Ich grüße Dich,

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Meine Wesensart ist eine lyrische und so antworte ich auf die Wunder und Fragwürdigkeiten des Lebens täglich mit einem Gedicht. Wenn Dich ein Thema bewegt, so freue ich mich es mir zu nennen und im beiderseitigen Wohlwollen kann sich dieses verdichten.
Poesie ist Alchemie. Sie ist ein schöpferischer Akt das Banale zu erhöhen, die Alltäglichkeit transzendierend und geheimes noch unbewußtes Erleben zu entdecken….Lachen

Rechtschreibfehler bitte Ich, Großschreibungen sind gewollt, mit Nachsicht zu bedecken, danke.
Auf ein fröhliches Schaffen,

Joaquim von Herzen

Creative Commons Lizenzvertrag
Alle Texte von mir selber (Hans Joachim Antweiler) sind lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

Unter der Brücke

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Ich bin obdachlos
Aus freiem Willen
Doch wohlbehütet
Trage ich immer einen Hut
Na gut eine Bascenmütze

Ich lebe unter einer Brücke
Manchmal wache ich am rechten Ufer auf
Dann wieder links der Strömungsrichtung
Lange begriff ich nicht was dies bedeuten mag

Heute verstehe ich den Wechsel
Ich wurde von den Engeln als Hilfskraft eingestellt
Nachts begleite ich unsichere materialistische Seelen
Hinüber in die Anderswelt
Nein keine Toten Verstorbenen nicht
Schlafender Menschen Seelen

Drüben angelangt empfängt uns der Engel
Abwechselnd nehme ich kurz vor dem Erwachen
Wieder eine Seele in Empfang
Und der Engel lächelt hold
Die Seele wollte drüben bleiben
Doch Ihre Zeit ist noch nicht gekommen
Nimm Sie mit und erzähle Ihr
Eine unglaubliche Geschichte
Ja ein richtiges Märchen

Danach hungern die verarmten Seelen
Und beginnen Ihr Tagwerk nach dem Erwachen
Buh was habe ich nur wieder für seltsames Zeug
Geträumt verrückt und doch irgenwie Klasse toll

So lebe ich unter der Brücke
Gespannt in die Unendlichkeit
Des hüben und drüben
Hilfsarbeiter Wegbegleiter
Wohlbehütet am Fluss der Zeit

 

 

 

 

 

 

 

Der Lichtarbeiter

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Um vor dem Ernst des Lebens
Befragt was denn Ihr Beruf sei
Bestehen zu können
Habe ich Fotograf erlernt

In den eineinhalb ersten Jahren
Das Licht der Lampen so zu gestalten
Das das Porträit jenes Gesicht
Als Antlitz erahnbar erkennbar wurde

All das wusste ich damals noch nicht
Dann eineinhalb Jahre Werbung
In tageslichtabgedunkelten Räumen
All die Produkte der Matrix
Verkaufswirksam augengefällig darzustellen

Eine Peepschau des Materialismus
Dynamisch magisch abzulichten
All das fühlte ich damals noch unbewusst

Heute betrachte ich das Leben
Seine Leiden seine Freuden
Mit dem Auge der Linse des Herzen
Rein im Lichte umfänglichen Liebens besehn

 

 

 

 

 

 

Der Kanalarbeiter

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Dort unten wo es streng riecht
Dunkel dafür kein Sonnenlicht gibt
Selten durch einen Deckelspalt
Sich ein Strahl verirrt

Ist mein Arbeitsplatz
Fäkalien Damenbinden Kondome
Tote Kleintiere auch ein
Windeln und so mancherlei

Einmal fand ich ein Geglitzer
Im Lampenlicht
Einen herzförmigen Anhänger mit Kette
Ich trage ihn seit dem
Spüre Ihn auf meiner Brust
Nahe da Lieben pocht

 

 

 

 

 

 

2017

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„Sie fürchten die Liebe
Weil die Liebe eine Welt erschafft
Die Sie nicht kontrollieren können“

 

 

Orson Wells

In dem Film „1984“
Aus dem Jahre 1956
Quelle YouTube

 

 

 

 

 

In Deiner Hand

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Ich war in Ihren Händen
Unbewusster Handlanger
Ein Spielball jener Verschwiegenen
Behindert in meinen Handlungen
Unsichtbarer Fesseln Gefangener

Endlich befreit
Bin ich in Ihrer Hand geborgen
Sie handelt durch mich
Lieben bewirkt Liebe

 

 

 

 

 

Gewahrsein

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Es gibt vom Aussterben bedrohte
Pflanzen und Tiere
Kaum wird der Sprache und Ihrem Wort gedacht
Verdrängte vergessene Worte
Sind Untote allerorte

Im Gewahrsein bist Du vollständig
Mit der Welt verbunden

Denn die Realität ist nur ein kleines Stück
Des ganzen großen Kuchens

Ich fühle was mein Denken bewirkt
Ich bin mir bewusst was meine Gefühle gestalten
Und all meine Taten künftig erschaffen
Ja selbst rückwirkend Vergangenes heilen

Angebunden in den Sphären der Lebensbildekraft
Der Willenswelt die alles erschafft
Und vertraut mit den Bauplänen der Welt
Ist Dir die Schar der Engel und Helfer zugesellt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wahrnehmen

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Wenn Du wahrnimmst
Nimmst Du der Wahrheit nichts weg
Ja Du mehrst Sie darin

Du bist dann weder ein Lügner
Noch sprichst Du Sätze wie
Wenn ich ganz ehrlich bin

Denn Ehrlichkeit lässt hin und wieder
Wahres unter den Tisch fallen
Vorenthält dies das oder jenes

Meine erste Lüge galt meiner Seele
Dann den Geist zu verraten
Selbstbetrug aus Angst vor den Folgen meiner Tat

Wahrnehmen geschieht jenseits des Verstandes
Sie ist die Sphäre der Unendlichkeit
Bewussten Seins

Jenseits von Gut & Böse ist Sie
Die Qualität des Absoluten
Jener Sinn den so viele Menschen
Verloren glauben darin Beraubte sind

Die Vollendung aller Wahrnehmung
Ihr einender Quell ist Lieben
Dich mich Alles das was ist

 

 

 

 

 

Königreich der Himmel

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Aus dem gleichnamigen DVD Film

 

„Wie kannst Du in der Hölle sein
Wenn Du in meinem Herzen bist“

Im Osten heißt Es:

„Zwischen zwei Menschen ist nur ein Licht“

 

Für Saladin

Den Juden
Den Katholiken
Den Christen
Und für die Liebe

 

 

 

 

 

Sonntag

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Heute
Am Sonntag
Da die Schöpfung angeblich ruht
Kam das Göttliche zu mir
Und fragte mich ob ich für diesen Tag
Die Veranwortung übernehmen wolle

Ich sagte unter der Bedingung zu
Was denn alles anstünde
Zur Antwort erhielt ich
Die volle bedingungslose Freiheit
Für jeden und jedwede Unterlassung und Tat

Ich jedoch antwortete
Ein ach so leichter
Ach so schwerer Auftrag
Denn wer vermag Es schon
Dem Weltgeschehen zuzusehn
Ohne einzugreifen
Strafend hindernd tötend ja

Da seufzte das Göttliche
Und ich machte mich an die Arbeit
Frei zu lassen
Freiheit schenkend
Gewährend
Frei zu sein

 

 

 

 

 

 

 

 

Würde

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Im Gesetz ist Sie geboten
Erhaben als Würde garantiert
Oder doch nur wohlfeil wie garniert

Doch nichts hinterlässt keine Spuren
Alles ist Zeichen Mirakel Symbol
Ja Schrift Fährte gelegt zu  jedweder Tat
Des Spurenlesers Lohn

Wie Sie denn dies Fest begingen
Einer geweihten Nacht Hohn
Vordem aus dem Walde das Bäumchen gebracht
In der Stube geschmückt ja gekrönt zuletzt
Auf die Spitze den Stern gesetzt

Und heute liegt am Waldesrand
Ein zwei Bäumchen abgeschmückt stubenverbannt

Wenn der Baum des Lebens
In Dir leuchtet und brennt
Keine Tanne noch Fichte
Abgetakelt am Waldrande end