Archiv für den Monat September 2018

Der Gedankenleser

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Schon als kleines Kind
Nahm Er wahr was Erwachsene dachten
Und konnte sich nicht erklären

Wesshalb Sie oft anders sprachen
Handelten und sich widersinnig verhielten
Eine Bürde und Gnade zugleich

In der Schule wusste Er
Was der Lehrer vorhatte
Kannte die Antworten längst

Später wagte Er manches zu benennen
Die Wirkung war den klaren Spiegel
Zu verhängen verschmieren oder zerschlagen

Schwer trägt Er an dieser Last
Dabei rückt der Tag immer näher
Da alle Menschen wieder Gedanken lesen

 

 

 

 

 

 

 

 

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Tanzen

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Ich bin das tanzende Staubkorn
In einem gebrochenem Sonnenstrahl

Die wogende Schaumkrone
Auf einer Meereswelle

Die züngelnden Flammen tanzend
Im Lagerfeuer der Derwische

Und der Rythmus Deiner Trommel
O Geliebter der Nachtigallen Lied

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Kind lebt!

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Das Kind lebt!

Bedingungslose Liebe

Das Kind wagt den ersten Schritt – Es ist mutig!

Das Kind probiert ohne zu überlegen – Es vertraut!

Das Kind redet ohne zu denken, was andere davon halten – Es redet über seine Wahrheit!

Das Kind rennt am liebsten nackt rum, kein Scham – Es liebt sich und fühlt sich wohl in seiner Haut!

Das Kind liebt seine Eltern – Es liebt bedingungslos, ohne zu verurteilen!

Das Kind lebt jeden Moment – Es lebt drauf los und lässt sich von seinem Herzen leiten!

Das Kind fragt sich, was ist bloss mit den Erwachsenen los?

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Der Lebendige

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Es ist weder Weib noch Mann
Kind wahrlich vielmehr
Menschenwesen allemal

Geschmeidig wie der Wässer Fluß
Leichthin wie der Lüfte Wehen
Und fest der Felsen steinerner Art

Weder gebildet sittsam höflich
Noch erzogen informiert
Dafür von adeliger Seele Kraft

Den Tieren Geschwister
Den Steinen Bruder
Und der Pflanzenwelt Schwester

Feuer ist Sein Element
Und brennend fürchten Ihn die Kalten
Die Lauen wundern sich verstört

Keiner Form Sklave Sonnenkönig
Dienender Inhalt Sternenlicht
Rosenwasser im Brunnen des Lebens

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Lebende

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Er hatte bald erlernt
Das Es um Überleben gehe
So wurde allemal gesprochen

Und ab da befand Er sich
In einem Kampf ums Überleben
Wie Er dachte und sich so fühlte

Er wurde gebildet sittsam
Erfolgreich geachtet und sattuiert
Sah abends Abenteuerfilme und las Krimis

Dann geschah etwas
Ein unerbeterner Gast trat
In Sein ach so sicheres Leben

Die Krankheit
Eine existentille Kränkung
Und der Mensch brach in sich zusammen

Litt zweifelte verzweifelte
Wurde zornig niedergeschlagen
Betrübt und begann zu hinterfragen

Heute ist diese Seele
Wieder begeistert
Ein Lebendiger unter Scheintoten

 

 

 

 

 

 

 

Der Sterbende

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Der betagte Mann
Es war vermutlich eine Frau
Also der alte Mensch

Lag in Seinem Hause auf dem Bette
Die gezeichneten Hände
Nebeneinander auf der Bettdecke

Und war bereit Gevatter Tod
Auf Seinen Abruf hin
Jederzeit zu folgen

Um Ihn standen Szenen
Menschen Ereignisse und
Das starke Gefühl

Damit verbunden ob und wie
Er damals geliebt hatte
Als all die Jahre vorübergezogen

Schloß Er friedlich lächelnd die Augen
Und verschied leicht wie eine Daunenfeder
Zart wie ein Frühlingslüftchen

 

 

 

 

 

 

Der König

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Ich wusste nicht wie mir geschah
Sie trugen mich auf den Schultern hinaus
Standen vor meinem Haus und umjubelten

Mich Ihren Neuen König
Gut wenn Es denn das Schicksal ist
Und die Arbeit begann

Schulunterricht wurde frei gestellt
Wie Hausschulung und private Lehrkreise
Das Militär abgeschafft Rüstungsbetriebe umgewandelt

Großverdiener und Millionärsmilliardäre
Zu einer einmaligen Grundabgabe veranlagt
Steuern allgemein als freiwilliger Beitrag

Jedem anheimgestellt
Kirchen sich selbst finanzierend entkoppelt
Freie Energiepatente öffentlich gestellt

Atommeiler still gelegt
Und der Strafvollzug in therapeutische
Wohngemeinschaftshäuser verwandelt

Dann war meine Arbeit bewältigt
Und jeder war jetzt Königin und König und
Ich erwachte aus meinem wunderschönem Traum

 

 

 

 

 

 

Alles

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Ich bin die graue Flechte
Auf einem verwitterten Felsblock
In einem gottvergessenem Gebirgstal

Ich bin der Staub auf Deinen Büchern
Und die Schwärze all Ihrer Buchstaben darin
Die Magie bezaubernder Lesekunst

Ich bin der verlorene Ehering
Und der ehrliche Finder Ehebrecher der Er ist
Erhebt Lieben keinen Besitzanspruch

Ich bin das Subjekt und Objekt
Die Hochzeit des Lebens
Und Ihr Kind Freiheit mit Name

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Freilassung

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Das Es ein Justizirrtum war
Spielt letztlich keine Rolle mehr
Was geschehen war
War allemal wahr

Und eine Kuh im Stalle an der Kette
Lebenslänglich erträgt Ihr Los
Geduldig und sanftmütig
Heilig sind Kühe den Hindus

Denn ein Löwe
Im Käfig eines Zoos
Der erniedrigt und entwürdigt
Unruhig auf und ab streifend nie wirklich resigniert

Die Amnestie des Neuen Machthabers
Brachte mir die unverhoffte Entlassung
Denn Freiheit kann ich dies nicht nennen
Sie wurde mir gestohlen aberkannt

Ratlos strich ich durch die Stadt
Werbung Verführung Animationen
Hastende Schemen ohne Augenkontakt
Gereizte Flüchtende  Gehetzte allüberall

Da gelangte ich in einen Park
Setzte mich auf die Bank eines Spielplatzes
Atmete tief durch der Kinder Spiel beobachtend
Und begriff zutiefst fühlend der Freiheit Sinn und Wesen

 

 

 

 

 

Die Erschaffung des Menschen

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Da es an der Zeit war endlich
Eine Qualität innerhalb der Unendlichkeit
Getragen von Ewigem Sein zu gestalten

Wurde beschlossen den Menschen zu erschaffen
Manche künden der Mensch wollte dies selbst
Die Mutigsten zumindest baten darum

Und schon begann das Tohuwabohu
Wie dicht soll Sein Körper sein
Braucht der Mensch einen freien Willen

Oder ist dieser zu gefährlich
Für Ihn selbst seinesgleichen
Für die Ihn umgebende Natur

Da erhielt die unsichtbare Seele
Entliehen aus der Spielkiste
Des Lebendigen einen Knochen

Fleisch und Beinkörper samt Haaren
Wie eben der Tiere Pelz und Fell
Zum Schutze und der Schönheit wegen

Nur mit dem Freien Willen
Das wurde noch reichlich kompliziert
Und bis heute ist Freisein eine seltene Orchdee