Die Glocke

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Wenn Du den Ton angeben willst
Hier auf diesem Erdenrund
Wo nicht so bist Du gleich einer
Stimmgabel die mitschwingt
Sei Es Miß oder Wohlklang
Sind Sie Dir fremd gegeben
Oft schweigt Sie stumm allein

Dann werde Glocke hell und klar
Aus weichem Wachs die Form erschaffend
Mit Lehm der feucht und kalt umhüllt
Im Ofen heiß gebrannt fließ heraus aus Dir
Was Du einst gewesen bist

Hohl und leer so ganz empfänglich
Ergießt sich flüssig Erz in Deinen innern Leib
Und ruhend dann kühlt ab was vordem hitzig war

So zubereitet schlägt der Hammer dann
Die Form entzwei
Jetzt bist Du da und endlich frei
Der Klöppel wird Dir zugesellt
Als wärs die Zunge Dir im Mund

Und wenn der erste Ton erklingt
Der Raum in Dir vor Freude schwingt
Und Du der Welt zur Hochzeit läutest
Auch zur Geburt und wohl im Tod
Die Menschen rufst und so geeint
Vereinst in Frohgemut

 

 

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