Archiv für den Monat August 2017

Erwachen

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Ich bin erwacht
In der Sonne um Mitternacht

Ich bin erfrischt
Im Glanze Ihres Herzenslichts

Ich bin gestärkt
In des Liebens heilsamenen einendem heiligem Werk

Welch froher Tag
Mir geschenkt

Bin ich trotz aller Erdendunkelheit
Unverzagt hochbetagt
Allein Ihr zeitloses Kind

 

Irland
Insel Cork
27.August 2017

 

 

 

 

 

 

 

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Jetzt

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Ich fühle mich so schwach und stark
Zerbrechlich unverletzlich
Ganz sonderbar bezaubert
Ruhend in mir dabei so weltverloren

Wissend und zugleich ein reiner Tor
Uralt und doch ein kleines Kind
Ein lebend Toter
Zeitbefreit unendlich ewiglich

Verrückt verschoben
Ganz der Mitte hin
Ein Strahl des Lichts
Inmitten dunkler Mächte

Wenn Du mich fragst
Wie diese Krankheit sei benannt
Nein nicht verliebt
Liebend ganz und gar
Weit über Nutz Verstand
Wie herrlich wundersam

 

 

 

 

 

Ekstase

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Als ich dem wildfremden Mann
Auf der Straße
Die Wange küsste
Rief Er wütend mit Angst gepaart
Hau ab Du schwule Sau

Nachdem ich einer beliebigen Frau
Eine Umarmung schenkte
Stieß Sie mich von Sich
Und drohte mich Sittenstrolch
Der Polizei zu melden

Dann kniete ich nieder
Einem Bettler anstatt Geld gebend
Die Füße zu küssen

Entweder bin ich verrückt
Oder der Tippelbruder
Denn Sein Blick
Seiner Augen Leuchten nach
Muss Er Jesus gewesen sein

 

 

 

 

Schams gewidtmet
Der Die Sonne von Täbris genannt
Der Mythe nach in ekstatischer Gottesverzückung
Darob 1248 hingerichtet wurde

 

 

 

 

 

 

 

Aufstieg

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Zuerst stieg ich
Von meinem hohen Roß herab
Dann räumte ich meinen Sessel
Hängte den Hut an den Nagel
Und gab das Zepter aus der Hand

Jetzt gehe ich Schritt für Schritt
Sitze auf meinem eigenen Hosenboden
Trage den Himmel als Mütze
Und halte meine Herzenskrone bereit
Sie Dir schenkend
Du mein Geliebter

 

 

 

 

 

 

 

Zimmer 13

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Im Hospitz
Es klopft
Herein
Grüß Gott wie geht es Ihnen
Kann ich etwas für Sie tun

Nein mir ist wohl
Ich liege im Sterben
Dieser Körper mein alter Freund
Hat genug gedient und gelitten
Ich lasse Ihn gerne ziehen

Getanzt ist gerannt geschwommen
Geklettert gekrochen und geritten
Gesungen hat Er und gespielt
Musiziert und inszeniert
War sinnlich wild gleich einem Tier
Verzückt entrückt beglückt

Möchten Sie etwas Suppe trinken
Gewaschen werden die Flasche geleert

Nein Ruhe ist Es die ich brauche
Ruhe von all den Erlebnissen Abenteuern
Dramen Tragödien und Komödien

Jenen zahlosen Schrammen Schiefern
Stichen Prellungen Gehirnerschütterungen
Brüchen Grippen faulen Zähnen Kopfweh
Bauchgrimmen Fieber und Infekten
Von den Schlägen als Kind
Sexuellen Enttäuschungen
Sündigen Schuldkomplexen
All dies hat jener alte Esel
Treulich getragen
Dafür bewundere ich ihn dankbar

Meine Seele ist in der Unendlichkeit
Länger schon jugendlich verweilend
Vom Ewigen will ich Ihnen
Ungefragt nicht künden

Doch jetzt ist Es ausgesprochen
Mir leichter Es weiter gegeben habend
An Sie
Danke das war eben gerade Ihre Hilfe
Gehen Sie jetzt bitte
Ich bin dann auch bald weg
Und die Nummer 13 welch eine Zahl
Ist wieder frei

 

 

 

 

 

 

Der Tag

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Mein Windpferd trug mich heute durch den Sturm
Und jener Feuergeist durch all den Weltenbrand

Der Tintenfisch trocken durch das Meer der Schmerzen
Und jenes Blümchen  unscheinbar eröffnete mir wie Dir

Edelsteinegeschmückt und schmetterlingsumflort
Jenes Portal ach Tor nun denn das Pförtchen eben
Meine heiß geliebte Herzenstür

Dank und Segen all jenen nun dafür

 

 

 

 

Der Nichtsnutz

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Hey Du Nichtsnutz was tust Du da
Ich nähre meine Träume

Sag mal hast Du nichts zu tun
Doch ich füttere meine Visionen

Du bist wohl zu faul
Dir eine Arbeit zu suchen

Ich arbeite immerfort
Verwandele Angst in Lieben

 

 

 

 

 

 

Sagenhaftes

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Bei Dir ist Hopf und Malz verloren
Hat eh keinen Sinn
Was solls
Du raffst es nie
Vergebne Liebesmüh
Sinnlos
Echt zum davonlaufen
Das Allerletzte
Kein Wunder
Woher soll ers denn haben
Typisch
Na bitte
Toll
Siehste
Gibs auf
Ach ja
Da schau an
Mensch
Du

Du bist
Woher Du kamst
Wohin Du gehst
Worin Du lebst
Licht