Archiv für den Monat April 2018

Vorsicht

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Geliebte Leserin
Geliebter Leser

Der nun folgende Beitrag
Ist nur für jene Menschen geschrieben

Die mit Ihrem ganzen Leben beantworten
Was Ihnen fragwürdig ist

Für Seelen die radikale Selbstverantwortung übernehmen

Bereit sind aus jeglicher Opferrolle auszusteigen

Keine Projektionen mehr von Täterschaft nähren

Und sich selbst herzzentriert als eigene Retter beweisen

Schicksal weder als blind noch als ungerecht verklagen

Dafür die auf Ausgleich bedachte Harmonie in allem anerkennen

Das Geschriebene als inspiriert empfinden
Und somit verzichten darin eine intellektuelle sezierende Analyse vorzunehmen
Was einer Nichtung gleich käme

Dieser Text ist nur für Freigeister
Abenteuerer der Seele
Und das Innere Kind verfasst

Nebenwirkungen sind beabsichtigt und heilsam
Folgeerscheinungen segensreich

Das Wie nur in diesem einzigartigen
Heiligen Augenblick lebbar

 

 

 

 

 

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Oh

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Oh Ihr meine Blumen
Der Gärtner hat Euch verlassen
So netzte ich Euch
Mit meinen Freudentränen

Denn in die Wüste ging Er
Schläuche und Krüge
Voll lebendigen Wassers tragend
Dort eine blühende Oase erschaffend

Und ich sitze hier
Allein mit mir
Unter dem Sternenpalast
Glitzert mich Silber an

Oh nachtschwarz brennt mein Herz
Die Gespenster der Vergangenheit
Entlassen längstens entbannt befreit
Denn im Feuer besteht nur duftendes blumiges Licht

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schmecken

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Eine Handlung ohne Lieben
Ist geschmacklos

Ein Gedanke lieblos ist schal

Gefühle ungeliebt verwirren

Ein Blick lieblos wirkt übelriechend Tod

Geschenke pflichtgemäß wie Gift

Den Liebenden schmeckt alles
Gleich den Bienen
Jede Blüte bestäubend
Nektar schenkt

 

 

 

 

 

Geschmack

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Geliebt zu werden ist süß

Lieben ist Salz in den alten nicht vergebenen
Ungeheilten Wunden der Vergangenheit

Nicht geliebt zu sein ist unverziehen
Sauer aufstoßend

Nicht zu lieben verbittert

Sonnig ist wer liebt

 

 

 

 

 

Als Kind

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Als noch unbewusstes kleines Kind
Vernahm ich ohne Wissen
Von woher was und wer freudig einen Gesang
Späterhin wurde mir dies als
Ein Vogel und dessen Lied erklärt

So Du fühlst im Wahrnehmen
Bist Du verdichtend ein Dichter
Da Du Es emfindest und bedenkst
Ein Poet indem Du Es in Sprache kleidest
Und ein Lyriker so Du Es selber lebst

 

 

 

 

Das Wunder

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Sonntags besuchte ich spontan eine Kirche
Ungewöhnlich denn ich bin Anwalt Jurist
Für ungerecht behandelte Klienten
Betrüger finden in mir keinen Mandatsträger
Streithähne und Rechtsbeuger lehne ich ab

Die Kirche mäßig besetzt
Vorne über dem Altartisch
Dort wird Wein und Brot verzehrt
Hängt an einem Holzkreuz
Eine gefolterte männliche Leiche

Unappetlich geschmacklos
Schon rein ästhetisch und mit dem Grundgesetzt
Im verfassungsmäßigem Widerspruch
Darin keine gewaltverherrlichenden Darstellungen
Innerhalb öffentlich zugängliche Räume anzubringen

Der Theologe sprach dann aus der Bibel dem Alten Testament
Über einen zornigen rachsüchtigen Herrn Gott oder Jahwe
Das neue Testament Evangelium
Lateinisch Frohe Botschaft
Blieb negiert unerwähnt

Ich erhob meinen rechten Arm
Und erbat das Wort dahin
Hier liegt ein Rechtsbruch vor
Denn ein Neuses Testament
Setzt augenblicklich das Alte außer Kraft

Hierauf entstand ein tumultartiges Raunen
Und der Seelsorger der Schäfchen
Wolf im Schafspelz wurde widersinnig
Währendem ich traute meinen Sehsinnen nicht
Löste sich die Männerfigur am Folterholze auf

 

 

 

 

 

 

 

Der Engel

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O ja ich war heute Gast
Auf Eurer Erde
Habe Euch unsichtbar
Gesehen und gehört
Auch gefühlt was Euch bewegt

Was soll ich zuerst sagen
Wunderschön Euer blauer Planet
Weise eingerichter Mutter Erdes Garten
Voll der Früchte Blumen Tiere reich und schwer
Sonnenüberfluteder Meere Wogen

Nächtens Mond getaucht und sternbefunkelt
Singen die Vögel Lebensfreude liebesverzückt
Blitz und Donner regenbogengeschmückt
Doch ach so manchen Menschenbruder
Den ein Engel inspiriert

Habt Ihr verstoßen verfolgt
Getötet gekreuzigt gar
Und heute seid Ihr
Gottverlassen aufgeklärt nennt Ihrs
Engel gibt Es nicht

Euch die Wissenschaft hochheilig verspricht
Kriege führt Ihr um
Verdient Euer Brot vergiftet mit Waffengeschäften
Und
Hier schweige ich der Engel Bote

Sende Euch den Segen
Aller Sternenbrüder Schwestern
Hinterlasse eine Spur von Licht
Und wenn je eines Menschenkindes Herz
Sich geöffnet findet ein Gedicht

 

 

 

 

 

Frei

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Ich habe heute das
Was Sie einen Freien Tag nennen
Keinen Broterwerb
Arbeiten müssen vernannt
Arbeitnehmer als nähme ich die Arbeit weg

Arbeit ist alles Natürliche
Stoffwechsel Austausch
In ausgewogenem Geben und Nehmen
Sich wandelnd erneuern
Gestalten verwandeln

Soll ich in ein Cafe gehen
Ein Buch lesen
Einen Freund besuchen
Nichts tuen wie widersinnig
Denn das Nichts birgt das Alles

 

 

 

 

Abschied

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Ja die Pferde scharren schon
Der Taxifahrer hupt
Das Flugzeug geht in Kürze
Und das Schiff im Hafen lichtet bald den Anker
Sicher kann Es nur der Tod sein
Der wartet voll Geduld so lange schon

Vernimm daher meine letzten Worte
Schwester schmücke Dich mit Anmut
Sei einer Blume gleich absichtslos
Deiner Seele Duft betörend
Deines Geistes Schmiegsamkeit bezaubernd

Bruder sei wahrhaftig  also Mann
Stehe zu Deinem Wort wie die Eiche im Walde
Sei der Mast im Sturm  fest und stark
Und Dein Kompaß allzeit herzwärts gerichtet
Dein Segel sonnengeschmückt im Wind

Wir sehen uns bald wieder
Wann nein in keinem Jenseits Totenreich
Heute nacht im Schlafe
Trinken wir gemeinsam mit den Engeln
Tee Kaffee den Wein der Liebe süß und schwer