Gestern

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Gestern war ich in München an der Hackerbrücke
S-Bahn fahrend abends heimwärts eingestiegen
Das Oktoberfestvolk tummelte sich bunt
Manch stämmiger Mann hatte schwache Knie
Und sein edles Antlitz war vom Rausche leicht entstellt

Ich traf einen Wörthseer Lebenskünstler auf der Wartebank
Wir freuten einander
Zwei drei Maßkrüge habe Er getrunken
Zuhause einsam suchte Er im Festgetümmel Nähe
Und fand Sie traurig lächelnd dort nicht

Wir sprachen über das Leben
Und ein junger Mann E Buch lesend
Fand sich in unser himmelstürmendes Sprechen
Alsbald einbezogen obwohl müde offen genug
Die Welt aus den Angeln gehoben zu erleben
Nüchtern sei Er auf Anfrage und trug zwar
Kein Lebkuchenherz mit der Buntschrift
Ich liebe Dich doch Er tat Es einfach so

Rasch kamen wir am Heimatort an
Die Zeit sei verflogen meinte Karl
Wir umarmten uns und wünschten
Unsere Wege trennten sich
Einander Gute Nacht
Trunken vom Wein der Liebe

 

 

 

 

 

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