie Dichtung und Lyrik
Nicht systemrelevant sind
Ergeht hiermit der Erlaß

Solcherart nutzloses überaltertes
Unwirtschaftliches subjektives
Unwissenschaftliches einzustellen

Der Minister und das Institut
Gegen altmodische Menschlichkeit
WHO UNO Bill Gates und die Sorosstiftung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Fest

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Alle sind geladen
Musik und Tanz
Speise und Trank

Kein Grund nur
Sich verschenkende Liebe
Unzählbar die Freuden

Jauchzend Trillilieren rinnt
Schweiß glänzende Augen
Feucht fliegt Dankbarkeit

Mit den Schwalben empor
Und die Hunde wedeln
Katzen schnurren

Kinderlachen und Scherzen
Wogt das Fest nachts
An Funken stäubenden Feuern

Das die Sterne erstaunt
Einige Schnuppen
Senden Engelslächeln

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie geht Es Dir

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Ich frage keinen Menschen
Wie Es Ihm geht
Denn ich weis wie Es Ihm ergeht

Wenn ich was häufig vorkommt
Gefragt werde Wie geht Es Dir
Dann lautet meine Antwort

Gut und böse
Erschrecktes Erstaunen
Und ich setze nach
Jenseits von gut & böse