Archiv für den Monat Dezember 2019

Die Bitte

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Wenn Dir Bitten ebenso leicht
Von den Lippen geht
Wie dankbares Gewähren

Dann verstehen wir uns
Und ich bitte Dich hiermit
Um Deine uneingeschränkte Hilfe

Denn seit dem heiligen Abend
Oder für Abgeklärte dem Lichtfest
Und für Entmystifizierte

Dem Friedensfest familiärer
Menschheit liegt hier etwas
Unvollendetes erwartungsvoll umher

Weil unter dem Lichterbaum
Nein kein ökonomisches Plastikimitat
Oder ökologisch angebauter Tanne

Bei mir leuchtete einfach ein
Lebensbaum unbestellt hingestellt
Doch tief innerst herbeigewünscht

Also da lag ein Geschenk weder
Woher noch von wem allerliebst
Umhüllt und tesafrei verschleift

Darin eine Schachtel edler Papierkunst
Mit einer Gebrauchsanleitung
Goldfarben gedruckt anbei

Und allerlei Wortschnippel
Bunt durcheinander wie Friede
Glück Wohlstand Fülle Vertrauen

Und Freude nebst Ideenreichtum
Gemeinschaft Verbundensein und
Spielerischer Gestaltungskraft

Zuunterst die kecke Aufforderung
Aus all diesem ein Gedicht
Eine Geschichte zu bilden hilfst Du mir

 

 

 

 

 

 

Die Freien

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Ob Du Dich als eine freie Seele
Als befreiter Geist und
Einen befreienden Körper erlebst

Kannst nur Du selbst bekennen
Und das Schicksal erschließen
Noch ist Raum dem Ruf Antwort gebend

Der erste Feuerring sind züngelnde Flammen
Aus Irrtümern Lügen Verschwörungen
Verfälschten  Religionen und Philosophien

Ihn zu durchbrechen verbrennt alles dies
Läutert das Denken und bestärkt Intuition
Klarheit und Wahrheit sind Dein Gewinn

Der reißende Fluß in einem Schluchtental
Weg und brückenlos erfordert mutige
Schwimmer gegen den Strom wirbelnder

Leidenschaft kochender Zorneswut
Hinabziehender Traurigkeit
Und lähmend bleierner Angst

Der überwindende Segen hierin ist helle Freude
Umfassendes Mitfühlen energische
Willenskraft und bewusster Weltschmerz

Der Stein Fels und Geröllwall
Aus unverarbeiteten Erlebnissen
Traumatisierenden Schrecknissen

Gefälschter Geschichtsvergangenheit und
Verantwortungslosigkeit kann nur in der
Leichtigkeit jener Gewissensfreiheit

Überflogen werden die Kindern Narren
Und Weisen zu eigen ist Siehe Du bist berufen
Wir sind mit Dir bereit erwartend den ersten Schritt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gäste auf dem Fest

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Was immer der Orient verkörpert
Die Gastfreundschaft ist Ihm Heilig
Wie auch ich nur Gast auf Erden bin

Verbrachte ich den heiligen Abend
Mit Krishna Ra Aton Hermes Trismegistos
Mani C.R.C. Rudolf Steiner lächelnd

Mahatma Gandhi Martin Luther King
Und Maria Magdalena ja Buddha natürlich
Und Kaspar Hauser haben eh alle Zeit der Welt

Und ganz still im Eck Goethe Schiller
Mevlana Rumi Hafiz und ein verstaubter
Derwisch glühend ins Gespräch vertieft

Dann waren da noch meine Ahnen
Graf Sankt Germain und Du ja Du
Dich meine ich und Jesus oder war Es

Der Deutsche Michl nur ein kleines Kind
Ein Greis  ein Engel denn
Ach so hell erstrahlte wohl Sein Licht

 

 

 

 

 

Licht

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Ich habe von klein auf Sehnsucht
Nach Licht empfunden genährt
Von einer düsteren Mansardenwohnung

Bin ich ein Lichtsucher geworden
Dem die Sonne heilig
Und der Mond fahl

Wie die neuen Energiesparlampen
Mit Quecksilber und die grellen
Autoscheinwerfer Falschlicht nur sind

Ist das Licht der Welt
Jenseits aller Reklamewerbung
Immer mir Dein strahlend Augenlicht

 

 

 

 

 

Schenken

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Ich schenke Dir heute auf immerda
Einen Quell sprudelnder Ideen
Dürstender Inspiration

Dir ist geschenkt wie mir
Ein Vulkan feuriger Leidenschaft
Jener Farbgebung echten Fühlens

Zuletzt und an erster Stelle
Lächend Humor jener Freude
Die aller Liebenden  Wesensnatur

Und versichert sei Dir hier
All dies geschieht einfach nur
Weil das unser aller wahres Leben ist

 

 

 

 

 

 

Der König

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In einem fernen Land ganz nah
Zu einer Zeit der Zeitlosigkeit
Also in Deiner Stadt nahebei

Hatte der König durch Herolde
Angekündigt am Tage der Sonne
Dem versammelten Volke vorzusprechen

Und als die Stunde gekommen
Kam der König nicht und alles wartete
Gebannt gespannt in Freude und Bangigkeit

Dann die Luft stand und flirrte
Von Erwartung gedehnt und Geduld
Hatte das Volk reichlich gelernt

Begann Unruhe Murren Trauer und Wut
Je nach Temperament und im Augenblick
Da die Welt steht oder fällt sich auszubreiten

Trat der Schäferjüngling auf das Podest
Tollkühn anmaßend oder engelsgeführt
Gebot Stille und hub an zu Sprechen

Hört ihr meine Geschwister Opa und Oma
Weib Mann und Kind das der König nicht komme
Auch das hat uns der Himmel geschickt

Das Du und ich uns des edelsten Sinnes
Des höchsten reinen Wollens bedenken
Und fühlen empfindend einander schenken

Seht meiner Schafe Herde deren Hirte ich bin
Nur der Wind die Sterne des Nachts
Und der Sonne Scheibenrund als mein Hütehund

Sind ein klein Königreich für sich
Und Du Ihr bettet euch in wollenem Schlaf
Tragt der Kleidung schützendes Gewerk

Und mancher Teppich schmückt Euer Heim
Wer dient wem Der welcher beherrscht
Den Wolf in sich und das Lamm in sich

Behutsam durchs Leben zu führen
Seht was war der Hund ehedem
Ja ja ein Wolf und ist heute Hirte

Was ist der wahre König Der Diener aller
So gehet hin In Frieden Ihr Edelfräulein und Prinzen
Seid Wurzel und Krone des Baumes und Früchte der Liebe

 

 

 

 

 

 

 

 

Brennen

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Wenn Du nicht liebst erfrierst Du
Wenn Du liebst verbrennst Du

Denn Lieben verbrennt alles
Was nicht Lieben ist

Daher rette sich wer kann
Und die Himmel lächeln huldvoll

Gestautes Lieben bricht jeden Damm
Und spült Hohles und Haltloses hinweg

Frei fließend nährt Lieben wie der Nil
Den schmalen Grünen Streifen Landes

Inmitten der Wüste Dürrheit Ägyptens
Trost spendende Oase ist mir Dein Herz

 

 

 

 

O Ihr

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O Ihr meine Schwalben fern
Im warmen hellen Südland
Winterflüchtig sonnenhungrig

Wie vermisse ich Euch
Ich der kalte Wetterhahn
Auf der Kirchturmspitze sich drehend

Und Du großes allumfangendes Meer
Wie sehne ich mich nach Dir
Tröpfchen Träne die ich derzeit bin

Und Ihr weiße Wolkenschäfchen
Dort  oben in den freien Himmelslüften
Tappe ich hier unten in Nebeln des Wahns

Bald ist wieder einmal Weltenweihnacht und
Sie feiern das was ist nur als bloße Erinnerung
Dich jedoch lade ich ein zum Fest der Liebe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erschaffen

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Wallende Kräfte und wirkende Mächte
Erdachten Lebens fühlender Sinn
Strebt bebendes flirrendes Licht

Aus dem Dunkel der Zeit
Schöpft aus dem Nichts
Magisch was nur je ersonnen

In der Werkstatt dem Atelier
Bildender Seienskunst
Bist Du Bildhauer Maler Dichter

Vorgestellt ist die Welt
Und Mutter Erde schenkt Dir
Ihren feuchten Lehm farbender Pracht

 

 

 

 

 

 

 

Wesentliches

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Der Mann in braunen hohen Stiefeln steckend
Mit Absätzen die hart in den Gehweg stießen
Übersah die Frau in Ihren Barfußschuhen

Welche einen sanften Gang schritt
So wie kleine Kinder sich anfangs
Erst mit den Zehenballen abrollen

Und der Mann wollte die Welt verändern
Machtvoll politischen Einfluß nehmen
Doch Seine eigene kleine Welt

Bedachte Er dabei nicht so entging Ihm
Auch der junge Mann der den Kriegsdienst
Verweigerte obwohl die Wehrpflicht

Oder gerade desswegen ja nur ausgesetzt war
Selbst hatte der Mann das Tötungshandwerk erlernt
Als Offizier weil Akademiker schied er aus

Das Menschen und Weltbild des Mannes
Bestand aus Personen Verbrauchern Bürgern
Steuerzahlern Konsumenten Arbeitnehmern

Wählern Wettbewerb Konkurrenz Ehrgeiz und
Das Wesenswort Mensch kam darin nicht vor
Religion war Brauchtum der Kindheitstage

Weder nützlich noch wirklich schädlich wie Liebe
Als Er die Straßenseite wechseln wollte übersah
Er den Wagen eines Bestattungsunternehmers