Archiv für den Monat November 2017

Das Stundenglas

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Wenn Du je einmal nur
Ganz jetzt im Hier verweilst
Hast Du die Zukunft in der Gegenwart
Mit der Vergangenheit vereint

Zeit ist keine Zahl Dir mehr
Unendlichkeit ist leicht
Nur das Rad der Zeit
Wiegt dagegen hart und schwer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Sein

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Einmal Fels in der Brandung
Dann Brandung die am Felsen stetig leckt

Die Freiheit Feder tanzend im Wind allein
Die Treue Feder im Schwalbenkleide fein

Schatten den Du wirfst verwirf mich nicht
Licht das Dir Unendlichkeit verspricht

Gedankenschwärme ziehen vorbei
Verdichtetes Leben wird ewigliches Sein

 

 

 

 

 

 

 

 

Friedfertigkeit

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Du willst etwas von dieser Welt
Sie müsse Es Dir geben
Dann gib Es Ihr mit Deinem ganzen Leben

Du willst das etwas nicht hier sei
Dann lasse Es in Dir
So geht Es alsogleich vorbei

Du klagst das Es zuwenig Liebe
Hier auf dieser Erde gibt
Weil jeder nur nehme gleich einem Dieb

So hast Du Sie in Dir
Nur angstvoll festgehalten
Schenke Sie vertrauend Dir und Ihr
Und Friede wird obwalten

 

 

 

 

 

 

Sanftmut

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Sie sagten Dir
Du müssest Dein Kindsein opfern
Denn die Realität sei steinhart
Und doch schleift und glättet
Das Wasser der Wellen den schroffen Fels
Mit zeitloser Geduld

Sie behaupten die sanft einherstreichende Katze
Sei grausam wenn auch ihr Fell weich und ihr Schnurren warm
Denn sie belauert die Maus um sie mit ihren Krallen zu erjagen
Mit ihren Zähnen zu zerreißen

Doch wahr ist solange ein Mensch den Metztger aufsucht
Sich dort seine Beute zu holen die der Schlachter
Blutverschmiert für ihn tötete wird die Katze
Nur sein verkannter brüderlicher Spiegel sein

Sanft ist der Blick einer heiligen Kuh
Den Hindus vorbildliche Liebe an Gelassenheit
Sich verschenkendem Stoffwechsel
Als Milch Sahne Butter Joghurt und Käse

Erlaube Dir wieder sanft zu sein
Sanft wie das Äuge eines Rehes
Der Blick in der Kinder Augenlicht
Und ja der kleinen Mäuschen
Die der Menschheit Katz und Mausspiel
Von Gut & Böse märchenhaft vorspielen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zärtlichkeit

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Soeben vor dem Hause
Dunkelnd finstre Nacht
Taumeln himmlische
Schneekinder zart herab

Und als Kind war es eine Wonne sie
Auf der ausgestreckten Zunge
Schmelzend zu empfangen

Jede Nebelschwade Feenschleier
Abendröte Göttermahl
Tautropfen im Sonnenlicht
Regenbogen anverwandt

Stille steht die Zeit
Angeweht Unendlichkeit
Bebt das Herz zärtlich
Liebend angehaucht

 

 

 

 

 

 

 

 

Leben

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Ich badete in Licht
Trank den Wein der Liebe
Die Erde selbst führt meinen Fuß
Und die Engel nähren mein Denken

Die Blumen speißen mein Fühlen
Und alles Getier ist Wille mir
Sternenglanz spiegelt mein Augenpaar

Und Sonnenpracht ist mir Herzensnahrung
Was vermag dem hin aller Weltenschmerz
Das ich ihn lindere wie mir selbst geschieht
Mögen die Götter zürnen oder lachen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Mensch

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Was ist der Mensch
Ist er eine Sozialnummer geworden
Lohnsklave und Konsument
Steuerzahler und Wahlbürger
Renteneinzahler und Kirchensteuerchrist
Den Personalausweis einer BRD oHG mit sich führend

Doch der Mensch ist ein Wesen
Ausgespannt zwischen himmlischem und irdischem Sein
Zwischen Göttlichem und tierischer Körperlichkeit
Engelgeküsst und blumenerfreut
Sonnenstrahlgekitzelt und vogelgesangerfreut
Kind von Mutter Erde und Vater Sonne
Unendlich ewiglich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Licht

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Es walten die Schatten
In namenlosem Grauen
Aus Angst und Sehnsucht
Vor und nach dem Licht

Warten auf Dich Menschenkind
Sie durch Deine Herzensflamme
Umhüllt zu begleiten
Führend vor das Tor der Ewigkeit

 

 

 

 

 

 

 

Nackt lieben

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Heute nahm ich mir vor unverwundbar zu sein
Doch die kugelsicher Weste drückte
Wie einem geharnischten Ritter die Rüstung
Und ich warf sie von mir

Heute wollte ich unangreifbar sein
Und nur wenn ich ganz ehrlich bin
Den Rest verschweigen
Man weis ja nie
Doch ich drohte zu ersticken
Und ließ es sein

Heute begehrte ich voller Leidenschaft einen weiblichen Körper
Doch als Sie sich mir schenkte
War Ihre Seele ausgeflogen
Und Ihr Geist im Kühlschrank auf Eis gelegt
Und ich weinte bitterlich

Dann endlich erinnerte ich mich an Gott
Doch ich konnte Ihn nicht lieben
So weit weg im fernen Himmel finden
Unsichtbar und Singel 60plus
Langbärtig gesetzesstreng und zornig noch dazu

Seit dem bin ich verletzlich unverwundbar
Weil der Wunder voll
Jetzt ergriffen offen bloß und völlig nackt
Jetzt verliebt in jede Seele
Geistestrunken Göttlich Funke flammend brennt
In eines jeden Menschkindes Leib mich wiederfindend

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Suppe

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Sie sagten ich hätte die Suppe versalzen
Also müsse ich sie auch auslöffeln
Letztlich ist dies ein Kompliment
Denn wenn der Koch verliebt
Er die Suppe versalzt versiebt

Die Suppe werde nicht so heiß gegessen
Wie sie gekocht
Also hatte ich zu warten bis sie abgekühlt

Als die Dampfschleier zarter wurden
Sprang ich hinein
Und schwamm darinnen umher tauchte unter
Und siehe da es war eine Buchstabensuppe

ABC bis Z
Und so hatte ich zu tun
Denn all die Buchstaben wollten Worte werden
Und die Worte Sinn und Reim

Eines Tages war alles zu Sprache geworden und
Ich blickte entspannt über den Tellerrand
Da lag ein großer Löffel umgekehrt abgelegt
Und somit konnte ich die Suppe
Doch nicht auslöffeln

Entmutigt sank ich auf den Tellergrund
Und siehe da
Es war eine Sternchensuppe geworden
Und des Nachts leuchteten die Silberlichter
Durch das Küchenfenster herein

Und all meine Sternchen schwebten hinauf
Zu ihnen hin ans Himmelszelt
Und ich sprang flugs auf eines
Und wurde enthoben mit
Salzigen Freudentränen im Augenlicht