Zuhause

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Die Weinbergschnecke frühmorgens
Angepaßt auf dem Wege fast zertreten
Gleitet mit Ihrem Haus auf dem Rücken

Sich vor der baldigen Sonne schützend
An einen bergenden Ort den Sie nicht kennt
Ohne Schild und Karte gelassen findend

Ist Sie überall und nirgends
Fremde in der Heimat
Ganz Zuhause in sich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Andächtig

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Der Nürnberger Maler Albrecht Dürer
Dich direkt ansehend porträtierte
Sich selbst in der Geste  Jesu

Malte eine Erdkrume Wiesengräser
Aus der Käferperspektive in Augenhöhe
Und einen Hasen aus Seiner Ebene Sicht

Hieraus spricht Sein andächtiges Seelen
Wesen als Künstler dem Geschöpf
Und aller Kreatur verbunden in Liebe

 

 

 

 

 

 

 

Ich grüße Dich,

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Meine Wesensart ist eine lyrische und so antworte ich auf die Wunder und Fragwürdigkeiten des Lebens täglich mit einem Gedicht. Wenn Dich ein Thema bewegt, so freue ich mich es mir zu nennen und im beiderseitigen Wohlwollen kann sich dieses verdichten.
Poesie ist Alchemie. Sie ist ein schöpferischer Akt das Banale zu erhöhen, die Alltäglichkeit transzendierend und geheimes noch unbewußtes Erleben zu entdecken….Lachen

Rechtschreibfehler bitte Ich, Großschreibungen sind gewollt, mit Nachsicht zu bedecken, danke.
Auf ein fröhliches Schaffen,

Joaquim von Herzen

Creative Commons Lizenzvertrag
Alle Texte von mir selber (Hans Joachim Antweiler) sind lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

Alchemie

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Jede liebende Hausfrau und Mutter
Ist eine Alchemistin der Kochkunst
Des Backwerkes kennt die Natur

Der Pflanzengewürze der Salze des
Essigs und der Öltinkturen auch des
Backpulvers mit dem selbst Ameisen

Vertrieben werden immer entsteht Blei
Als der Verstofflichung letztes Subtrat
Und ob das Goldene Vließ der Gral

Oder Stein der Weisen das
Foucaultsche Pendel ist von
Menschenhand angestoßen

Birgt einen heimlichen Magneten
Im Untergrund wie auch immer
Das Ende der Templer erschien O weh

Ist das Blut Christi und eine einfache
Schmückende Vase mit Blumen Altar
Dankesgabe und Liebestat alledem

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Freie Wahl

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Der ist ein Muffel redet nicht viel
Dem mußt Du alles aus der Nase ziehen
Sie ist eine lustige Plaudertasche

Nett schöner denn eine leere
Schweigensplastiktüte
Jener labert alle mit Seinem Mist voll

Diese trägt Ihr Herz auf den Lippen
Wir haben uns ganz nett unterhalten
Nichts neues immer das selbe was solls

O ja das war ein anregendes Gespräch
Ich habe vieles besser verstanden und
Bin mir jetzt über meine Gefühle im Klaren

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erfahren

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Hast Du einst Kind
Mit Lehm in einer Pfütze
Im Sand formend gespielt

Dich von eines freudigen
Hundes Zunge ablecken lassen
Wurdest von einer schnurrenden

Katze umstrichen setzte sich Dir
Ein Schmetterling auf Deinen Fuß
Blickte Dir ein scheues Reh

Unvermittelt ins staunende Auge
Dann hast Du erfahren was auch
Du immer beglückend zu tun vermagst

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Prophetisch

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Die Geschichte oder Parabel
Jene Groteske absurder Selbstzweifel
irrationaler Angst vor Autorität

Die der Prophet Franz Kafka
Hellsichtig kollektiviert schrieb
Die Tür vor der Er warten muß

Während alle anderen hineingehen
Bis Er zuletzt gealtert davor zu
Sterben beginnt und den Wächter

Fragt wesshalb Er zu warten habe
Da doch alle anderen hineingingen
Du hättest einfach hindurchgehen können

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Tür

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Selbst eines Armen Hütte noch
Betrittst Du durch ihre Tür
Die Türe aller Erfahrung

Jene des freien Willens
Diese genötigten Zwangs
Verbotener Türen Schauder

Die der Liebsten Gemach
Vermauerte Türen erbrochene
Schlösser Falltüren und

Ägyptische Scheintüren verbergen
Die Anderswelt Du bist das Schloß
Der Schlüssel und die Tür klopfe an tritt herein

 

 

 

 

 

Schwindelig

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Heute Sonntag morgens
August um 8 Uhr 50 sah ich
Am wolkenlosen Sonnenhimmel

Den abnehmenden Mond dessen
Fehlende Hälfte schön himmelblau
Ist und durchscheinend leerer Raum

Der Mondenmasse entbehrt
Mit meinem großen Fernglas
Beäugte ich das Rätselwerk

Keine dunkle Mondmaterie einfach
Durchscheinende Leere mysteriös
Naturwidrig ist vieles  der uns an

Vermittelten Geschichte jener
Fragwürdigen Welterklärung erdichtete
Irrtümmlichkeit oder ein gigantischer Schwindel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Leere

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Wenn auch alles voll ja füllig erscheint
Sattsam reich so das die Angst
Verächtlich von Dir und mir

Sich selbst ausnehmend als
Überbevölkerung faselt
Ist im Buche des Lebens

Das Du gerade beschreibst
Immer die nächste Seite
Jungfräulich frühlingshaft leer

Und die Überschrift
Bereits wohl gesetzt
Mit dem einen Wort Lieben

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Heimat

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Wir leben auf der Erde
Wir leben in der Luft
In der Sonne himmlischen Lichts

Im Wasser denn der Meere
Sind mehr denn Landmassen
Wir leben im Pflanzen Sporen

Mikroben Bakterien Pilzenreich
Oder im Erdkreis wie der
Jesuitenpapst verkündet

Auf einer rasenden Kugel
Oder einer flachen Scheibe
Unser Körper besteht mehrheitlich

Aus Wasser denn Mineralien der
Knochen Muskelfleisches und Organen
Wir leben einfach uns wieder erinnernd in der Liebe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sprache

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Am Anfang war das Wort
Und das Wort ward Lieben
Und die Liebe erschuf immer

Nur sich selbst dann kam das
Unwort die Angst und vernichtete
Das Urvertrauen in die Liebe

Wenn die Menschen nicht mehr sprechen
Beginnt der Krieg wenn die Menschen
Lügen bekriegen Sie die Wahrheit ja

Das Leben selbst und die einzige Wahrheit ist
Lieben Alles ist Deine Sprache wie du gehst
Sitzt und stehst wie Du all das Lebendige ansiehst

All das Stille Stumme für tote Materie hälst
Verkennst ist Taubstummheit Alles spricht
Immer nur von dem Einen einigendem wir zu Dir

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vorbereitung

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Der Junge soll
Eine gute Erziehung genießen
Gut dann soll Er eine gute

Bildung erhalten Gut
Dann muß Er eine gute
Berufsausbildung erhalten Schön

Dann ja dann bin ich stolz
Auf meinen Sohn Wie das ich bin doch
Schon Mutter Erdes und Vater Himmels Kind