Archiv für den Monat August 2016

Nieschendasein

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Ich bin eine Ratte
Doch nur weil Du den Müll
Und Essensreste achtlos wegwirfst

Eine Maus im Haus wenn Lebensmittel unverpackt
Ihren Lockduft streuen
Bin Leckerbissen jeder Katze

Eine Stechmücke denn wir verkörpern
All Euere bissigen gehässigen Gedanken
Und Emotionen leben von ihnen und aus Euerem Blut

Ich bin ein Künstler der wie unlängst
Bei einer Hochzeit gesehen auf der leeren
Tanzfläche unbefangen kleiner Kinder Art tanzt

Der zwischen Villen in einem Wochenendhaus
Wohnend lachend Schwermut umgräbt
Vorurteile eint Standesdünkel feilt
Und Frohsinn als Französische Flagge
Goldener Lilien auf blauem Grund
Im Garten lustig flattern läßt

Der Gott in Frankreich giotiniert
Hier lebt es sich Deutsch Göttlich
Frank und frei arglos und ungeniert

 

 

 

 

 

 

Unter Tage

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Ich bin ein Bergmann
Fahre täglich unter Tage
Opfere dafür der Sonne Licht
Grabe Kupfer hacke Eisen
Schürfe Gold und breche Kohle
Diamanten staub und rußgeschwärzt
Gar Furcht erregend ist mein Angesicht

Ich bin ein Bergmann
Opfere das Sonnenlicht
Das es Dir an Wärme Deinem Ehering
Technik und Kabelsträngen
Nicht gebricht

Ich bin ein Kumpel Dir
Sich der Sonne opfernd
Kumpel Freund o schenk mir
Etwas von Deinem Tageslicht
Wo nicht der Stollen bricht

 

 

 

 

 

 

Liebeserklärung

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Der Mensch auf dieser Erde
Ist dazu da
Das Er ganz Mensch hier werde

Nun kann ein etwas doch nur sein
Wenn auch das Gegenteil mit im Verein

Der Unmensch tritt nun auf den Plan
Ganz zornig wuterfüllt im Wahn
Will Er den Menschen so nicht lassen
Bekämpfen muß Er Ihn und hassen

Der gute Mensch zutiefst erschreckt
Sich flüchtend vor Ihm nun versteckt
Oder Gesetze sich erdacht
Den Unhold so zu Fall gebracht

So geht es hin so geht es her
Beide ertrinken gar in einem Schmerzensmeer
Und wenn der Mensch nun ist erfahren
Geläutert ganz von allen Qualen
Gleich einem Kind geheilt und weise

Zerrinnt aufheulend alles Dunkel
Sich aufbäumend letztmalig brüllt
Alles Weltenleid im Licht verweht
Wie Schnee im Frühling still vergeht
Und all die trocknen Flüsse füllt

Der Mensch nun Gast auf Erden unbeschwert
Nachdem Ihm alles umgekehrt
Packt seine Sieben Sachen leise
Auf das Er endlich weiterreise
Blickt milde tränennaß zurück
In Göttlich Lachem reich beschenktem Glück

 

 

 

 

 

ER

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Wer ist ER
Der Mensch
Jener der da vor Dir steht
In der Warteschlange im Lebensmittelladen
In Schule und Beruf
Als Nachbar
Partner Geliebte Geliebter
Verwandter

Ist Er Person
Persona Maske
Staatsbürger Verbraucher Steuerzahler
Konsument statistischer Wert
PK 121054A61515 Personal Ausweisinhaber
Schwarzer Weißer Roter Gelber
Hindu Buddhist Muslim Atheist Christ
Akademiker Arbeiter
Mann Frau

Körper
Seele Geist

Ach was Er Dir ist
Hängt ab davon
Was Du Dir selber bist
Spiegel Deiner Selbst

 

 

 

 

 

 

Allein sein vs. einsam sein

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Allein sein vs. einsam sein

DER der immer da ist
Bat mich dies zu rebloggen
Also habe ich es getan
Dankend Joachimsherz

travelgirl95

Und dann war er weg. Gegangen. Mich alleine gelassen.
Ich war so traurig. Nicht weil er es war. Nicht weil ich alleine war. Sondern weil ich einsam war. Es bin. Ich brauche nicht ihn oder ihn. Sondern einfach irgendjemanden. Jemanden, der immer da ist, nicht nur einen Tag oder eine Nacht.
Es ging mir nicht um ihn, es geht mir auch nicht um den anderen. Es geht mir um irgendjemanden. Aber gemerkt habe ich es erst bei ihm, jetzt, eben. Jemanden da haben wollen. Jemanden haben wollen, der bleibt. Das ist etwas ganz anderes als sich alle zwei Wochen irgendeinen nach Hause zu holen. Oder hinzufahren. Ein Tag, eine Nacht, und dann war es das. Klar, es war schön, aber es war eben nur diese eine kurze Zeit. Danach kommt er nicht mehr. Nie mehr. Und ich merke, dass ich nicht ihn brauche, nicht ihn speziell

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Der Träumer

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Heute erwachend betroffen wieder in der Realität
Zu sein denn ich bin kein Realist
Nur Gast Forschungsreisender in Ihr
Dafür Bewohner jener Sphäre
Die als Wirklichkeit weitgehend verkannt verpönt
Ein Nischen Schattendasein führt

Was ich heute träumte sagt so viel ja alles
Über mich und meiner Seele Arbeit
Frei von der Körperenge dreidimensionaler Gitterstäbe

Was es auch diesmal wieder war
Erstaunte mich aufs Neue
Menschen einer Gemeinschaft der ich selbst
Jahrzehnte angehörte angedeutet in Hermann Hesses
DIE MORGENLANDFAHRT und Johann Wolfgang Goethes
DIE GEHEIMNISSE

Nachts in der vierten Dimension träumt sich weiter
Was hier abgebrochen scheint
Führt ein Eigenleben jenseits kontrollierbarer
Gesetzlichkeit

So sind Träume auch keine Schäume
Vielmehr wie Jane Roberts in
DIALOG DER SEELE so abenteuerlich beschreibt
Die Wirksphäre ganzheitlichen Lebens
Selbst meine erste Ehefrau die Mutter
Meiner Kinder ist dort aktiv
Obwohl ich tagsüber kein bewusstes Band
Zu Ihr unterhalte

Unsere Träume sind das Unterpfand
Mehr zu sein als Aminosäuere Produkte
Ein Haufen Knochen
Bloßer Klumpen Fleisch

Was mir Quintessenz all dessen ist
Wir sind die Geträumten
Und der Quell ist lieben
Auch Du gehörst dazu
Denn ich habe Dich geträumt

 

 

 

 

 

 

 

 

Arbeit

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Abends am Ende eines Tages
Stellt Er Dir die Frage
Mensch was hast Du heute getan

Behütet geborgen versorgt
Gestaltet bearbeitet verwandelt
Betreut geheilt gelehrt
Erheitert ermutigt bestärkt

Erhellt beleuchtet verklärt
Bezaubert erfrischt erquickt
Gepflanzt geerntet verzückt

Transzendiert destilliert gemalt
Geputzt gereinigt lächelnd gestrahlt
Arbeit ist lieben
All das was schöpferisches Leben ist
Wo nicht bist Du arbeitslos
Weil es Dir noch an Herzlichkeit gebricht

 

 

 

 

 

 

 

Schuld oder Verantwortung

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Auf das eingesandte Essay
„Ein Beitrag zur Heilung des Schuldkomplexes der Deutschen am Nationalsozialismus
aus dem Wesen des Christentums heraus“
Erhielt ich von einem Arzt Autor und Vortragenden folgendes Antwortschreiben

G. bei München, 8.7.10

Lieber Herr Antweiler

vielen Dank für Ihren Text.Gefühlsmäßig
kann ich ihren Gedanken verstehen, vielleicht
wird man in 100 oder 200 Jahren auch offiziel so sprechen.
Steiner legte 1918 ja den größten Wert darauf,
daß Deutschland nicht die alleinige Kriegsschuld
bekommt. Die Zeitgeschichtl. Betrachtungen
sind jetzt in einem neuen Kommentar erschienen,
vieles von dem was damals fast keiner glaubte,
hat sich bestätigt.Die wahre Geschichte ist
die okkulte Geschichte. Dafür sind allerdings
höchste Fähigkeiten nötig.es bleibt nichts übrig,
als bescheiden weiterzuarbeiten.

Herzlich
Ihr F.H.

 

 

 

 

Die Brücke

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Brückenbauer sind wir
Oder einer jener
Die alle Brücken hinter sich abbrechen

Ach ein Pfeiler bin ich der Brücke
Ein Stein ihres Sockels
Platte auf Ihrem Weg

Selbst darüber Schreitender
Wegloser Steg

Wasser die darunter eilen
Hurtig ins Meer

Boot Fisch und Angler
Alles um mich her

 

 

 

 

Ode an die Brücke über den Bosporus
Dreitägiger Gast in Byzanz Konstantinopel und Istanbul
Anlässlich der Einladung zu einer Doppelhochzeitsfeier
In staunender Dankbarkeit
Segen dieser Stadt