Archiv für den Monat Mai 2016

Lieben

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Alleine auf die Erde herabzusteigen
In den engen Geburtenschoß
Eines Körpers Behausung erwählend
Die täglich im Schlafe verlassen werden muß
Um nicht wahnsinnig zu werden
Ist das erste Geheimnis des Liebens

Vorlieben lieb haben lieb sein
Sind Sandförmchen erst um später
Einen echten Kuchen zu backen
Auch eine Ihrer Gesten
Gebackenes Lieben

Meine beiden Ehefrauen und Freundinnen
Sie waren mir Lehrerinnen
Und als die Lektion zu Ende
War Es vorbei

Es gibt kein Versagen im wagen
Nur Angst ist Ihr einziges Gift
Und weil Ich Dich liebe liebe
Ich mich

Der Himmel hat sich verschenkt
All Sein Lieben der Erde vermacht
Und die Menschen

Hier bricht der Text ab
In den Taschen eines unbekannten
Toten gefunden
Sein Antlitz von einem Lächeln
Verklärt

 

 

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Die Glocke

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Wenn Du den Ton angeben willst
Hier auf diesem Erdenrund
Wo nicht so bist Du gleich einer
Stimmgabel die mitschwingt
Sei Es Miß oder Wohlklang
Sind Sie Dir fremd gegeben
Oft schweigt Sie stumm allein

Dann werde Glocke hell und klar
Aus weichem Wachs die Form erschaffend
Mit Lehm der feucht und kalt umhüllt
Im Ofen heiß gebrannt fließ heraus aus Dir
Was Du einst gewesen bist

Hohl und leer so ganz empfänglich
Ergießt sich flüssig Erz in Deinen innern Leib
Und ruhend dann kühlt ab was vordem hitzig war

So zubereitet schlägt der Hammer dann
Die Form entzwei
Jetzt bist Du da und endlich frei
Der Klöppel wird Dir zugesellt
Als wärs die Zunge Dir im Mund

Und wenn der erste Ton erklingt
Der Raum in Dir vor Freude schwingt
Und Du der Welt zur Hochzeit läutest
Auch zur Geburt und wohl im Tod
Die Menschen rufst und so geeint
Vereinst in Frohgemut

 

 

Weihnachten im Mai

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Ich muss Dir eine wahre Geschichte erzählen
Obwohl erdichtete auch wahr sind nur eben anders
Eine Frau richtete gestern Ihr Abschiedsfest in Bad Endorf im Chiemgau ein
Sie Dilara wird für vier Monate auf eine Alm ziehen dort arbeiten und leben
In den Räumen eines DeutschIrakischen Sufilehrers und dessen Seelenfamilie
Vor dem eigentlichen Beginn ein Spaziergang auf eine Anhöhe mit Blick auf den
Simsee das Alpenpanorama und die Sich verabschiedende Sonnenpracht
Oben ein Bänkchen an einem Marterl jener kirchlichen gewaltverherrlichenden
Foltertodesdarstellung des Sufi namens Jeshua am Kreuze

Unausweichlich wie heute üblich das Gruppenfoto vom Taschentelefon aufgenommen
Kichern Anweisungen die Bildkomposition
Dann eine alleinige reifere Frau kommt zögerlich heranspaziert
Wie Wir von der Anmut des Ortes und der heiligen Abendstimmung gerufen
Plötzlich hatte einer der Teilehmer trunken vom Wein der Liebe den Impuls
Hallo Sie da kommen Sie doch auch herbei zu Uns
Mit auf das Bild
Aber Ich gehöre doch gar nicht dazu
Wie Natürlich gehören Sie dazu
Sie sind ein Mensch wie Wir

 

 

Das alte Haus

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Liebende Monika-Maria
Der Gartenzwerg hat mich gebeten
Dies zu rebloggen
Also habe ich Es getan
dankend
Dir Joachimsherz

Gedanken-Reich

hofgraben_old_house

Foto: © Uwe Christian Ganglmair

Am Hofgraben das alte Haus,
hat viel erlebt tagein tagaus.
Es kennt die Freude – kennt den Schmerz,
hat miterlebt so manchen Scherz.

Buschwerk wuchert an den Wänden,
gepflegt wird dies mit liebend Händen.
Katzen gehen ein und aus,
auch Vögel sind im Vogelhaus.

Beim Fenster sitzen Gartenzwerge,
gern gibt man ihnen Zwergherberge.
Bezaubernd, dieses Haus hat Charme,
wer hier lebt ist gewiss nicht arm.

© Monika-Maria Ehliah Windtner
15.o5.2o16

****

Dieses idyllische Häuschen steht in Traunkirchen,
im Salzkammergut, am Hofgraben:
Fotografisch in Szene gesetzt von meinem Bruder Uwe.
Danke dir herzlich!

Liebe Grüße hinein in diesen Abend des Pfingstsonntages.
HERZ-lichst
Monika-Maria

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Das ungeschriebene Gedicht

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Ein Gedicht ist geronnenes Blut
Ungeweinter
Getrockneter Tränen salziger Geschmack
Sonnenhaftes
Nie erklungenes Lachen
Unerhörte
Worte gesprochen im Sturm
Und Taten
Nie vollbracht
Doch weil empfunden
Wunderschön im Geist erdacht

 

 

Ich bin ein Mensch

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Liebende
Das Licht bei geschlossenen Augen
Hat mich gebeten dies hier zu rebloggen
Also habe ich Es getan
dankend
Dir Joachimsherz

Das Glück ist ein dünner Mantel – Geschichten einer Erzählerin

Der Mensch verändert und
ändert sich.
Nicht von alleine.
Kein Mensch ändert
Dich wenn Du es nicht willst.
Ich schüttle den Staub ab
berge Erinnerungen
und sehe mit Entsetzen
dem Treiben der Menschen zu.

Vielleicht sollte ich mich verändern.
Anders noch auf andere zugehen
Jenen die Hand reichen
die meine weg schlagen.
Die Schläge gegen die Menschlichkeit
treffen mich
und ich geh
für alle, die sie ertragen müssen
in die Knie.

Menschen können sich ändern,
wenn sie nur wollen.
Ich stehe auf
fange für mich
jeden Tag aufs neue damit an.
Suche die Augenhöhe
auch bei geschlossenen Augen
in der Hoffnung, dass sie
die Angst vergessen können
und sich wieder öffnen.

DSC_0063 (3).jpg

Ich bin ein Mensch
und an manchen Tagen
fällt es mir schwer
das zu sagen.

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Widerwege

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Liebender Kai
Das Licht hat mich gebeten
Dies zu rebloggen
Also habe Ich Es getan
dankend Dir Joachim von Herzen

Kempe Weidenbaum

Donner in der Stille,
unbeugbarer Wille,
behäbig,
sucht Freiheit im Käfig,

für sich, für sich, für sich. 

In endlosen Momenten,
Zeitkonsumenten,
graben mit baren Händen
nach haltlosen Enden

für sich, für sich, für sich. 

Muss jeder
entweder 
für sich oder allein 
auf der Suche sein.

Für ein uns,
ein wir, einen blassen Wunsch,
für sich oder allein,
für einen Kuss, 
einen Tanz, eine Trance,
einen goldenen Schuss.
Nur für eine Chance. 

Der Wolf hat 
einen Revolver 
er spielt Gericht
für sich, für sich, für sich. 

Hohle Gassen,
Dachterrassen,
im Sonnenschein,
sie sind für sich, aber nicht allein. 

Die Suche, am Ende,
warten Wände 
doch wer sie zerbricht,
für sich oder allein,
der tut es für dich,
nimm meine Hände,
tanzen wir ins Licht!

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Das Geheimnis

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Ein Sufi traf einmal einen Weggefährten
Der einen Krug bei sich trug
Bruder was ist in dem Krug
Ein Geheimnis
Dann offenbare es mir
Doch dann ist es kein Geheimnis mehr
Und Du Bruder was hängt da in Deinem Beutel
Ein größeres Geheimnis
Doch würde es den Krug zersprengen
In dem gerade eine giftige Schlange liegt
Die Dich bald beißen wird
Wenn Du Es weiterhin verbirgst

 

 

Dankgebet

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Geliebter was soll Ich noch auf dieser Erde
Alle Tränen habe ich verweint
Das die Nacht heller wurde um meinen Stern
Der nun verglüht in Dir

Geliebte was will ich noch  in dieser Welt
Da mein Lachen Dir verklungen
All dem kalten Schweigen Freude zugesellt

Du mein Freund was will Ich Dir noch sein
Den Schatz trägst Du längst überreich in Dir
Vereint sind Wir auf immerda

Du Himmel nimm mich auf
Für einen kurzen Strahl des Lichts
Dann schick mich wieder
Engelgeführt hinab auf diesen Erdenkreis

Noch ist ein Tropfen Blut
In meinen Adern
Auch den will ich verschenken an den Tod
Bis ich ganz Du
Mein Herz nur bin