Archiv für den Monat Juli 2019

Ich bin

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Ich bin ein Unterpfand des Himmels an die Erde
Doch nur wenige Menschenwesen
Haben Es bisher eingelöst

Ich bin das Zünglein an der Waage
Der Tropfen der das Faß überlaufen läßt
Der Funke dessen das Feuer bedarf

Ich bin der kritische Massepartikel
Der Es verhindert oder geschehen läßt
Das Sandkorn das den Strand vollendet

Ich bin der Sandkasten und das Förmchen
Meines Spieles und der Künstler
Inspirierter Gestaltungskraft

Ich bin der Spiegel der Fratze der Angst
Und die pollierte Wahrnehmung
Deiner leuchtenden Augen die in Liebe brennen

Ich bin Du
Du bist ich
Wir sind eins

 

 

 

 

 

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Der Einfall

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Gerade hatte ich einen Einfall
Alle Menschen sind Blumen
Auf der einen großen Wiese

Solche mit Stacheln Brennesseln
Dornen ja sogar giftige
Wenn unbewusst und bunte

Duftende klein und hochgewachsen
Weder die Rose noch der Lotos
Im Teich noch die Lilie schön

Stellen sich an die Spitze
Beanspruchen den ersten Platz
Alles sprießt wächst und blüht

Fruchtet auf der einen Wiese
Die vor Deinem Haus
In Deinem Herzensgärtlein grünt

 

 

 

 

 

 

Ein Vorfall

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Der welcher dies hier berichtet
Ist ein Privatdetektiv des Lebens
Und weil ganzheitlich des Todes

Die scheinvereinten Nationen haben Heute
Zum Weltfreundschaftstag bestimmt
Der Völkerfreundschaft dabei sind die

Nationen weder vereinigt noch
Mehrheitlich einander füreinander
Freunde und die Meldung im Radio

Das eine Mutter und Ihr Kind
Vor die S-Bahn gefallen sind
Der Mann weder links noch rechts

Weder kommunistisch noch patriotisch
Weder schwarz noch weiß
Habe Kokain genommen

Was natürlich Seine Verantwortung
Im Sinne der Unzurechnungsfähigkeit
Mindert dabei ist Mohn Opium das

Exportgut Afghanistans indem diverse
Nationen vereint den Rauschgifthandel
Schützen weil sonst die Bauern

Nahrung anpflanzen müssten und dann
Und die Sicherheitsmaßnahmen
An den Bahnsteigen müssen erhöht werden

 

 

 

 

 

 

 

Der Bäcker

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Wahr ist das Deutschland
Das artenreichste Land der Welt
Für köstliche Brotvielfalt ist

Und ich bin ein Bäcker
Der nächtens wenn Du seelig
Schläfst und träumst

Einsam und doch all ein
In der warmen Backstube
Der Ähren Gold vermahlen

Sauerteigig hefegärig
Mit Gluthitze Semmeln
Schrippen Wegler Brötchen

Zaubert und an das Motto
Brot für die Welt  denkt
Das nur eine verkappte Lüge

Denn der Mensch lebt nicht
Vom Brot alleine sondern
Von einem jeglichen Herzenswort

 

 

 

 

 

 

Der Koch

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Nein ich stelle Dir heute keine
Industriell gefertigte Raviolikonserve
Nebst Büchsenöffner auf den Tisch

Dafür jene Geschöpfe die Mutter Natur
Nach Ihren Gesetzlichkeiten der ergänzenden
Harmonie hervorbringt Gemüsen Kräutern

Die farbenfroh geerntet mit Dankbarkeit
Verarbeitet und aus dem Gewürzregal
Mit Freude Schalk Wonne und Lust

Auf dem Feuer des Geistes
Mit dem Wasser der Seele
Und dem Öl des Liebens bereitet sind

 

 

 

 

 

 

 

Der Architekt

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Dein Bauland ist Friede
Und die ausgehobene Grube Vertrauen
Das Fundament Wahrhaftigsein

Und der Keller steht für Deine Vergangenheit
Das Gemäuer rundende Kraft und Stärke
Wie das Erdgeschoß für das Heute steht

Der Dachboden vertritt Deine Zukunft
Und das östlich Schlafzimmer genannte
Ist wo Du nächtens mit den Engeln

Scheinbar schlafend Tee und Kaffee trinkst
Das Wohnzimmer umbenannt in Lebensraum
Drückt Deine Kunstsinnigkeit aus

Dein Garten ist ein Paradies
Und die Türe immer unversperrt
Denn gute Geister schützen Dich

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Innenarchitekt

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Ich lege Dir einen Holzboden
Wärmenden Mitgefühls
Die Wände rein kalkweiß

Hellhörig denn es gibt kein Geheimnis
Welches verschwiegen werden müßte
Und die Fenster sind tags unverhangen

Denn keine zu verbergende Handlungen
Finden hier statt nur das Dunkel
Der Nacht behütet einen leinernen Vorhang

Der Boden ist von wonniger Wolle
Mit farbenfrohem Teppich geschmückt
So das Dein barer Fuß Waldesboden fühlt

Die Möbel sparsam von Fläche zu Raum
Aus gediegenem Holz zeitlos schlicht
Und frische Blumen auf dem Tisch

Bilder hängen keine
Denn Dein Seelenleben
Ist bunter Vielfalt Lieben

 

 

 

 

 

 

Verrückt

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Das Leben
Ein Wunder
Fragt unvermittelt mein fünfjähriger

Enkel   Liebst Du Dich
Betroffen freudig erstaunt
Ja

Der Bruder des Ägyptischen
Schreibwarenladenbesitzers hier im Dorf
Paketausfahrer wird mir vorgestellt

Auch Er das pralle freudige Leben
Ich beginne ein Arabisches Lied Lemme
Sie albern ich küsse Ihm die Hand

Führe Sie zur Stirne
Warum tust Du das Er
Weil ich verrückt bin

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Sufi

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Ob in Indien Ägypten Syrien dem Irak
Oder der Türkei wer kann es wissen
Wer war dabei wer hats gesehn

Zog ein Wanderderwisch durch die Lande
Nur mit Kleidern Stock und Bündel
Von Ort zu Ort Jahr ums Jahr

Eines Tages hungerte Ihn
War Er müde von weiten Wegen
Durst verspürend klopfte Er

An eines einfachen Mannes Familienhaus
Namaste Salam Aleiykum
Grüß Gott habt Ihr etwas Essen

Und ein Nachtlager für mich
Der Himmel wirds Euch danken
Nun denn was ist Deines Ziehens Ziel

Ach ich suche den Sinn Gott die Vollendung
Das Paradies Nirvana und Erleuchtung
Das Ende aller wiederkehrenden Leben

Am nächsten Morgen speißten Sie und der Gastgeber
Sprach den Derwisch an Der Sinn ist einander Nähren
Behausen Bekleiden und mit und füreinander sein

Ziehe hin und nähre die Menschen mit Vertrauen
Gib Ihnen Heimat in Ihren Herzen
Und bekleide Sie mit steter Dankbarkeit

Shukran
Amin
So sei Es

 

 

 

 

 

„Das Wort zum Sonntag“

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Es sprechen ein Pfarrer Pastor Rabbi Imam
Ein Brahmane Lama und ein Vertreter
Des Vorstandes der atheistischen Humanisten e.V.

Liebe Schwestern und Brüder
Das Leben selbst ist der beste Lehrer
Und so schildern wir eine Erfahrung deren Tiefe
Selbst zu entdecken ist

Am Freitag dem Tag des gemeinsamen Gebetes der Muslime
Und der Befreiung der Arbeitnehmer von Ihren Arbeitgebern
Saßen wir in der S- Bahn der Münchner MVV um etwa 21 Uhr

Eine Gruppe Männer aus Afrika mit teilweise Bierflaschen in der Hand
Stieß an einer Station auf schon sitzende Landsleute
Temperamentvoll bis laut und gehende Gäste hatten
Über die Füße der Sitzenden im Durchgang zu steigen

Dann kam die Durchsage des Fahrers ein Polizeieinsatz
Verhindert das Anfahren der Station Gilching – Argelsried
Worauf heftige Bewegung in die sich teilende Gruppe
Der Schwarzafrikaner kam und sich die Gruppe teilte

Und in das uns nächst liegende freie Abteil setzte
Die uns schräg gegenüber sitzende Frau reiferen Alters
Sommerblumenkleid und roter Lippenstift
Handtasche und Papiereinkaufstasche umfassend

Runzelte nachhaltig die Stirne und beäugte die Szene
Als nach Geschrei und Rufen die Afrikaner
Die S- Bahn verließen Alkoholverbot seit zwei Jahren
Früheres Taschentelefonverbot mit Aufklebern

Wurde schon längstens fallengelassen entfernt
Fragten wir die Dame „Dürfen wir Sie etwas fragen?
Was ging in Ihnen vor als Sie die Menschen da beobachteten?
Die Dame „Ich lasse mich von Ihnen nicht interwieven“
Wir sind keine Interwiever nur Menschen die wahrnehmen“

Da die Dame weiterhin schroff und abweisend war
Setzten wir uns von Ihr weg Ihr noch den Abschiedsgruß
Entbietend „Einen guten Abend noch auf Wiedersehen“

„Freude schöner Götter Funke
Alle Menschen werden GESCHWISTER..“
Friedrich Schiller

Namaste
Amen
So sei Es
Inshallah
Om