Archiv für den Monat September 2019

Magie

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Ich schenke Dir wie mir geschehen
Eine psychodelische Erfahrung
Farbenbunt und klingend

Wie im Zauberwald vogelleicht
Auf dem Windpferd reitend
Du die Prinzessin und

Du Ihr Prinz auf dem Einhorn
In dem Wunderland reinster Freude
Dem sich rückhaltlos Verschenken

Beglückt vom Wein der Liebe
Gebettet auf Rosenblüten wandelnd
Auf weichen Teppichen des Vertrauens

Das Ziel Deiner Reise
Sind die Baracken und Armenhütten
Die Paläste Kirchen Bankenbunker

Auf das deren Bewohner
Staunend verblüfft zu Träumen
Glauben von Engeln besucht

 

 

 

 

 

Die Verwaltung

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Nach dem letzten Goldenen Zeitalter
Galt es anfangs nur
Die Nahrung zu verteilen

Dann die Felle Kleidung Holz
Später die Frauen und Kinder
Zu vermählen

Die Jagdgründe zu bestimmen
Und verteidigen hinzu kam das Weideland
Als wir Viehzüchter nomadiesierten

Zugleich seßhaft gewordene Bauern
Das gerodete Ackerland
Wer was wo und wieviel

Saatgut Zugtiere Leiharbeiter
Weiter die Ergebnisse der Fülle
Verhandeln Kunstgewrbe Stoffe

Allerlei Gerät auch Mannschaften
Für Fehde Scharmützel und Krieg
Zusammenstellen einzusetzten

Auszurüsten und verköstigen
Beuteland Waffen und Gefangene
Als Sklaven zu verwalten

Mächtige und Ohnmächtige
Zu installieren Verwalter
Die verwalten was zu viel

Handelsstützpunkte Steuereintreiber
Soldaten rekrutieren
Wege installieren

Viel mehr noch als Gold und Silber
Geld in der Welt Kaufen Erlösen
Gewinnen Bestechen und Betrügen

Verleihen Erpressen und Fälschen
Nicht vergessen immer mehr
Immer größer immer mächtiger

Der Gott der Bürokratie
Erfand die Politiker
Den Menschen zu verwalten

Der doch immer nur ein Kind
Und Liebesunterpfand
Des Himmels an die Erde ist

 

 

 

 

 

Der Handwerker

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Ich habe Wild als Jäger erlegt
Und ausgweidet reiche Beute heimgebracht
Ja selbst das Kriegshandwerk erlernt

Im Bergbau unter Tage Erze
Kohle Gold und Diamanten gehauen
Steinbrüche waren mein Leben

Das Mauern von Gebäuden
Verlegen von Platten
Und Roden von Wäldern

All dies und Wiegen gezimmert
Särge geschreinert
Und ja ich gestehe Galgen errichtet

Schmiedend Pferdehufe beschlagen
Schmuck gefertigt
Für der Schönen Freude gewirkt

Gärten gestaltet und Bilder gemalt
Figuren gemeiselt
Und Instrumente verfertigt

Heute da dies alles getan
Schaue ich staunend zurück
Und vergolde Dir Liebender mein Herz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wo warst Du

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Diese Frage kann in Frage stellen
Und anteilnehmend öffnend sein
Ich war während Du mich vermisstest

In der Höhle des Löwen als Lamm
In den Landen des Ungeheuers dessen Bauten
Funktionale Machtdemonstrationen sind Reisender

Ich habe den Drachen erfahren
Doch weder getötet noch bekämpft
Denn Er nährt sich nur von unserer Angst

Und selbst den Riesen angetroffen
Der mich Zwerg von oben herab vergebens reizte
Um im Streite mein Blut für ihn zu vergießen

Ich war überall und bin immer hier
Nur Du hattest Deine Mitte in Dir verlassen
In der wir untrennbar auf immer vereinigt sind

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Gerichtsvollzieher

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Es klingelt die Frau öffnet
Grüß Gott ich bin der Gerichtsvollzieher
Sie haben gelogen und wir

Fordern Sie auf die Wahrheit
Lückenlos wieder zu erschaffen
Danke und einen frohen Tag

Es läutet und der Mann öffnet
Grüß Gott ich bin der Gerichtsvollzieher
Sie haben betrogen

Und wir fordern Sie auf
Das Unterschlagene unrechtmäßig
Erlangte materielle und geistige Gut

Vollständig zurückzuerstatten
Danke und auf Wiedersehen
Der Mann bebt tief aufgewühlt

Die Viedeostimme aus dem Lautsprecher
Nachdem die unhörbare Glocke erklang
Wer sind Sie was wollen Sie

Ich bin der Gerichtsvollzieher
Sie haben in Ihrer Machtposition Angst verbreitet
Wir fordern Sie auf die Betroffenen zu heilen

Indem Sie alle darüber aufklären und Vertrauen verschenken
Die letzten der Tage die Apokalypse
Das Jüngste Gericht

 

 

 

 

Das Märchen

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Es war einmal
Ja ist immer noch
Und währt wohl lange Zeit

Das ein Kind sich wiederfand
Geboren von höchstem Adel
Ja wir sagen Es ganz offen

Himmlischer Abkunft der Seele nach
Hoher geistiger Vorfahren Erbe
In einer Wiege die in einer Hütte stand

Schicksal ist ein vieldeutsames Wort
Und so war Ihm beschieden
Einfacher Eltern untergeschoben Findel

Wie ehedem und heute noch der Brauch
Und verzaubert ward das Kind
Von Magiern der tiefsten Finsternis

Das Es der Welt verloren
Nur glaube was Es sehe fasse
Nur wähne das Es klein einfältig sei

Dies Kind bist Du
Dies Kind bin ich
Sind wir bezaubernd schön

Mit einem Erbe wohl noch unsichtbar
Doch Gold Silber und Edelgestein
Sind uns anheimgegeben

Den Schatz zu Seiner Zeit
Von Abenteuer Lust getrieben
Und Sehnsucht brennend wohl zu heben

Und wenn wir nicht gestorben sind
Erleben wir dies heute
Und morgen feiern wir ein Fest

 

 

 

 

 

Der Harmonist

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Ein Harmonist ist jetzt hier
Kein nur der gleichnamigen
Gesangsgruppe Angehöriger

Vielmehr Du darin
Schwarzweißdenken in Buntsein
Angeblich schlechtes Regenwetter

In Durstlöschung der Natur
Und Angst durch Lieben augenblicklich
In Vertrauen umverwandelnd

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Anarchist

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Menschen die Attentate begehen
Systeme zerstören wollen
Und dabei Menschen töten

Sind Terroristen und keine Anarchisten
Der Anarchist verbreitet weder Chaos
Noch Selbstjustiz oder Faustrecht

Er weis was Er zu tun
Und Sie spürt was Sie
Zu lassen hat

Anarachistische Menschenwesen
Bedürfen keiner Außenautorität
Denn Ihr Herz ist allzeit bestimmend

Gehört Ihrer Seele Königin
Ihres Geistes Majestät
Sind Sie selbsbewusst und dienend zugleich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schreiben

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Ein Schriftsteller ist jede Seele
Die des Schreibens kundig schreibt
Und die Schrift wird nicht neu erstellt

Denn nur angewendet was uns einstens
Die Götter vermittelnd schenkten
Wie in den Mythen mancher Völker noch gewusst

Wenn ich in einer Mitteilung
Der elektronischen Welt lese
Lg sowieso dann ist dies

Die Verstümmelung jedweder Sprache
Denn wir sind allemal Magier
Indem die Schrift uns verändert

Dem Denken Wollen Fühlen und
Handeln nach hatten die Alten
Märchen und Mythen alle im Gedächtnis noch

So schwand mit der Schrift die Erinnerungskraft
Denn dies ist der Preis für das ICH
Das mitfühlend erkennt Du

Dem ich diese Zeilen widtme
Bist mir so lieb wie ich Es mir bin
Unterschrieben Hans Joachim Antweiler
Von Herzen

 

 

 

 

 

Erdiges

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Kein Stein wird auf dem anderen bleiben
Von all jenen Behausungen dieser Villen
Die doch nur Bunker Gefängnisse

Irrenanstalten und Kasernen sind
So deren Bewohner obdachlos nicht
In Ihren Herzen wohnen und Deinem

Wir die Erde so sanft betreten
Mit zarten Kindleinsfüßchen nackt
Und späterhin schuhglänzend getreten

Im Hetzten der Zeit darüber hinweg eilen
Vergessend was uns trägt
Das dies der Leib ist

Eines Wesens welches sprach
Ich bin der Eckstein
Den die Bauleute dieser Welt verwarfen