Archiv für den Monat März 2018

Das Himmelstor

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Das Tor zum Himmel
Besteht aus zwei Flügeltüren
Der linke Flügel ist das Gute
Der rechte das Böse

Du kommst weder durch die linke
Noch durch die rechte Flügeltüre hinein
Dazwischen ist ein Spalt
Gerade breit genug für Dich

Sein Name ist nur wenigen bekannt
Wie Es auch den Juden verboten ist
Den Namen Ihres Gottes auszusprechen
So musst Du Ihn wissend aussprechen sein

Der Spalt ist die Pforte mit Name
Jenseits von gut und böse
Und der Wächterengel sieht Dir
Auf den Grund Deiner Seele

Ist Dein Herze brennend
Angstfrei leuchtend
Vertrauen ausstrahlend
Dann stehen Dir Tür und Tor offen

 

 

 

 

 

 

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Sehen

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Hast Du heute die Sonne gesehen
Ja oder ist Sie versteckt über den Wolken
Nein Du hast nur Ihr Bild betrachtet
Um die Sonne sehen zu können
Wirst Du selber Sonne sein

Strahlend für alles und alle
Immer und jederzeit selbst bei Nacht
Denn die Nacht ist nur die Sehnsucht nach Licht
Wärme Licht Wachstum Wandel schenkend
Dann bist Du gesehn

Hast Du den Mond gesehen
Bleich und weiß silbrigen fahlen Scheins
Neumond verbirgt Ihn nur
Immer ist Er zeugend zugegen
Selbst in der Helle des Tages unsichtbar

Regelnd Zyklen vorgebend
Maß von Ebbe und Flut
Eisprung Befruchtung Fortpflanzung
Blutung noch zuletzt
Bist Du allen Wachstums und Vergehens Naturgesetzt

Hast Du die Sterne blinkend dort erschaut
Nächtens fest und wandelbar
Tot seien Sie kein Leben tragend
Sprechen nur die Toten Dir
Venus Mars und Merkur

Würze Farben und Gerüche
Klänge Metalle Kupfer Eisen Quecksilber
Alles schafft die Sternenkraft
Uran dem Uranus Plutonim des Plutos Blut
Funkeln Deine Augen Seher selbst geworden

 

 

 

 

 

Ostern

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Ja dies sind meine letzten Worte
An Dich und somit
An die ganze Welt
Bergmann verschüttet unrettbar verloren
Eingestürzter Kohleschacht abgrundtief
Im Angesichzt des Todes

Ich Seemann Weltmeere erfahren
Wind und wettergegerbt
Gerade sinkt mein Schiff
Und kein Notruf stieg in den Äther
Nass wird mein Grab sein
Also höre

Bergsteiger Einzelgeher
Habe ich mir den Knöchel gebrochen
Keine Leuchtrakete nichts
Nur ein kaltes Gletschergrab
Kurz vor dem Gipfel
Ironie der Götter ach

Philosoph Existentialist
Realist Soziologe und Politologe
Ich gestehe auch Theologie
Faustisch Kunstgeschichte noch
Pessimist und humanistischer Atheist
Freitod ist auch eine Flucht

Ich höre den Gesang der Frühlingsvögel
Ein Berggeist spricht mich an
Ja eine Seejungfrau raunt mir zu
Und Merkur der Götterbote erscheint
Mahnt Bruder Mensch Du stirbst nicht
Wir brauchen Dich die Zweimalgeborenen

 

 

 

 

 

 

 

Geliebte

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Letzte Woche wollte ich
Dir einen Liebesbrief schreiben
Doch dann hatte ich Angst
Du könntest mich abweisen
Und ich zerriss ihn

Vor Tagen
Wollte ich Dir Blumen schenken
Doch dann überließ ich der Angst
Das Feld und die Blumen verwelkten
Wie mein Vertrauen verkümmerte

Gestern wollte
Ich Dich besuchen
Doch dann hatte ich die Befürchtung
Du empfingest mich nicht
Und ich blieb vereinsamt in meinem Grab

Heute jetzt
Da ich mich liebe
Bist Du hier
Mit in mir
Geliebte

 

 

 

 

Das Blümlein

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Ach Du Wunderschön
Blümlein am Wegesrand
Willst Du mit mir gehn
Festgewachsen nur hier stehn

Ach Du Menschenkind
Wunderschön weise und rein
Ich warte hier weise den Weg
Bin Wächterin bedauere nein

Doch nimm mich auf
In Dein Herze innwendig allzeit
Wie auch ich mit Dir gehe
Denn der Liebe Wege sind ortlos befreit

 

 

 

 

 

 

 

Dichten

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Ja Du bist ein Dichter
Eine Poetin
Lyrik ist Dein Sein
Wie Du habest noch nie gedichtet
Hälst Du mir entgegen

Ach woher
Tag für Tag
Jahr ums Jahr
Minütlich sekündlich
Gerade jetzt in diesem heiligen Augenblick

Schreibst Du Dein Gedicht
Vor in Dir stehen vier Tintenfäßchen
Farben wohl Gefühle mehr
Wut Angst Trauer und Freude
Und Deine beiden Federn warten

Ein Adlerkiel
Und einer Taube Feder
Damit schreibst Du unerläßlich
All das was Du fühlst
In des Himmels Ätherpergament

Weh Dir weh mir
So Du die Farben mischst
Zorneshass und Selbstvernichtung
Kränkend allemal
Verwirrter Sinne Chaos Schwärze

Woher Du angeregt den Federkiel ergreifst
Seis sturer Kopf
Dein unersättlich Bauch
Ach wohl Dein Herzensquell
Dann Freude schöner Götterfunke

 

 

 

 

 

 

 

Höre

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Ja ich war dabei
Habe Es mit eigenen Augen gesehen
Meiner Ohren Muschel sind Zeugen
Ich eine kleine Maus
Will Dir die Geschichte
Wahrheitsgetreu berichten

Er hatte alle Welt eingegladen
Sie kamen nicht
Seine Freunde Schüler Feinde
Sie blieben fern
Hatten zu tun
Tausenderlei dies und das
Jenes eiligst noch

So stand Er in diesem Raum
Jenseits der Zeit
Ortlos und überall
Kein Tag keine Nacht
Die Sonne schenkte allein Ihr Licht
Und der Mond sah hälftig und fahl vertohlen zu
Nur die Luft bebte und vibrierte erwartungsvoll

Dann hub Er an zu künden
Ich tue nichts und doch geschieht Es
Spreche nicht bin doch berede
Handle nicht bin allseits geführt
Will nichts und alles ist mir geschenkt
Ich gebe Ihm keinen Namen
Bin Es schlicht Du

 

 

 

 

 

 

Deuten

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Schon immer war Leben und Tod
Mir ein wundersames Rätsel
Des Pudels Kern zu knacken
Die Welt aus den Angeln heben
Denn Das Tor zur Freiheit klemmt
Quitscht knarzt und bedarf des Ölens

Geschichte Archäologie Historie
All jene Schatten der Vergangenheit
Mit Ihrem wirksamen Licht
Verstehen erschauen erkennen
Faustisch lebt Es sich in dieser Zeit

Und Mahadma Gandhi Martin Luther King
Freak Hippiekünsterheilergurulehrer
Joshua Syroarmenischer Essenerjude
John F. Kennedy Sie alle starben
Für Ihr Ideal wann ich lebend Toter

So habe ich die Geheimdienste aufgelöst
Die Rüstungsindustrie in ziviele umgewandelt
Das Militär und den Strafvollzug abgeschafft
Denn die sogenannten Verbrecher
Sind Gebrochene und Ihre Verfehlung

Ist das Fehlende Ihnen vorenthalten
Heilung kennt Vergeben und Verzeihen
Sünde Scham und Schuld alter Religiösität
Sind Kompost der Geschichte
Nenn mich Echnaton oder einen Schatzgräber

Der Seele und des Geistes
Einst haben wir die tausend Götter
Abgeschafft und Aton die Sonne
Als Sinnbild sich verschenkenden Liebens
Erwählt und Armana die Sonnenstadt erbaut

Heute Wüste verwüstete Stätte
Denn die alte Macht hat sich geholt
Was der Himmel Ihr kurzweilig benommen
Du bist der Deuter der heutigen Welt
Sinngebend Dein magischer Blick
Auf das was die Welt im Innersten zusammenhält

 

 

 

 

 

Warten

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O ich habe mein Lebtag gewartet
Auf bessere Zeiten
Spielgefährten
Beste Freunde
Alles sollte die Zukunft sein

An Bahnhöfen stand ich
Züge fuhren ein und aus
Ich bestieg keinen
Wartend die Freiheit
Des Unentschlossenen

In den Karawansereien
Sah ich Kamele Treiber Reisende
Reich beladen von weit her
Abenteuer duftend
Verwartete Möglichkeiten

Dann als Gottsucher
Ging ich in Kirchen Tempel
Und Moscheen las heilige Bücher
Wartete auf Erleuchtung
Das Gott sich mir zeige

Die Schönste liebreizend
Reiner Seele zart
Geistbeflügelt
In Kaffees Tanzböden
Auf dem Basar verwartet

Heute sah ich Dich
Ein Pferd Blumen Hund und Vögel
Wolken Schnee und Sonnenschein
Menschenaugen Licht
Hörte wundersame Musik fand Dich

 

 

 

Für „JISR“ Brücke
Marokanisch Syrisches Ensemble
Klassischer Arabischer Kammermusik
Ihrer zweiten CD „Warten“ gewidmet
Dankend Ella Fibiey

 

 

 

 

 

 

 

Lieben

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Ach Geliebte Du
Überall auf der Welt
Jahr für Jahr
Habe ich Dich gesucht
Doch Du ließest Dich nicht finden

So eines Tages
Erschaute ich in jedem weiblichen Wesen
Deiner Seele strahlenden Glanz
Und ward getröstet
Dich darin erkennend zu sehn

Ach Geliebter
Überall allüberall
Habe ich Dich zu finden gehofft
Doch Du bliebest mir verborgen
Bis zu jenem heiligen Augenblick
Da ich in jedem männlichen Wesen
Deinen feurigen Geist erblickte

Und so bin ich getröstet
Dich in Allen und Allem
Ja in mir selbst wohlgeborgen
Fühlend spürend zu wissen
Welch Gnade Dich zu lieben
Dank dafür