Archiv für den Monat Oktober 2015

Dennoch

Standard

Wenn auch ein Opfertäter
Sprach Nach Auschwitz
Kein Gedicht mehr So schreibe
Ich für die Toten noch und

Die Täter auch die wohl
Dichtung an den Schulen
Auswendig lernten doch nicht
inwendig fühlten denn

Wenn Ihr s nicht fühlt
So könnt Ihr s nicht erjagen
Ach klagen fällt immer noch
Leichter denn wagen und zagen

Ist schneller denn Liebe heller
Alles nur Glaubensfragen
Verkehrte Welt Wenn Sie nicht
Gefällt so ändere Denken und Sinn
Alles ist in Ihr Im Herzen tief drin

Vor Anker

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An der Ecke meines Hauses
Lehnt ein Anker Doppelkreuz
Ich weiß nicht ob Ich im
Hafen liege oder nur vor

Anker bin vielleicht auch
Gar gestrandet wie Robinson
Der auf einer Insel Sich
So selber fand dabei die Welt

Verlor Ich habe hier den
Anker gesetzt weil mich
Der Ort zu sich gerufen
Denn wer seine Geschichte

Kennt versteht das in jeder
Handvoll Gartenerde das Blut
Der Welt geronnen liegt
Ich lichte meinen Anker

Und segle hin wo Herkunft
Reise und Ziel vereinigt
Und der Kapitän des Herzens
Mit dem Smutje ißt und lacht

Not

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In einem bestimmten Kulturkreis
Der sich über andere erhaben sieht
Gibt Es das Gesetz Gebot
Das einen Gebieter bedingt

Du sollst nicht lügen
Ein Wanderlehrer damals zeit
Unüblich lehrte Schwöre keinen
Eid Dein ja sei ein Ja Dein

Nein sei ein Nein Staatsdiener
Fragezeichen schwören einen Eid
Auch wenn Sie aus einer Protest
Antenpastorenfamilie stammen

Nun gibt Es auch den Unbegriff
Notlüge Wer jedoch hat denn
Nötig zu lügen Das Herz die
Liebe Wahrheit Vertrauen

Nur die Angst hat Angst entdeckt
Entlarvt durchschaut überführt
In Liebe jene Wahrheit überführt
Zu werden Menschen die öffentlich

Behaupten ohne Lügen neuerdings
Zynisch doch allen Ernstes
Schutzbehauptung bemäntelt kämest
Du nicht durchs Leben sind Henker

Jeglicher Menschlichkeit Lügst Du
Mich an oder was fühle ich da gerade
So düster schwer und bleiern dunkel
Bilde Ich Mir das ein oder hat das

Gift der Angst zugebissen Ach wenn
Eine Frau den Höhepunkt vortäuscht
Ist der Himmel im Bett zusammen
Gebrochen und zur Hinrichtungs

Stätte verkommen Jede Blume ist
Wahr JedesTier Wahrhaftig und
Sie leben gut besser am Besten
Einfach schön darin Und Wir

Egozentrik

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Nieselregen
Tröpfchen klein
Fallen himmelrein
Uns zum Segen
Auf Pflanzen und Wegen

Ein Tröpfchen über
Dem Meer Das fällt
Mir schwer gleich
Zu vergehn ach muß
Ich denn untergehn

Ein Tropfen über
Dem Teich Gleich bin
Ich vereint und reich
Bin nie mehr allein
Darf mit unzähligen
Alleines sein

Die Liebe

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Die Liebe liebt
Nicht nur das Ihre
Auch noch die Angst
Die sich vor ihr verkriecht

Und wenn sie keine Seele findet
Die Sie besetzt behaust
Dann bricht Sie aus
Und schreit und schlägt um Sich

Die Liebe liebt das Licht
Doch auch die Dunkelheit
Im gleichen Maß
Darin der Keim sich zart

Entwindet zu Seiner Zeit
Zu sprossen bis ans Sonnenlicht
Alles liebt die Liebe
Und auch das Nichts

Aus dem dereinst
Hervorgegangen und zurückgekehrt
Was war und ist
Zuletzt den Hass der nur

Auf Rache sinnt weil Er Sich
Ausgestossen Ihrer längst
Verlustig wähnt Und nie
Schickt Sie den Tod

Als Schicksal hart und kalt
Denn um zu werden
Müssen Wir vergehn
Wie Frühling sich im Winter
Neu erschafft

Gottesvewirrung

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Wir stehen vor einer Eisdiele
Natürlich Italienisch denn Alle
Wege führen zu Ihr und viele
Menschen groß und klein

Möchten gern ein Eis
Der schnurrbärtige Mann
Was darf s denn sein
Äh Ich ja also Himbeereis

Mit oder ohne Sahne
Ja mit Im Becher oder in
Der Tüte Becher bitte
Danke macht so und so viel

Und Du kleiner Mann
Also eine Frau Der Becher
Ist aber umweltschädlich
Und die Sahne stammt von

Massentierhaltungskühen
Der Junge verschüchtert
Bitte eine Kugel Banane
In der Waffel Ein Mann

Das Eis enthält viel zu viel
Industriezucker ganz schädlich
Für die Kinder denkt an Seine
Zähne und die Übersäuerung

Der Eismann nimmt das Geld
In Empfang und schließt
Das köstliche umstrittene
Glück Gott ist eben oft

Auf Erden in Verkleidung
Unterwegs um Uns Menschen
Von seiner süßen Liebe Glück
Einen Vorgeschmack zu schenken

Glaubensbekenntnis

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Ich glaube an den Atheismus und den Spiritualismus
Den Materialismus und Kapitalismus
Die Katholische Kirche und das Protestantentum
Den Kommunismus und Humanismus
Die Sunniten und Schiiten
Die Israelis Und Palästinenser
Den Islam und das CHRISTENTUM
An alle Sekten und Gurus
Geheimgesellschaften und Freimaurer
Den Hinduismus und Buddhismus
Die Existentialisten und Philosophen
Den Intellektualismus und die Mystik
Auch an Fatalisten und Pessimisten
Optimisten und Futuristen
Die Lachenden und Weinenden
An das Leben und den Tod
Die Sufis und Anthroposophen
Die Zeugen Jehovas und die Rosenkreuzer
Ich glaube an Coca Cola und Pfefferminztee
An Schwule und Lesben
Gummibärchen und Kraftnussriegel
Die Armenier und Kurden
Den Papst als Stellvertreter und den angeblich Abwesenden
An Jahwe Zebaoth Adonai Elohim  Herr und das VaterMutter
An Martin Luther und Calvin
Die Häretiker und Ketzer
Den Schamanismus und den Totemismus
Ich glaube allen Gläubigen und den Ungläubigen
Den Halbherzigen und Brennenden
Kalten und Lauen
Lebend Toten und Untoten
An Tiere und Kinder
Sonne und Mond
Das Nichts und das Alles
An Mich und Dich
Vertraue nur der Liebe
liebend

Lyrik

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Die Zeiten sind unlyrisch
Geworden und doch ist jeder
Sonnenstrahl ein Seil hinauf
Und der Vollmond eine Treppe

Wie das Licht der Sterne
Bahnen sind Weltentore
Die zu betreten den Menschen
Sonst nur in Träumen statthaft

Schien Auch jede Träne ist
Ein Fluß ins Meer und wenn
Du lächelst wird es Gold
Umher Sprich dann zuletzt

Das Schlüsselwort entzaubert
Welchselt Sich der Ort von
Einer Stätte voller Leid
In die Oase herzensweit

Lieben

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Es gibt das Lieben des Körpers
Zärtlich wild und frei von Scham
Sinnlich und tierisch wahr
Leise und wild wie ein Vulkan

Auch der Seele Lieben schon erhöht
Ist von eigner Art ob Sie verwandt
Sich unähnlichem auch paart
Wahlverwandtschaft hat Es Goethe

Wohl genannt kannte Sie war selbst
Dem werbenden Schiller zögernd erst
Dann an verwandt Alles was beseelt ist
Ihrer Lieben Sinn und edel Wert

Zuletzt der Geist der feurig ja dem
Feuer ist entsprungen Er liebt wie
Götter einst besungen wie keines
Menschen Sinn es je bedacht die
Liebe brennt in heller Nacht