Archiv für den Monat Februar 2018

Bei Erbil

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Ich hatte Veranstaltungsplakate abzugeben
Ein Türkisches Vegidönerlokal
Zwei Männer am Tisch
Türkendeutscher Deutschentürke
Wie Es geht
Worum Es geht

Einen Tee
O ja danke
Ich bin des Lebens müde der Bartstoppelige
O das ist gut
Der Anfang
Dahin kommen wir alle
Das entspannt ist der Neubeginn
Weg von Gier Ehrgeiz Karrierestreben Ellebogenmentalität

Hm
Und ich habe keinen Glauben mehr
Mann Du stehst hier und liebst das Essen die hungrigen Menschengäste
Du glaubst an Geschmack und Sättigung
Wenn nicht wärst du Arbeitsloser Harzvierempfänger
Also bist Du ein Gläubiger

Gäste kommen beide stehen auf
Umarmungen Wangenberührung
Abschied von Freunden Brüdern
Schweigend verhungern wir
Gespräche nähren allemal

 

 

 

 

 

 

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Himmlisches

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Heute sage ich Dir ein Geheimnis
Ich bin aus der Einheit
In die Vielheit gegangen
Habe mich vervielfältigt

Scheinbar verloren
Bin in Dir in Ihr in Ihm
Auf neue wiedergeboren
Was Du dem bist

Was Du da draußen
Glaubst getrennt zu sehen
All das bin ich
Wer Es erfühlt begreift
Wird Es erleben und verstehen

 

 

 

 

 

 

 

Sie

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Manchmal ist Sie ein Scherbenhaufen
Ein Eimer rostiger Nägel
Erbochenes

Öfter eine Schale randvoll mit Tränen
Mythischer Kelch gefüllt mit Blut
Schatzkästlein überquellenden Geschmeides

Dabei ist Sie aller Wirkung Anfang
Sprache Göttin der Sinne allemal
Vibrierend pochend wie Dein Herz Dir Leben schenkt

 

 

 

 

 

ICH

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Kein ja aber mehr
Weder Man sollte distanzierter Egoität
Schon gar nicht als Frau
Noch könnte unbestimmter Möglichkeitsform

Dieses vielleicht da
Verunsicherter Unverbundenheit
Ich ist in sich selber sicher und
Klar entschieden allzeit wahr

 

 

 

 

 

 

 

Die Liebeserklärung

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Ich saß in der S-Bahn
Ob ich weg oder hinfuhr bedeutsam wie alles
Ein sehr intimer familiärer öffentlich sozialer
Antisozialer Selbsterkenntnistherapieraum

Da setzte sich ein Mensch zu mir
Entbot ungewöhnlich den Gruß
Augenkontakt weder Zeitung noch elektronisches Medium
Benutzend um vor sich zu fliehen mich zu vermeiden

Ich liebe Sie
Wie meinen Sie das
Ihr Augenlicht das was dahinter glimmt leuchten strahlen will
Ich kann Ihre Seele spüren weiß um Ihren Geist

Jetzt muß ich aussteigen
Auf Wiedersehen Adjö
Wir haben Lieben erfahren
Einfach weil Sie immer und alles ist

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir Kinder fragen klagend

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Sag Mutter Erde gütige
Wesshalb machen sich die Menschen hier auf Dir
Das Leben ach so leidvoll schwer

Sprich Vater Sonne strahlender
Wie geht Es an das soviel Dunkelheit
In Deinem lichten Sein hernieden herrscht

Meine geliebten Kindlein
Seht die Geburt daselbst
Eng ist die Pforte und schmal der Kanal

Gepresst und blind von Schmerz begleitet
Entbindet sich das kleine Kind
Dem maltretierten Mutterschoß

Ihr Strahlen lichter Götterfunken
Das Nacht und Finsternis entscheide
Der Sonne gleißende Helligkeit beschneide

Habt Ihr die Qual dunkler lichter Wahl
Bis eines Tages ihr selber dessen überdrüssig
Jenes Wechselspiels der Freiheit Wahl getroffen habt

 

 

 

 

 

 

 

 

Größe

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Ich bin ein Wurm
Welkes Laub herbstlicher Ernte
Wohlfeil verspeißend zu Erde verwandelnd wieder

Ich bin ein blinder Maulwurf
Erdhügel zeugen nur von meinem dunklen Sein
Insektengetier Larven Gewürm sind meine Nahrung

Ich bin eine geduldige Spinne
Erschaffe mein Netz strenger Geometrie
Nehme was mir hineinfliegt demütig an

Ich bin eine Mikrobe
Für Dich unsichtbar ja gar nicht da
Verarbeite Alles was verfallen und verwest

Ich bin ein Adler in den Lüften
Eine Taube über Deinem Dach
Und sehe auf alles nur dankbar liebend herab

 

 

 

 

 

 

 

Im Gefängnis

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Das düstere Gefängnis war ausbruchsicher errichtet
Die Gefangenen alle lebenslänglich verurteilt
Einzel und Gemeinschafttszellen überfüllt
Je nach Gefährdung

Ein neuer Insasse zu Seinem Gefährten
Wesshalb sitzt Du ein
Wegen Freude unbändiger Freude
Ach schenke mir davon

Und Du Bruder
Ich ich bin des Vergehens der Wahrhaftigkeit angeklagt
O lass mich mehr darüber wissen
Mich hungert wahrlich danach

Sag an Du Genosse was werfen Sie dir vor
Tja das ich jeden und alles liebe
Das störe die öffentliche Ordnung das System
Verunsichere verwirre die Menschen

Mensch bah ich kann Es spüren echt stark
Da kamen die Wärter und sahen aufgeregt nach
Was hier geschehe spürig wie Wachhunde eben sind
Und fanden nichts als lächelnde frohe Menschen vor

Und am nächsten Tag liefen Sie verstört umher
Sie fänden da sei etwas komisch stimme nicht mehr
Irgendwie ist alles anders Sie wollen da nicht mehr Dienst tun
Und warfen die Schlüssel in die Zellen und verließen fluchtartig
Das Gefängnis das keines mehr war

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Basar der Liebe

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Ihr Männer und Frauen kommt herbei
Hier gibt Es frisch vom Baume der Erkenntnis
Des Guten und des Bösen saftig süßer Äpfel Frucht

Du Bürger dieser gütigen Stadt
Heute im Angebot erstmalig und schon wieder
Lichte Freude blumig duftender Schönheit

O Ihr Kinder Mutter Erdes
Da seht selbst reinster Klarheit Weisheit
Frisches Wasser brunnnentief

Kommt herbei Ihr Töchter und Söhne des Himmels
Goldenes Vertrauen edel herangewachsen
Wohlfeil einem jeden Haus

Seht dieser Gewürze Pracht
Bunter spielerischer Freude
Schöpferischer Gestaltungskraft

Ach welch Segen jetzt und hier bezaubernder Zierde
In Fülle reinster Verbundenheit geschmückt
Silbriges diamantenes Mitgefühl

Ei was soll Es kosten
Nichts rein gar nichts
Nur Deine Angst

 

 

 

 

 

 

Im Laden

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Grüß Gott
Guten Tag
Was darfs denn heute sein

Nun etwas Ärger bitte
Am Stück oder in Scheiben
Im Ganzen

Dann Mißmut 250 Gramm
Und von den Lügen ein Pfund
Ach die Mißgunst drei Bündel davon

Ja gerne darfs noch etwas sein
Das Sonderangebot Angst das ganze Glas
Wenn Sie schon dabei sind etwas Pessimismus noch

Das wars nein zuletzt noch Fühllosigkeit und
Ja was war Es denn ja jetzt fällst mir wieder ein
Unbestimmtheit Unentschlossensein jeweils ein Stück

Was kostets dann zusammen
Moment etwas Betrug lege ich Ihnen noch gratis dazu
Liebe ganz genau auf den Cent