Archiv für den Monat Oktober 2015

Einsamkeit

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Es gibt Menschen die zerfressen
Von unerträglicher Vereinsamung
Auch hier Ihren Schmerz inszenieren
Und Gefangene Ihres intellektuellen

Materialistischen Weltbildes sich
Seins und weltverloren verzweifelt
An jedes Fünkchen Zuwendung und
Aufmerksamkeit klammern auch mit

Den Mitteln beißender Kritik
Zynischer Polarisierung und
Trotziger Abwehr alle Register
Ziehen dabei ist es so einfach

Ich bin nie allein All ein wohl
Engel sind um Mich Feen Undinen
Sylphen Gnome Wichtel Geister und
Kobolde und Salamander eben die

Freunde von der anderen Seite
Von Kirche und Naturwissenschaft
Als heidnisch und esoterische
Spinnerei verunglimpft und

Abgetan Präsenz Gegenwärtigkeit
Wie Liebende Es erfahren einander
Bedenken gleichzeitig den Hörer
Ergreifen Sich anwählen und Es

Lachend ist besetzt Herrlich
Paranormal und doch ganz natürlich
Wie Alles was liebt verbunden ist

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Sprachlosigkeit

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Wenn Ich Mensch
In Meiner Seele wohnend
Sie nicht kenne Sie
Mir eine Fremde ist

Was beseelt Mich dann
Wenn Ich Mensch eines
Großen Geistes Lichtfunke
Bin und Seiner unbewusst

Geisteskränkle was
Begeistert Mich dann
Wenn Ich Mensch dies
Bin vor aller Kreatur

Der Sprache mächtig
Und zugleich Mir selber
Fremdling bin was habe
Ich dann noch zu sprechen

Befremdliches unbehaust
Welt verloren abgrundtief
Wie Rapper Ihre Hasstiraden
Wutstakkatos in die Welt

Verschimpfen Ach laßt Uns
Doch wieder sprechen so
Andachtsvoll und wohlgesinnt
Dass die Es hören froh erquickt

Begeistert und beseelt mit
Großen Kinderaugen staunend
Lauschen herzverzückt

Das nie geschriebene Gedicht

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Einst hatte Mich die Muse
Geküsst so mittendrin
Bei irgend einem Tun
Und Ich nein Mein Ego

Sagte tus erst fertig
Dann schreibst Du eben
Zeit ist immer noch
Ja Zeit war genug danach

Doch die Unendlichkeit klopft
Nur einmal an die Herzenstür
Gleich ob Ich unrasiert oder
Mitten drin befangen bin

So war das Vögelein davon
Geflogen Ich um das inspirierte
Glück betrogen Nicht zu dichten
Ist gelogen so werf Ich Mich

Hinein in künftge Meereswogen
Gleich ob Sie kalt und Ich
Zu müde wäre Hingabe ist
Über allem Ungemach die

Sicherste Fähre zu den Inseln
Der Glückseeligkeit

Denk mal

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Joseph Beuys prägte den Begriff
Soziale Plastik nein nein kein
Kunststoff vielmehr die Skulptur
Dessen was ist wie vormals

Herrische Reiterstatuen und
Dräuende Kriegerdenkmale so
Ungefähr und heute jetzt
Eine verrostete Eiseninstallation

Vor einer Verwaltungsfestung
Oder ein Brunnen aus bohrloch
Gefrästen Granitblöcken so
In etwa Was dann danach zukünftig

Du nur Du bist die Skulptur des
Jetzt dieser Momentaufnahme
Der Unendlichkeit jenes Abglanzes
Ewigen Währens Daseins ganz und gar

In jedem Moment wenn Du durch die
Fußgängerzone schreitest zur Arbeit
Gehst beim Einkaufen  auf dem Weg
Zur Toilette Den Geliebten aufsuchst

Jeder Mensch sieht Dich Vorbild
Einprägsam wenn auch flüchtig
So doch wahrgenommen sieht das
Herz in Allem nur Das Selbst

Nachts

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Als Eulenmensch
Trat Ich nachts vor das Haus
Und richtete Meinen Blick
In das Firmament Meine Brüder

Die Sterne Suchend doch dunstiges
Gewölk trennte Uns  Ein offenes
Himmelsstück Blinkend glitzernde
Freude Sie sind da Für Mich

Und Meine Augen suchten die
Wohnstätten der Menschen die
Mich scheinbar verlassen hatten
Schlummernde Leiber seelenfern

In Gestaden Zonen und Sphären
Auch für Mich dort tätig seiend
Denn der Schlaf ist die Brücke
Darüber Wir wandeln hin zu den

Gefilden Hoher Ahnen wie Goethe
Ja selber einer war und ist
Eulen sind nie allein denn die
Nacht ist voller Leben ungesehn
Doch herzenswahr

Für Dich

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Dieses Gedicht ist nur für Dich
Was ist Es denn
Licht
Das was zerbricht
Ist nur Finsternis
Liebe ist unzerbrechlich
Vergiss das nicht
Doch vergiss Es
Du bist ein Wunder
Wie Jeder Mensch
Ein Geheimnis
Unergründlich tief
Das Es zu ergründen gilt
Und verzaubert
Von dem Fluch der Angst
Damals als die Zeit begann
So entzaubern Wir Uns
Denn Liebe allein bezaubert
Wie Morgentau die Rosen schmückt
Und Schnee das brache Winterland
Müssen Wir einander kennen
Daten Biografien Geschichten
Um einander das zu schenken
Wessen Wir allein bedürfen
Worte sind Wesen
Und Wesenhaftes lebt
Also was sonst
Als das Wir Uns verlebendigen
Mit jedem Wort
Buchstaben
Punkt
Lachen
Für Dich

Aushalten

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Wir müssen nicht einander
Aushalten Ertragen erdulden
Einander eine Zumutung sein
Meiden und fliehen

Einhalten
Wir werden einander miteinander
Füreinander hin zu Du zu Mir
Ich auf Dich hin Wir den Anderen
Einhalten einlösen das Versprechen

Das Uns einst das Leben Selber
Gab hier eben gerade und nur hier
Lieben zu lernen ganz und gar

Die Hausaufgabe

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Der Lehrer
Liebe Kinder von heute  bis
In drei Tagen schreibt jedes
Mädchen und ja jeder Junge

Ein Gedicht auch wenn Ihr
Vorgebt es nicht zu können
Oder nicht wisst wie Es geht
Einfach so wie Es Dir gelingt

Nach drei Tagen Nun was hat
Sich Euch erschlossen Kurt
Beginne Er als Erster
Herr Lehrer also Ich habe

Da einen Traum erlebt
Der war so schön und
Wunderbar so ganz anders
Als die Wirklichkeit oder

Treffender  die Realität
Und da träumte Mir das
Ganze Leben Alles und Jedes
Gleich ob Mensch oder Tier

War so ungewöhnlich neu und
Ja wie immerwährendes
Weihnachten so ähnlich
Und da haben Sich Alle

Nur ganz natürlich geliebt