Ich grüße Dich,

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Meine Wesensart ist eine lyrische und so antworte ich auf die Wunder und Fragwürdigkeiten des Lebens täglich mit einem Gedicht. Wenn Dich ein Thema bewegt, so freue ich mich es mir zu nennen und im beiderseitigen Wohlwollen kann sich dieses verdichten.
Poesie ist Alchemie. Sie ist ein schöpferischer Akt das Banale zu erhöhen, die Alltäglichkeit transzendierend und geheimes noch unbewußtes Erleben zu entdecken….Lachen

Rechtschreibfehler bitte Ich, Großschreibungen sind gewollt, mit Nachsicht zu bedecken, danke.
Auf ein fröhliches Schaffen,

Joaquim von Herzen

Creative Commons Lizenzvertrag
Alle Texte von mir selber (Hans Joachim Antweiler) sind lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

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Nackt lieben

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Heute nahm ich mir vor unverwundbar zu sein
Doch die kugelsicher Weste drückte
Wie einem geharnischten Ritter die Rüstung
Und ich warf sie von mir

Heute wollte ich unangreifbar sein
Und nur wenn ich ganz ehrlich bin
Den Rest verschweigen
Man weis ja nie
Doch ich drohte zu ersticken
Und ließ es sein

Heute begehrte ich voller Leidenschaft einen weiblichen Körper
Doch als Sie sich mir schenkte
War Ihre Seele ausgeflogen
Und Ihr Geist im Kühlschrank auf Eis gelegt
Und ich weinte bitterlich

Dann endlich erinnerte ich mich an Gott
Doch ich konnte Ihn nicht lieben
So weit weg im fernen Himmel finden
Unsichtbar und Singel 60plus
Langbärtig gesetzesstreng und zornig noch dazu

Seit dem bin ich verletzlich unverwundbar
Weil der Wunder voll
Jetzt ergriffen offen bloß und völlig nackt
Jetzt verliebt in jede Seele
Geistestrunken Göttlich Funke flammend brennt
In eines jeden Menschkindes Leib mich wiederfindend

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Suppe

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Sie sagten ich hätte die Suppe versalzen
Also müsse ich sie auch auslöffeln
Letztlich ist dies ein Kompliment
Denn wenn der Koch verliebt
Er die Suppe versalzt versiebt

Die Suppe werde nicht so heiß gegessen
Wie sie gekocht
Also hatte ich zu warten bis sie abgekühlt

Als die Dampfschleier zarter wurden
Sprang ich hinein
Und schwamm darinnen umher tauchte unter
Und siehe da es war eine Buchstabensuppe

ABC bis Z
Und so hatte ich zu tun
Denn all die Buchstaben wollten Worte werden
Und die Worte Sinn und Reim

Eines Tages war alles zu Sprache geworden und
Ich blickte entspannt über den Tellerrand
Da lag ein großer Löffel umgekehrt abgelegt
Und somit konnte ich die Suppe
Doch nicht auslöffeln

Entmutigt sank ich auf den Tellergrund
Und siehe da
Es war eine Sternchensuppe geworden
Und des Nachts leuchteten die Silberlichter
Durch das Küchenfenster herein

Und all meine Sternchen schwebten hinauf
Zu ihnen hin ans Himmelszelt
Und ich sprang flugs auf eines
Und wurde enthoben mit
Salzigen Freudentränen im Augenlicht

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Bestattung

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Heute hatte ich die Aufgabe oder werde sie noch einstens angetragen bekommen
Wer kann das wissen wer hat es gesehen wer war dabei
Den von Ihm verfassten Nachruf eines Verstorbenen
Bei der Beisetzung Seiner sterblichen Hülle zu verlesen

Meine geliebten Freunde Anverwandten und Wegbegleiter
Steht hier nicht betreten wie die Ölgötzen umher
Mit sauertöpfiger Mine mit vor dem Bauche verschränkten Händen
Den Kopf zu Boden hängend denn
Was ich hier von ganzem Herzen erbitte und erwarte
Ist ein Freudenfest denn ich gehe auf die Große Reise
Und Abschiede sind nur in der Dimension der Zeitweiligkeit
Scheinbar trennend schon in der Sphäre Eueres nächtlichen Schlafes
Finden sich alle vermeintlich getrennten Seelen wieder und
Vereinigen sich die wesensverwandten Geister unfehlbar
Auch um mit den Engeln Tee und Kaffee zu trinken

Ihr bleibt noch hier auf dem Erdenplan ich will nicht sagen unten
Eher mittendrinnen und begleitet mich den jetzt körperlosen Freund
In lächelndem Wohlwollen
Fühlt Euch nicht alleine gelassen denn ich bin weiter bei Euch
Ja mehr denn je Euch zugetan und soweit Ihr mir die Erlaubnis schenkt
Werde ich Dir den einen inspirativen Lichtblick senden
Eine Idee starkes mutvolles Gefühl

Geld gibt es für keinen Erben doch der Reichtum dieses Lebens
Wird der Kompost so mancher fruchttragender Blüte sein
Und ohne Dich wäre mein Leben ärmner und ohne Euch
Hätte Es nicht stattfinden können
Denn das Leben ist ein einzig Großes Wir

Nun geht und tanzt an dem Grab eines verwelkten Blattes
Dessen Knospe schon am Baum des Lebens hervorspitzt
Das Ensemble wird alsogleich aufspielen und
Anschließend stopft Euch die Mägen voll
Den ein anständiger Leichenschmaus das ist dies hier Herumstehen
Allemal wert
Danke

Seid gesegnet
Euer       von Herzen

 

 

 

 

Das Fest

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Es waren alle Geladenen gekommen
Genau zur richtigen Zeit
Die Sonne stand am Himmel
Und der Mond schien fahl dazu

Alles stimmte
Wahr sorgsam gestaltet
Von fühlender Hand geführt
Geschmückt und Nahrung wie auch
Trank im Überfluß bereit gestellt

Musiker spielten auf
Dichter kündeten von Ihrer Ergriffenheit
Raum für Tanz und Geselligkeit
Intimer Abgeschiedenheit
Es fehlte an nichts

Wer ist sind die Gastgeber
Ist Es eine Familienfeier
Denn Kinder und so mancher Hund
Verstohlene Katze strichen umher

Die Liebe und das Leben selbst
Schirmherrin ist die Freude
Antwortete mir eine illustre Gestalt

Und so gab ich mich dem Reigen hin
Jenem endlosen unendlichem
Ewig währendem Feiern des Seins
Trunken vom Wein der Liebe
Jauchzend heiter und froh
Tanzte ich gerade eben
Noch mit dem Tod

 

 

 

 

 

 

 

 

Tags

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Tags schreibe ich in mein Herz
Baum des Lebens und Sonne

Dann trete ich vor die Türe
Und pflücke vom Baum der Erkenntnis
Die Früchte zu Weisheit sternengreift

Lege Sie in die Obstschale
Farbenfroh anzusehen
Wie das Leben selbst
Und süß wie alles Liebende

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Liebende

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Himmlisches Kind und Erdentochter
Bin ich weder häßlich noch schön
Zeitlos nicht alt noch jung
Bin ungebildet weise
Ohne Geld mit allem Reichtum gesegnet

Eifersuchtfern allem hin treu
Meine Schminke sind die Blumen
Und mein Lippenstift die Kirschen
Nackt und mit aller Farben Pracht umhüllt

Hüte ich das Haus
Und bin doch ständig auf Reisen heimatlos
Beherberge und begleite
Den Geliebten in mir

 

 

 

 

 

 

 

Der Liebende

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Ich bin weder Mensch noch Tier
Wesenhaft allhier

Kein Mann noch Weib
Gefäß allein der Liebe Leib

Bin Kind und Greiß
Uralt und alterslos

Weder tot noch lebendig
Abgrundtief traurig

Und freudetrunken verrückt
Ekstatisch Himmlisch verzückt

Denn ich bin als reiner Tor
Der Geliebten anvermählt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zeitenwende

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Als ich meine altehrwürdige Standuhr aufziehen wollte
Und ich die Kette des Zuggewichtes gefüllt mit Sand
Hochzog versagte die Mechanik
Und das Läutwerk gongte unaufhörlich im Stakkato
So das ich das Gewicht auszuhängen gezwungen war

Zugleich spulten sich einander jagende Bilder
Vor meiner Seele ab
Ich stand unvermittelt in der Wüste
Dann im tropischen Regenwald
Jetzt versetzt in urbaner Betonwüstenei
In einem grölendem Fußballstadion mich wiederfindend
Auf einsamer Bergalm mutterseelenallein
Im U-Bahnschacht und auf einem Friedhof
Mitten im Kugelhagel eines Kriegsschauplatzes
Und im fröhlichen Lärmen eines Kindergartens

Zuletzt blieb die Zeit stehen
Und ich badete in einem Meer von Licht

 

 

 

 

 

 

Der gestohlene Himmel

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Die Tage kam ein Freund sorgenvoll
Ob die Angst Seine eigene oder eine Fremdangst sei
Ja Ihm selber gehe Es gut soweit jedoch
Also

Und Es werden Zeichen und Wunder am Himmel geschehen
Hologramme geoengineering  haarp chemtrails und maindcontrol

Die Luft zum Atmen
Der Himmel über uns

Ich sprach zu Ihm
Atme jene Angst ein
Und verwandele Sie in Dir
Lasse Sie über Deinen Herzensquell bereinigend fließen
Und atme reines Lieben aus
Das ist wahre Alchemie
Welch himmlisches Geschenk

 

 

 

 

Ergreifend

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Als wir auf den Erdenplan kamen
Ergriffen wir diese Welt
Nicht als eine gierige Seele
Wiewohl mit allen Sinnen

Ja steckten alles in den Mund
Es liebend verinnerlichend
Einverleibend verschmelzend
Mit Stock und Stein

Dann entrissen Sie uns jenem Paradieses
Und erklärten Sand und Erde seien Dreck
Später alles wimmele von bösen unsichtbaren
Kleinen gemeinen Tierchen
Den Bakterien und Viren
Und wir bekamen das Entsetzen

Wir erforschten unser Neues Zuhause
Jenen den Tieren entlehnten Körper
Dann entsetzten Sie sich und behaupteten
Das sei schmutzig und wir sollen uns schämen
Beschämt entfremdete sich das Kind von
Seinem erst neuem Spielgefährten
Wurde körperfern ja oft Feind

Zuletzt verkündeten Sie
Schwarze Männer der Teufel und ein zürnender
Gott sich HERR nennend bedrohen Dich
Daher sei wohlfeil nett und immer lieb
Sonst kommst Du in die ewige Hölle

Das wurde seitdem die alltägliche
Normierte Hölle jedweder Angst
Ergreifend oder angewidert
Stehen jene sich Erwachsene nennende
Vor Neugeborenen entzückt vor Kinderwägen
Ach ist das süß wie niedlich
Um Es alsbald zu verschlingen

Ich habe die Flucht ergriffen
Rettete mich
In den ursprünglichen Garten Eden
Meines immerfließenden Herzensquells